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Vereinigte Staaten : Trump kündigt Auflösung seiner eigenen Stiftung an

  • Aktualisiert am

Donald Trump will seine Stiftung auflösen. Bild: AP

Wegen möglicher Interessenskonflikte hat Donald Trump angekündigt, seine umstrittene Stiftung abzuwickeln. Die Staatsanwaltschaft stemmt sich gegen den Schritt – denn sie hat mit der Stiftung noch etwas zu klären.

          Der künftige amerikanische Präsident Donald Trump hat die Auflösung seiner Wohltätigkeitsstiftung angekündigt. Er wolle nicht, dass die gute Arbeit der Stiftung mit einem möglichen Interessenkonflikt in Verbindung gebracht werde, erklärte Trump. Deshalb habe er sich entschlossen, sein „starkes Interesse an wohltätiger Arbeit auf anderem Weg zu verfolgen“.

          Trump steht im Verdacht, die Stiftung für seine persönlichen Belange missbraucht zu haben. Die „Washington Post“ berichtete, Trump habe Stiftungsgelder für den Kauf von Gemälden und für die finanzielle Beilegung seiner Rechtsstreitigkeiten zweckenfremdet. Nach Informationen der Zeitung hat der künftige Präsident zudem seit dem Jahr 2008 nicht mehr selbst an die Stiftung gespendet. Diese sei seither komplett auf Spenden von anderer Seite angewiesen.

          Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft erklärte, Trump könne seine Stiftung nicht abwickeln, solange Ermittlungen gegen sie liefen. "Die Trump Foundation ist noch immer Gegenstand von Ermittlungen dieser Staatsanwaltschaft und kann nicht rechtmäßig aufgelöst werden, bis die Ermittlungen abgeschlossen sind", sagte die Sprecherin.

          Derzeit ermittelt die Justiz des Bundesstaats New York gegen Trumps Stiftung. Im Oktober untersagte Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman der Stiftung, weiterhin Spenden einzutreiben. Demnach hat die Stiftung versäumt, sich entsprechend der Vorschriften bei der zuständigen Behörde des Bundesstaates registrieren zulassen.

          Auch habe die Trump Foundation nie die vorgeschriebenen Informationen über ihre Finanzaktivitäten an die Behörde geliefert. Schneidermans Sprecherin Amy Spitalnick wies nun darauf hin, dass Trump seine Stiftung nicht auflösen könne, solange die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien.

          Die Kontroverse um die Stiftung ist nur ein Teil der Debatte um mögliche Konflikte zwischen Trumps künftiger Rolle als Präsident und seinen bisherigen Geschäftsinteressen. Auf einer Pressekonferenz Mitte Dezember wollte er ursprünglich seine Pläne für einen Rückzug aus seinen Geschäften darlegen, um mögliche Interessenkonflikte nach seinem Amtsantritt als Präsident am 20. Januar zu vermeiden. Kurz vorher verschob Trump den Termin jedoch, ein neues Datum nannte er nicht.

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