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Exklusiv in der F.A.Z. : Vermögensverwalter raten zu mehr Risiko

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Vermögensverwalter raten zum Jahresbeginn 2014 zu den höchsten Aktienquoten seit dem Jahr 2007, Verbraucherschützer kritisieren die privaten Rentenversicherungen und Deutsche können dank schwankender Wechselkurse günstiger reisen.

          Vermögensverwalter raten zu mehr Risiko

          Vermögensverwalter raten zum Jahresbeginn 2014 zu den höchsten Aktienquoten seit dem Jahr 2007. Ein 30 Jahre alter Anleger sollte 58 Prozent seiner Anlagen in Aktien stecken, ergab eine Umfrage zum richtigen Anlagemix, die die F.A.Z. seit zehn Jahren durchführt. Im vergangenen Jahr lag die empfohlene Aktienquote für 30-Jährige knapp unter 50 Prozent, im Jahr davor sogar nur bei 33 Prozent. Für sechs von sieben Vermögensverwaltern ist die Aktie die wichtigste Anlageform für junge Menschen. Älteren Menschen dagegen, etwa einem 60 Jahre alten Anleger mit geringerer Risikoneigung und kürzerem Anlagehorizont, empfehlen vier von sieben Vermögensverwaltern überwiegend kurz laufende Anleihen. Die meisten Vermögensverwalter sehen am deutschen und am amerikanischen Aktienmarkt trotz der Rekordniveaus noch gute Chancen. „Es braucht jetzt keine Exoten, die Chancen liegen vor der Haustür oder nur einige Klicks entfernt in den Vereinigten Staaten“, heißt es.

          Verbraucherschützer kritisieren Rentenversicherungen

          Der Bund der Versicherten hält private Rentenversicherungen für ungeeignet zur Altersvorsorge. Viele Versicherer legten zu hohe Lebenserwartungen zugrunde, so dass Kunden zu hohe Versicherungsprämien zahlen müssten, kritisierte Axel Kleinlein, Vorstandssprecher der größten deutschen privaten Verbraucherschutzorganisation mit mehr als 50000 Mitgliedern. Zudem würden Verbraucher nicht ausreichend auf die Nachteile der Policen bei einer unterdurchschnittlichen Lebenserwartung des Kunden hingewiesen, sagte er der F.A.Z. Versicherer verkauften auch Kunden auf Krücken noch eine Rentenpolice, weil der Verkaufsdruck so hoch sei. Gegen diesen Vorwurf wehrte sich Johannes Lörper, Vorstand der Ergo Leben. Die Versicherer müssten Sicherheitspuffer einrechnen, falls sich die Lebenserwartung anders entwickele als prognostiziert. Lörper wandte sich gegen den Vorstoß Kleinleins, per Gesetz festzuschreiben, dass ein höherer Anteil der Risikogewinne auf die Verbraucher verteilt werden solle. Dies nehme den Unternehmen den Spielraum, Jahre mit schlechten Zinsgewinnen über andere Gewinnquellen auszugleichen.

          Günstiger reisen dank schwankender Wechselkurse

          Ferien in Japan, Australien oder Brasilien sind teuer – doch dank günstiger Wechselkurse ist der Urlaub dort im Moment erstaunlich preiswert. Von diesem Trend können deutsche Touristen profitieren, wie die F.A.Z. berichtet. Als Beispiel führt die Zeitung an, dass ein Standard-Doppelzimmer in einem Dreisternehotel in Tokios Ausgehviertel Shibuya, das Anfang vergangenen Jahres fast 200 Euro kostete, mittlerweile für etwa 150 Euro zu haben ist. Der Grund: Der Yen hat sich gegenüber dem Euro mittlerweile um etwa 22 Prozent verbilligt. Auch Südafrika könnte für Schnäppchenreisende interessant sein. Der südafrikanische Rand hat sich im vergangenen Jahr gegenüber dem Euro um 21 Prozent verbilligt. Eine Überlegung wert ist daneben Australien. Der Kurs des australischen Dollar gegenüber dem Euro lag am Ende des Jahres etwa 20 Prozent niedriger als zu Jahresbeginn.

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