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Veröffentlicht: 11.06.2014, 06:23 Uhr

Berlin Friedrichshain-Kreuzberg wird „Essbarer Bezirk“

Im „Schlaraffenland“ wachsen einem die Trauben in den Mund. So ähnlich soll es auch im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg werden. Bei Neupflanzungen bevorzugen die Behörden in Zukunft essbare Pflanzen.

© dpa Der Prinzessinnengarten am Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg

Der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg will zum „Essbaren Bezirk“ werden. Bei Neupflanzungen in allen öffentlichen Grünanlagen des Bezirks, an Schulen, Sportplätzen und öffentlichen Gebäuden wird in Zukunft essbaren Pflanzen der Vorzug gegeben, teilte das Bezirksamt am Dienstag in Berlin mit. Nach Empfehlung einer eigens eingesetzten Expertenkommission eigneten sich Nussbäume und Haselnusssträucher aufgrund ihrer robusten Eigenschaften besonders für Straßen.

Apfel-, Quitten-, Birnbäume oder die aus der Balkanregion stammende Kirschpflaume (türkisch: Can Erik) werden für Parks, Schulgärten oder Einrichtungen wie Kinderbauernhöfe empfohlen. Zudem seien auch Stauden und Obststräucher wie Schlehe, Holunder, Johannisbeere oder Apfelbeere gut geeignet.

Mit dem Projekt „Essbarer Bezirk“ solle die Vielfalt der Pflanzen befördert werden, teilte Friedrichshain-Kreuzbergs Bau-Stadtrat Hans Panhoff (Bündnis 90/Die Grünen) mit. „Diese Bio-Diversität bedeutet etwa für unsere Parks, dass dort heimische Obstbaumsorten, die nicht länger EU-Kriterien entsprechen, weiter angepflanzt werden können.“ Das führe zum Erhalt der Sortenvielfalt.

Besonders an Schulen und anderen pädagogischen Einrichtungen sollen essbare Pflanzen und Stauden eingesetzt werden, so Panhoff. Ziel sei es, dass die Kinder dort künftig Obst ernten können. „Es wird für viele Stadtkinder eine positive Erfahrung sein, dass Obst und Gemüse nicht nur im Laden liegen, sondern dass man es selbst anbauen und ernten kann“, sagte der Bau-Stadtrat.

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