http://www.faz.net/-gqe-8o62o

Außenhandel : Hoffnung für Chinas Exportwirtschaft

China will seine Exporte ankubeln Bild: AFP

Nachdem die chinesischen Exporte monatelang zurückgingen, haben sie sich im November stabilisiert. Die Frage ist, ob das nur ein Strohfeuer war.

          Angesichts der neuesten monatlichen Konjunkturdaten aus China darf die Frage gestellt werden, was die vielen Prognosen der Ökonomen großer Banken und Analysehäuser eigentlich wert sind. Denn wieder einmal lagen viele daneben:

          Hendrik Ankenbrand

          Wirtschaftskorrespondent für China mit Sitz in Schanghai.

          Während die Fachleute vorhergesagt hatten, dass die Ausfuhren der zweitgrößten Wirtschaft der Welt im November verglichen mit dem Vorjahresmonat um 5 Prozent fallen würden, haben sie sich tatsächlich stabilisiert und sind in Dollar gerechnet um 0,1 Prozent auf 197 Milliarden Dollar gewachsen. In der chinesischen Währung Yuan, die auch Renminbi genannt wird, haben die Exporte um 5,9 Prozent zugelegt.

          Die Einfuhren haben sich ebenfalls viel besser entwickelt als vorhergesagt. Während die Prognosen vermutet hatten, dass diese im November um 1,9 Prozent gefallen wären, legten sie – zumindest nach den offiziellen Zahlen der chinesischen Zollbehörde – binnen Jahresfrist um 6,7 Prozent auf 152 Milliarden Dollar zu.

          Hat sich das Blatt gewendet?

          Auf die ersten elf Monate gerechnet, ist der Handelsbilanzüberschuss des Exportweltmeisters China um 12 Prozent auf 475 Milliarden Dollar zurückgegangen. Die Weltwirtschaft fragt viel weniger Waren aus China nach als früher. Auch haben viele Unternehmen etwa aus der Textilwirtschaft ihre Produktion von der chinesischen Ostküste in andere Länder in Südostasien verlegt, weil die Löhne dort mittlerweile deutlich niedriger sind als in China, wo sie jährlich um bis zu 10 Prozent zulegen.

          Künftig muss das Land deutlich mehr Hochtechnologie exportieren, damit die Wachstumsraten nicht zu stark absinken und Massenarbeitslosigkeit droht. Der Wandel des Wirtschaftsmodells ist aber überaus schwierig. Zwar gelten Themen wie die Automatisierung der Produktion – Stichwort Industrie 4.0 – in China als Zukunftsthemen. Arbeitsplätze für die entsprechend ausgebildeten Absolventen der Ingenieursstudiengänge chinesischer Hochschulen sind dennoch derzeit Mangelware.

          Quelle: FAZ.NET

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Ein Wahllokal in einer Hamburg (Archivbild)

          So läuft der Wahlsonntag : Die Wahllokale sind offen

          Seit 8 Uhr in 299 Wahlkreisen Wahllokale offen +++ Rund 61,5 Millionen Deutsche zur Stimmabgabe aufgerufen +++ Union zuletzt deutlich vor SPD ++++ Verfolgen Sie alles Wichtige zum Wahltag im FAZ.NET-Liveblog.

          Wahlkampfabschluss der AfD : Revolte von rechts

          Am Abend vor der Wahl trifft sich der Landesverband der AfD Sachsen zur Kundgebung in Görlitz. Ohne Frauke Petry. Die hatte zuvor abgesagt – wegen „innerparteilichen Querelen“. Dafür tritt einer ihrer Feinde auf.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.