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Van Gogh aus dem 3D-Drucker Fälschen leichtgemacht

 ·  Das Amsterdamer Van-Gogh-Museum macht sich einen Namen als Fälscher-Museum: Die Meisterwerke des Künstlers lässt sich das Haus von einem 3D-Drucker kopieren und bessert damit den Haushalt aus.

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Eine Fälschung ist eine Fälschung ist eine Fälschung. Stimmt das? Nur kurz nach dem Beltracchi-Skandal in Deutschland und mitten im Glafira-Rosales-Fall in den Vereinigten Staaten werden an einem anderen Schauplatz in Amsterdam Van-Gogh-Kopien im Stundentakt hergestellt. Ein weiterer Skandal? Keineswegs! Es handelt sich um die ausgeklügelte Idee eines findigen Museumsdirektors, der Geld für die Renovierung seines Hauses benötigt. Die Lösung für die Finanzprobleme seines Museums kommt frisch aus dem 3D-Drucker. In Zusammenarbeit mit Fujifilm hat das Amsterdamer Van-Gogh-Museum ein hochauflösendes Scan- und Druckverfahren entwickelt, das plastische Klone der berühmten Werke des holländischen Malers herstellt. Axel Rüger, der Direktor des Museums, ist begeistert: Es handele sich um eine neue Generation der Kunstreproduktion. Für Laien ließen sich die Bilder kaum mehr von den Originalen unterscheiden.

Neben den berühmten „Sonnenblumen“ von 1889 wurden bislang die Gemälde „Weizenfeld unter einem Gewitterhimmel“ aus dem Jahr 1890, „Mandelblüte“ von 1890, „Die Ernte“ von 1888 und „Boulevard de Clichy“ aus dem Jahr 1887 eins zu eins reproduziert - Rückseite und Rahmen eingeschlossen. Weitere Gemälde aus der Sammlung des Museums sollen nun folgen. Mit drei Stück pro Tag produziert die neue Technologie schneller, als Beltracchi seinen Pinsel in Farbe tunken kann. Für rund 25000 Euro ist der ausgedruckte Van Gogh zu haben. Geplant ist eine Auflage von 260 sogenannter „Relievos“ pro Gemälde. In einem Hongkonger Einkaufszentrum wurden die „Fälschungen“ vor vier Wochen zum ersten Mal angeboten - und alle verkauft. Andere Institutionen bekunden jetzt Interesse am Konzept des Amsterdamer Museums, das sich mit der 3D-Drucker-Firma einen Exklusivvertrag über drei Jahre gesichert hat. Die schwierige finanzielle Situation zwinge viele Museen dazu, über neue Produkte, neue Einkommensfelder nachzudenken, sagt Rüger. Repro-Poster, Kühlschrankmagnete und bedruckte Kaffeetassen aus den Museumsshops gelten im Van-Gogh-Museum nun als altbackener Krimskrams. Um eine Verwechslung der 3D-Kopien mit den Originalen auszuschließen, werden die Klone natürlich sorgfältig numeriert und von Kuratoren auf ihre Falschheit geprüft. Sicher ist sicher.

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