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F.A.S. exklusiv : 493 Milliarden für die Rente

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Was wird aus der Rente? Bild: dpa

Finanzminister Olaf Scholz hat einen Vorschlag zur Rente gemacht bis zum Jahr 2040. Ein Fachmann hat für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung nachgerechnet, wie dieses Vorhaben bezahlt werden könnte.

          Die Vorschläge von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) für ein stabiles Rentenniveau von 48 Prozent kosten unvorstellbare Summen. Bis zum Jahr 2040 müssten dafür 493 Milliarden Euro aufgewendet werden, 50 Milliarden allein im Jahr 2040.

          Das haben Berechnungen des renommierten Rentenökonomen Axel Börsch-Supan für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung ergeben. Würde der Plan allein über höhere Rentenbeiträge finanziert, müsste der Beitrag bis 2040 auf 25,6 Prozent steigen. Heute liegt er bei 18,6 Prozent.

          Würden die Kosten über mehr Steuerzuschüsse bezahlt, drohten Steuererhöhungen. Würde man dafür die Mehrwertsteuer anheben, müsste sie von heute 19 auf 22 Prozent steigen. Möglich, aber derzeit politisch schwer durchsetzbar wäre zur Finanzierung auch ein späterer Rentenbeginn. Um ein Rentenniveau von 48 Prozent zu gewährleisten, dürfte der Ruhestand erst mit etwa 70 Jahren beginnen. Bisher sind 67 Jahre festgeschrieben.

          Merkel, Seehofer und Scholz treffen sich

          Die Diskussion darüber tobt gerade im politischen Berlin. Während sich die SPD in den vergangenen Tagen und auch an diesem Wochenende hinter ihren Minister gestellt hat, gibt es Kritik von Seiten der Union. An diesem Samstagabend wollen sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU), CSU-Chef und Innenminister Horst Seehofer und Scholz treffen und den Streit beilegen.

          „Die Probleme sind riesig, die wir heute Abend besprechen“, sagte Seehofer auf dem Tag der offenen Tür der Bundespressekonferenz, dem Zusammenschluss der Hauptstadtjournalisten in Berlin. „Wir haben gerade was die Zukunft der Rente betrifft, einiges aufzulösen. Vielleicht werden wir nicht alles sofort auflösen. Aber ich glaube, wir werden wesentliche Schritte vorankommen“, ergänzte er. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wollte direkt nach der Rückkehr von einer dreitägigen Kaukasusreise am Abend im Kanzleramt zunächst wie üblich mit Seehofer zu einer Unions-Vorbesprechung zusammenkommen.

          „Wir werden wie verabredet eine Sicherungsgarantie für das Rentenniveau bis zum Jahr 2025 abgeben, und das schon sehr bald“, versicherte SPD-Chefin Andrea Nahles derweil in einem Interview des Deutschlandfunks. Zugleich bekräftigte die frühere Arbeitsministerin die Forderung nach einer Sicherung des Rentenniveaus bis zum Jahr 2040 und warnte die Koalitionspartner CDU und CSU davor, eine längere  Lebensarbeitszeit ins Auge zu fassen. „Eine Sicherheitsgarantie macht nur Sinn, wenn man gleichzeitig nicht das Renteneintrittsalter erhöht!“

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