10.09.2009 · Vor sieben Jahren unterhielt die Bundesbank deutschlandweit noch 118 Filialen. Inzwischen ist die Zahl auf 47 gesunken. Nun denkt der Vorstand an weitere Standortschließungen. Endgültig beschlossen sei aber noch nichts.
Die Deutsche Bundesbank will zur Kostensenkung bis Ende 2012 rund ein Drittel ihrer Filialen in Deutschland schließen. „Wir wollen im Bargeldbereich effizienter werden“, sagte ein Bundesbank-Sprecher am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht der „Welt“. Nach den Plänen des Vorstandes sollen 13 von 47 Filialen geschlossen beziehungsweise zusammengelegt werden. Der Prozess werde sozialverträglich ohne betriebsbedingte Kündigungen ablaufen. In den Standorten arbeiten nach Bundesbank-Angaben rund 800 Mitarbeiter.
Betroffen sind die Standorte Aachen, Augsburg, Bayreuth, Bremen, Cottbus, Dresden, Duisburg, Flensburg, Gießen, Kassel, Kiel, Lübeck und Meiningen sowie die Betriebsstätte in Lörrach.
Seit Jahren verkleinert die Notenbank ihr Filialnetz, nachdem sie mit der Euro-Einführung viele Aufgaben an die Europäische Zentralbank abgegeben hatte und die Nachfrage in den Filialen sank. Sie sind vor allem für die Bargeldbearbeitung zuständig. Sie versorgen Banken und Einzelhändler mit Bargeld, nehmen Münzen und Scheine entgegen und überprüfen sie auf Fälschungen und Schäden. Verbraucher können in den Filialen auch D-Mark-Banknoten und -Münzen in Euro umtauschen.
Die Zahl der Standorte lag Ende 2002 bundesweit noch bei 118 und ist seitdem auf 47 gesunken. Dadurch spart die Notenbank nach früheren Angaben jährlich rund 280 Millionen Euro.
Bislang handelt es sich nach Angaben des Sprechers nur um Pläne des Vorstandes, einen Beschluss gebe es noch nicht. Grund für den Schritt sei auch, dass die Bundesbank für die Bargeldsortierung neue Maschinen eingeführt habe. „Dadurch kann jede Filiale mehr Bargeld bearbeiten als früher, so dass es Überkapazitäten gibt, die wir jetzt reduzieren.“ Zudem setze die Bundesbank Regeln der Europäischen Union um, die vorsehen, dass die Notenbank private Unternehmen stärker am Geschäft mit Bargeld beteiligt.
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