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Japan : Tepco schreibt wieder schwarze Zahlen

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Das havarierte Atomkraftwerk Fukushima Bild: AP

Gewinne für Tepco: Steigende Strompreis und drastische Kostensenkungen haben dem Atomkonzern gute Ergebnisse verschafft.

          Der Betreiberkonzern der havarierten Atomreaktoren in Fukushima, die Elektrizitätswerke von Tokio (Tepco), schreibt wieder schwarze Zahlen. In den Monaten April bis Juni erwirtschaftete Tepco – vor Steuern – einen Gewinn von 52,51 Milliarden Yen (rund 381 Millionen Euro), teilte das Unternehmen in Tokio mit. Tepco-Präsident Naomi Hirose führte die Rückkehr in die Gewinnzone auf zwei Entwicklungen zurück: Zum einen sind die Strompreise in Japan nach der Atomkatastrophe im März 2011 deutlich gestiegen. Die Energielücke, die durch die Abschaltung aller 48 kommerziellen Atomreaktoren entstanden ist, wird durch Öl- und Gasimporte geschlossen. Das belastet die Bilanzen der Energiekonzerne, auch von Tepco. Um wieder Gewinne erzielen zu können, hat Tepco auch seine Kosten drastisch gesenkt.

          Die Zukunft des Unternehmens, das faktisch verstaatlicht ist, ist dennoch ungewiss. Um dauerhaft Gewinne erzielen zu können, ist es nach Ansicht Hiroses notwendig, die stillgelegten Atomreaktoren in Niigata im Westen Japans wieder ans Netz gehen zu lassen. Tepco betreibt dort das größte Atomkraftwerk der Welt und hat bei der Atomaufsicht Anträge gestellt, zwei Reaktoren wieder hochzufahren. Die Atomaufsicht benötigt für ihre Sicherheitsüberprüfungen allerdings mehr Zeit als von Tepco erwartet. Eine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr, das am 31. März 2015 endet, hat das Unternehmen daher nicht vorgelegt.

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