Die hohen Engagements, die unter den europäischen Banken vor allem Banco Santander mit 2,3 Milliarden Euro, aber auch HSBC, Natixis und einige Schweizer Privatbanken bei dem mutmaßlichen Betrüger Bernard Madoff eingegangen sind, verwundern. Sie sind ein weiteres Armutszeugnis für die in der Finanzkrise ohnehin gebeutelten und nun ein weiteres Mal für ihren Leichtsinn bestraften Banken.
Warnsignale, dass bei Madoff manches im Argen liegen könnte, gab es genug. Neben einer ungewöhnlich konstanten Rendite in guten und in schlechten Jahren haben die Fonds von Madoff offensichtlich Kontrolldefizite. Dazu muss noch nicht gehören, dass sich Madoff von einem kleinen, weitgehend unbekannten Wirtschaftsprüfer testieren ließ. Schwerer wiegt, dass er offenbar grundlegende Standards verletzt hat.
So gab es keinen unabhängigen Verwaltungsrat und keine von den Fondsmanagern unabhängige Bewertung der Anlagepositionen. Da Hedge-Fonds risikoreiche, vom Gesetzgeber unregulierte Gebilde sind, ist es Aufgabe der Anleger, auf die Einhaltung dieser Standards zu dringen. Dieser Pflicht scheinen auch die europäischen Banken nicht nachgekommen zu sein. Das ist eine weitere Belastung für das Vertrauen in ihre Anlagekompetenz.
Und die Wirtschaftsprüfer...
michel firholz (rin67630)
- 16.12.2008, 14:06 Uhr
Madoff muss man haben
franz Ujvar (ujvar)
- 23.12.2008, 21:01 Uhr
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.522,70 | +0,55% |
| EUR/USD | 1,2481 | −0,48% |
| Rohöl Brent Crude | 106,85 $ | −0,38% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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