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Blick auf den Finanzmarkt : Deutsche Aktien fester

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Bild: FAZ Helfert

Positive Vorgaben der Überseebörsen sowie einige positive Unternehmensbilanzen sorgen für festere Aktienkurse. Sorgen vor einem frühzeitigen Ende der Anleihekäufe in den Vereinigten Staaten hätten sich wieder etwas verflüchtigt, sagt Marktstratege Chris Weston vom Broker IG. Dabei verwies er darauf, dass die stellvertretende amerikanischen Notenbank-Chefin Janet Yellen in ihrer Rede am Vortag Hoffnungen auf eine lang anhaltende lockere Haltung der Fed genährt habe.

          Der Dax steigt  um 1,2 Prozent auf 7784 Punkte. Der marktbreite FAZ-Index gewinnt ebenso deutlich auf 1684 Zähler hinzu. RWE legen 2,75 Prozent auf 29,47 Euro zu. Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern steigerte den Gewinn im abgelaufenen Jahr wieder leicht und erholte sich damit vom Einbruch des Geschäfts nach der Atomwende 2011. Zudem zieht sich RWE aus der Förderung von Erdgas und Erdöl zurück und will sämtliche Anteile an RWE DEA verkaufen.

          Die Aktien der Deutschen Post DHL rücken um 2,4 Prozent vor, nachdem der Logistikkonzern mit einem laut Analysten „exzellenten vierten Quartal“ überzeugte. Der Ausblick auf 2013 traf zudem weitgehend die Erwartungen.

          Beiersdorf geben dagegen um 1,5 Prozent nach. Zwar konnte der Kosmetikkonzern 2012 seinen Gewinn steigern, verfehlte aber die durchschnittliche Analystenprognose. Zudem liegt die Dividende von 0,70 Euro je Aktie laut einem Händler unter den Erwartungen.

          Rentenmarkt tendiert uneinheitlich

          Der deutsche Rentenmarkt tendiert am Dienstag uneinheitlich. Der richtungweisende Terminkontrakt auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, gewinnt 3 Basispunkte auf 145,42 Prozent, der kürzer laufende Bobl-Future 2 Basispunkte auf 127,70 Prozent.

          Marktteilnehmer sprechen von einer Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau - ausgelöst von der politischen Unsicherheit in der Eurozone. „Das Momentum in Europa kommt trotz aller monetärer Stimulation nicht in Fahrt“, sagt Jan Bottermann, Chefvolkswirt der National-Bank. Grund sei der enge Zusammenhang zwischen Unsicherheit und Konjunktur: „Der Erfahrung nach legt sich die Unsicherheit über den zukünftigen Kurs in der Europapolitik wie Mehltau über die Wirtschaft“, ergänzt er.

          Die Analysten von HSBC Trinkaus verweisen auf negative Divergenzen von RSI und MACD im Stundenbereich. „In dieser Gemengelage dürften sich die historischen Hochstände bei 146,17 bis 146,89 Prozent als zu hohe Hürden darstellen“, meinen die technischen Analysten der Bank.

          Euro leicht erholt über 1,30 Dollar

          Der Euro hält sich am Dienstag über der Marke von 1,30 Dollar. Im frühen asiatischen Handel kletterte die Gemeinschaftswährung bis auf 1,3046 Dollar. Zuletzt wurde sie etwas schwächer bei 1,3040 notiert. Mit dem Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor wird in der Eurozone am Vormittag ein wichtiger Stimmungsgradmesser veröffentlicht. Die Zeichen dürften weiter auf Abschwung stehen. Experte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank rechnet jedoch nicht damit, dass die Zahlen am Devisenmarkt für große Bewegung sorgen. „Wenn nicht aus den Vereinigten Staaten neue Impulse kommen, könnte es wieder ein langweiliger Tag werden.“ Erst die EZB-Sitzung am Donnerstag verspreche wieder Spannung im Euroraum.

          Chinesische Immobilienaktien machen Erholung an asiatischen Aktienbörsen nicht mit

          Auf breiter Front erholt zeigen sich die Börsen in Ostasien nach dem misslungenen Wochenauftakt am Dienstag. Die Stimmung wird gestützt von guten Vorgaben der amerikanischen Börsen. Auch in Schanghai geht es mit dem Index wieder nach oben, wenngleich er sich von seinem Vortageseinbruch - dem stärksten seit August 2011 - nur zu einem Teil erholt.

          Nachdem am Vortag neue staatliche Maßnahmen zur Dämpfung des Preisauftriebs im Immobiliensektor für empfindliche Verluste gesorgt hatten, ziehen die Akteure an den chinesischen Finanzmärkten nun neue Hoffnung aus den Aussagen des scheidenden Ministerpräsidenten Wen Jiabao zum Auftakt des Nationalen Volkskongresses. Wen bestätigte das offizielle Wachstumsziel Chinas von 7,5 Prozent wie auch das erwartete Haushaltsdefizit von 1,2 Billionen Yuan (192 Milliarden Dollar) nach 800 Milliarden Yuan 2012.

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