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Greetings aus New York : Apple im Rampenlicht

Die Skyline von New York - das wichtigste Finanzzentrum Amerikas. Bild: dapd

Apple hat lange mit Neuheiten auf sich warten lassen. An diesem Dienstag wird der Konzern wohl neue iPhones zeigen. Angeblich soll es eine zweite und billigere Modellreihe des Smartphones geben.

          Der Elektronikkonzern Apple hat bislang nicht gerade ein berauschendes Jahr erlebt. Stagnierende Umsätze, schrumpfende Gewinne, ein rückläufiger Aktienkurs: Das Unternehmen, für dessen Wachstum es noch bis vor kurzem keine Grenzen zu geben schien, ist in einer nüchterneren Realität angekommen. Apple hat außerdem die Verbraucher, die auf neue Produkte warten, diesmal besonders lange zappeln lassen. Seit Jahresanfang hat das Unternehmen keine größeren Neuheiten vorgestellt.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Am Dienstag will sich Apple aber zurückmelden: Um 19 Uhr deutscher Zeit will das Unternehmen in seiner Zentrale im kalifornischen Cupertino neue Produkte enthüllen. Wie üblich ist im Vorfeld viel spekuliert worden, was Apple im Köcher hat. Es wird erwartet, dass sich die Veranstaltung in erster Linie um das iPhone dreht, das mit Abstand wichtigste Produkte des Konzerns, das für mehr als die Hälfte des Umsatzes steht.

          Apples billige Antwort?

          Nach allem, was in den vergangenen Tagen durchgesickert ist, will Apple diesmal nicht nur die übliche iPhone-Neuauflage zeigen, sondern gleichzeitig eine zweite, billigere Modellreihe des Smartphones. Die billigeren iPhones sollen angeblich im Gegensatz zur Flaggschiffreihe keine Hüllen aus Aluminium haben, sondern aus Plastik. Sie sollen in vielen bunten Farben erhältlich sein.

          Es wäre Apples Antwort darauf, dass billigere Geräte zum Wachstumsmotor im Smartphone-Markt geworden sind, vor allem weil sie sich in aufstrebenden Regionen der Welt wie China gut verkaufen. Apple hat zuletzt mit seinem iPhone Marktanteile verloren. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts IDC hatte das iPhone im zweiten Quartal einen Anteil von 13,1 Prozent am Smartphone-Markt. Vor einem Jahr waren es noch 16,6 Prozent.

          Goldener Fingerabdruck

          Beim Flaggschiffmodell ist offenbar keine radikale Weiterentwicklung zur gegenwärtigen Version iPhone 5 geplant. Äußerlich soll sich das neue Modell, das iPhone 5S heißen könnte, nicht wesentlich vom aktuellen iPhone 5 unterscheiden. Es soll angeblich mit einem schnelleren Prozessor und einer besseren Kamera ausgestattet sein.

          Weiter wird spekuliert, dass es einen Fingerabdruck-Sensor hat. Damit könnte es möglich werden, das Gerät durch Identifizieren des Fingerabdrucks zu entsperren, das Eingeben eines Passwortes könnte überflüssig werden. Neben den üblichen Farben schwarz und weiß soll es das iPhone 5S angeblich auch in Gold geben.

          Neues vom iPod

          Neben den iPhones könnte Apple am Dienstag auch neue Versionen des digitalen Musikspielers iPod vorstellen. Neuauflagen des Tabletcomputers iPad werden erst später bei einer separaten Veranstaltung erwartet. Es gilt auch als eher unwahrscheinlich, dass am Dienstag eine Computeruhr von Apple zu sehen sein wird, über die in der Branche seit einiger Zeit spekuliert wird. Der koreanische Wettbewerber Samsung hat in der vergangenen Woche auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin eine solche Uhr mit dem Namen „Galaxy Gear“ vorgestellt.

          Im Vorfeld der Veranstaltung schaffte der Aktienkurs von Apple am Montag den Sprung über die Marke von 500 Dollar. Der Kurs legte bis zum Handelsschluss um 2 Prozent auf 506,17 Dollar zu. Die Apple-Aktie hat im September 2012 einen Höchststand von mehr als 700 Dollar erreicht. In diesem Jahr ist der Kurs zwischenzeitlich unter 400 Dollar gefallen.

          Der Montag war insgesamt ein guter Tag an der Wall Street. Der Dow-Jones-Index legte um 141 Punkte auf 15063 Punkte zu. Der S&P 500 kletterte um 17 Punkte auf 1672 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöhte sich um 46 Punkte auf 3706 Punkte.

          Quelle: FAZ.NET

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