Home
http://www.faz.net/-gqe-11zq7
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Samstag, 11. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Ackermanns Bank Keine Enttäuschung, aber auch keine Euphorie

05.02.2009 ·  Die Zahlen des Branchenprimus waren ernüchternd: Die Deutsche Bank erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Verlust nach Steuern von 3,9 Milliarden Euro. Der Januar wiederum lief relativ gut. So gilt das Fazit: Ackermann hat nicht enttäuscht, aber auch keine Euphorie geweckt.

Von Gerald Braunberger
Artikel Lesermeinungen (1)

Es kann nur besser werden. Nach dieser Devise hat Josef Ackermann die diesjährige Bilanzpressekonferenz der Deutschen Bank behandelt. Mögen andere Investmentbanken im Jahr 2008 noch deutlich schlechter abgeschnitten haben als die Deutsche Bank, so sind doch auch die Zahlen des deutschen Branchenprimus ernüchternd gewesen.

Der Verlust nach Steuern beläuft sich auf 3,9 Milliarden Euro. Alleine der Geschäftsbereich „Corporate Banking & Securities“, in dem sich weite Teile des Invetmentbanking befinden, hat das vergangene Jahr mit einem Verlust von 8,5 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 4,2 Milliarden Euro im Jahr 2007 abgeschlossen. Ackermann hat daraufhin die Notbremse gezogen und das Geschäft in Teilen des Investmentbanking deutlich zurückgefahren.

Verhaltene Reaktion der Börse

Damit nimmt sich die Bank zwar auch künftiges Ertragspotential, aber Ackermann ist zu Recht nicht länger bereit, die damit verbundenen Risiken zu tragen. Die Deutsche Bank sieht sich nach eigener Einschätzung angesichts überschaubarer Risiken und einem sehr großen Bestand an Liquidität für ein Bankenjahr 2009 gerüstet, das für die gesamte Branche wiederum nicht einfach werden dürfte.

Auf Staatshilfen glaubt sie weiter verzichten zu können. Der Januar ist nach Ackermanns Worten sehr gut gelaufen; Rückschlüsse für das Gesamtjahr lassen sich daraus aber noch nicht ziehen. Dementsprechend verhalten hat auch die Börse reagiert: Ackermann hat nicht enttäuscht, aber auch keine Euphorie geweckt.

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Einknicken der Euro-Retter

Von Holger Steltzner

Das Leben auf Pump geht weiter: Der Süden druckt einfach das Geld, das er für Rechnungen braucht. Warum soll sich Griechenland ändern, wenn es doch immer wieder neue Kredite gibt? Mehr 57 152

10.02.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.692,96 −1,41%
 OK
10.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.692,96 −1,41%
FAZ-INDEX 1.495,13 −1,32%
TecDAX 769,89 −0,43%
MDAX 10.249,10 −1,04%
SDAX 4.985,13 −0,71%
REX 421,06 −0,02%
Eurostoxx 50 2.480,76 −1,65%
F.A.Z. EURO INDEX 80,01 −1,60%
Dow Jones 12.801,20 −0,69%
Nasdaq 100 2.547,32 −0,65%
S&P500 1.342,64 −0,69%
Nikkei225 8.947,17 −0,61%
EUR/USD 1,3195 −0,67%
Rohöl Brent Crude 117,61 $ −0,91%
Gold 1.711,50 $ −2,09%
Bund Future 138,62 € +1,01%