Home
http://www.faz.net/-gqe-725ft
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Absatzkrise Opel verhandelt über Kurzarbeit

Der Autobauer Opel plant angesichts der Flaute auf dem europäischen Automarkt für einen Teil seiner Beschäftigten Kurzarbeit. Verhandelt wird über Arbeitsverkürzung in den Werken Rüsselsheim und Kaiserslautern.

© dpa Vergrößern Die Beschäftigten bei Opel sollen schon kurzfristig über das Ergebnis der Verhandlungen informiert werden

Opel will mit Kurzarbeit auf den Nachfrageeinbruch reagieren. Das Unternehmen nahm nach eigenen Angaben Verhandlungen mit dem Betriebsrat und der IG Metall über Kurzarbeit und Arbeitsverkürzung in den Werken Rüsselsheim und Kaiserslautern auf. Grund sei die sich verschlechternde Marktsituation in Europa, sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag in Rüsselsheim und bestätigte einen Bericht der „Mainzer Allgemeinen Zeitung“.

Für das in Rüsselsheim produzierte Mittelklassemodell Insignia seien die südeuropäischen Märkte besonders wichtig, sagte der Sprecher. Da in der Region keine schnelle Besserung in Sicht sei, müsse über Alternativen wie Kurzarbeit nachgedacht werden. Zudem verhandele das Management über Kurzarbeit im Motoren- und Getriebewerk in Kaiserslautern. Ein Ergebnis der Gespräche mit Betriebsrat und Gewerkschaft sei kurzfristig zu erwarten.

Mehr zum Thema

Opel leidet besonders unter der Absatzkrise in Europa. Im zweiten Quartal hatte die GM-Europa-Tochter 361 Millionen Euro Verlust eingefahren - der amerikanische Autokonzern hat in den vergangenen zehn Jahren in Europa insgesamt 14 Milliarden Dollar verloren.

Opel und Peugeot verhandeln derzeit nach Informationen der F.A.Z. über einen engen Produktionsverbund. Geplant ist eine gemeinsame Mittelklasselimousine, die federführend bei General Motors in Detroit konstruiert wird. Wie einige andere traditionsreiche Automarken steht Opel momentan am Scheideweg.

Seit Jahren wird der Autobauer nun schon saniert, die Debatte um Werksschließungen kocht aber immer wieder hoch. Genannt wird dabei immer wieder die Fabrik in Bochum. Kurzarbeit ist allerdings nach Einschätzung des Betriebsrats derzeit dort kein Thema. Das Werk sei gut ausgelastet und arbeite in drei Schichten an fünf Tagen in der Woche, sagte der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel am Donnerstag. In der kommenden Woche sollen jedoch die Verhandlungen über eine Standortsicherung fortgesetzt werden.

Opel beschäftigt in Rüsselsheim rund 13.000 Mitarbeiter. Im Werk Kaiserslautern arbeiten rund 2.500 Menschen.

Quelle: FAZ.NET mit Reuters, DAPD, dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Opel-Gesamtbetriebsratschef Wir sind wieder die Gewinner

In schwerer Zeit wurde Wolfgang Schäfer-Klug bei Opel zum obersten Arbeitnehmervertreter gewählt. Nun sieht er die Marke mit dem Blitz auf der Überholspur und nennt neue Stellen ein Dauerthema. Mehr

21.01.2015, 14:26 Uhr | Rhein-Main
Opel Bochumer Werk schließt

Der Opel-Aufsichtsrat schließt das Werk in Bochum nach 52 Jahren. 3.000 Mitarbeiter verlieren ihre Arbeitsplätze und hoffen nun auf eine Neuanstellung oder die Übernahme in Transfergesellschaften. Mehr

05.12.2014, 13:40 Uhr | Wirtschaft
Plädoyer für TTIP Freier Markt für Autobauer

Das Chlor-Hühnchen hat das Interesse am Freihhandelsabkommen TTIP geweckt. Die Autobranche sorgt sich nun, dass der Widerstand zu groß wird. Mehr

28.01.2015, 13:30 Uhr | Wirtschaft
Bundesweiter Ausstand Metaller starten Warnstreikwelle

In der Metall- und Elektroindustrie haben bundesweit die ersten Warnstreiks begonnen. Kurz nach Mitternacht traten tausende Beschäftigte vorübergehend in den Ausstand - weitere Streiks sollen folgen. Mehr

29.01.2015, 10:36 Uhr | Wirtschaft
Aufruhr bei Daimler  Betriebsrat soll nach Äußerungen zu Charlie Hebdo Amt aufgeben

Ein Angehöriger des Daimler-Betriebsrats verteidigt die Terroristen, die "Charlie Hebdo" angegriffen haben. Nun droht ihm die Amtsenthebung. Mehr Von Susanne Preuß

23.01.2015, 13:47 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 16.08.2012, 08:55 Uhr

Riskantes Betongold

Von Michael Psotta

Die attraktiven Immobilienobjekte in Deutschland sind rar und vor allem teuer. Außerhalb der Großstadtgrenzen steigt das Risiko einer Fehlinvestition. Wer trotzdem sein Geld geschickt anlegen will, muss nicht unbedingt Wohnungen kaufen. Mehr


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --
Umfrage

Soll Griechenland aus dem Euro ausscheiden?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

Grafik des Tages Geldmaschine Real Madrid

Der umsatzstärkste Fußballclub ist ein spanischer. Viel Geld verdienen auch britische Vereine. Aus Deutschland schafft es in dieser Rangfolge nur einer unter die ersten zehn. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden