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Forscher: : Regelmäßiges Treffen mit Alten fördert Entwicklung von Kindern

  • Aktualisiert am

Bild: dpa

Kinder, die regelmäßig Kontakt zu älteren Menschen haben, lernen besser. Auch die Senioren profitieren. Das hat eine Studie ergeben.

          Regelmäßiger Kontakt mit alten Menschen kann Kinder in ihrer Entwicklung voranbringen. Das ist das Ergebnis eines dreijährigen Forschungsprojekts der Evangelischen Hochschule Freiburg. „Kinder fühlen sich schnell in der Unterstützerrolle und haben ein Kompetenz-Erleben. Das ist ein wichtiger Schutzfaktor im späteren Leben“, sagte Projektleiterin Dörte Weltzien dem Evangelischen Pressedienst (epd).

          Das Projekt wurde vom Bundesforschungsministerium gefördert. Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren besuchten einmal die Woche Menschen im Alter über 80 Jahren deren Domizil. Beteiligt waren mehrere Kindertagesstätten sowie Seniorenwohnheime im Raum Freiburg. Innerhalb der drei Jahre habe sich die Vorstellung geändert, die sich Kinder von alten Menschen machen, sagte Weltzien. „Viele Kinder sind mit stereotypen Altersbildern in das Projekt gegangen, haben Alter vor allem defizitorientiert begriffen. Die meisten von ihnen hatten vorher auch keinen persönlichen Kontakt zu alten Menschen.“

          Auch Senioren profitieren den Angaben zufolge von regelmäßigem Kontakt mit Kindern. „Die Gewissheit, mit Menschen der jüngeren Generation in Kontakt zu treten, löst das Gefühl von Bedeutsamkeit und In-der-Welt-Sein aus“, sagte Thomas Klie, der als Gerontologe die Auswirkungen der Begegnungen auf alte Menschen untersuchte. Die Senioren erlebten seiner Einschätzung nach viele Momente des Glücks.

          Quelle: FAZ.net mit epd

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