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Usama Bin Ladin getötet „Eine unmissverständliche Botschaft“

 ·  Der Führer des Terrornetzes Al Qaida ist tot. Der amerikanische Präsident Barack Obama verkündete in Washington, Usama Bin Ladin sei bei einer Kommandoaktion amerikanischer Spezialkräfte in Pakistan ums Leben gekommen. Offenbar wurde der Terrorist schon auf See beigesetzt.

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Der Kopf des Terrornetzes Al Qaida, Usama Bin Ladin, ist tot. Der amerikanische Präsident Barack Obama teilte in einer Fernsehansprache mit, dass Bin Ladin am Sonntag bei einer Kommandoaktion des amerikanischen Militärs in Pakistan getötet worden sei: „Der Gerechtigkeit wurde Genüge getan.“ Pakistan habe die Vereinigten Staaten dabei unterstützt, Bin Ladin aufzuspüren.

Auch die pakistanische Regierung bestätigte den Tod Bin Ladins, der als Drahtzieher der Terroranschläge im September 2001 in den Vereinigten Staaten gilt, bei denen fast dreitausend Menschen um Leben kamen. Obama zufolge erhielt er im August 2010 erste Hinweise auf den Unterschlupf Bin Ladins. In der vergangenen Woche habe er ausreichend Informationen gehabt und sich entschlossen zu handeln, sagte Obama.

Jubel in Washington

Jubelnde Menschen feierten den Tod Bin Ladins auf den Straßen der amerikanischen Hauptstadt. Die Nachricht zog am späten Sonntagabend Hunderte Amerikaner ins Stadtzentrum. Mit wehenden Flaggen zogen sie singend und tanzend ums Weiße Haus.

Autoschlangen verstopften noch während Obamas Ansprache die Zufahrtswege in die Metropole. Die Sicherheitskräfte waren in höchster Alarmbereitschaft. Obama hatte seine Ansprache kurzfristig angesetzt. Bevor er sprach hatte der Fernsehsender CNN die Nachricht über den Tod des Al-Qaida-Führers verbreitet. (Siehe auch: Nach Bin Ladins Tod: Feiern auf Washingtons Straßen)

Militäraktion mit Hubschraubern

Wie eine Sprecherin des pakistanischen Außenministeriums in Islamabad mitteilte, sei die Militäroperation im nordpakistanischen Abbottabad von amerikanischen Einsatzkräften durchgeführt worden. Der Tod Bin Ladins sei ein „wichtiger Rückschlag für Terrororganisationen rund um den Globus“, so die Sprecherin weiter. Gleichzeitig zeige die Aktion die „Entschlossenheit der internationalen Gemeinschaft einschließlich Pakistans“ den Terror weltweit bekämpfen und besiegen zu wollen.

Zuvor hatte bereits der pakistanische Geheimdienst ISI die Tötung Bin Ladins bestätigt. Er sei in der Nacht von Sonntag auf Montag bei einer gemeinsamen Operation amerikanischer und pakistanischer Sicherheitskräfte in Abbottabad, mehr als 60 Kilometer nördlich von Islamabad, getötet worden, sagte ISI-Chef Ahmed Shuja Pasha im pakistanischen Fernsehen. Angeblich soll Bin Ladin durch Schüsse in den Kopf getötet worden sein.

Auch ein Sohn Bin Ladins und drei seiner Wachleute seien ums Leben gekommen. Die drei Ehefrauen Bin Ladins, sechs weitere Söhne sowie vier enge Mitstreiter seien festgenommen worden.

An der Militäraktion seien vier Helikopter beteiligt gewesen, wovon einer aber anscheinend abgestürzt sei, nachdem vom Boden aus das Feuer eröffnet worden war, berichtete ein pakistanischer Geheimdienstmitarbeiter.

Bin Ladin soll in einem festungsartig gesicherten Gebäude praktisch unter den Augen des pakistanischen Militärs gelebt haben, das in der Nähe des Anwesen eine Akademie unterhält. Lange Zeit war vermutet worden, dass sich Bin Ladin in den Bergen entlang der Grenze zwischen Afghanistan und Pakistan versteckt hält.

Leichnam angeblich schon auf See bestattet

Der Leichnam Bin Ladins soll inzwischen schon auf See bestattet worden sein. Dies verlautete am Montag aus amerikanischen Regierungskreisen. Genauere Angaben zum Ort wurden nicht gemacht. Zuvor hatten Regierungsbeamte erklärt, der Leichnam werde gemäß der islamischen Tradition behandelt. Demnach müsse der Tote innerhalb von 24 Stunden beigesetzt werden.

Ein Regierungsbeamter, der nicht genannt werden sollte, sagte, es wäre schwierig geworden, ein Land zu finden, das zur Aufnahme der sterblichen Überreste Bin Ladins bereit gewesen wäre. Daher sei die Entscheidung für eine Bestattung auf See gefallen.

Anschlag auf Moschee

Stunden nach dem Einsatz gegen Bin Ladin ging im Nordwesten Pakistans in einer auf einem Polizeigelände stehenden Moschee eine Bombe hoch, die nach offiziellen Angaben drei Polizisten tötete. Zunächst war unklar, ob ein Zusammenhang mit dem Tod bin Ladens bestand. Die pakistanischen Taliban drohten mit Vergeltung.

George W. Bush gratuliert

Der ehemalige Präsident George W. Bush gratulierte seinem Nachfolger Obama, nachdem er vom Tod Bin Ladins erfahren hat. Obama habe ihn angerufen und gesagt, dass amerikanische Truppen Bin Laden getötet hätten, teilte Bush mit.

„Dieser bedeutsame Erfolg markiert einen Sieg für Amerika, für die Menschen, die nach Frieden auf der Welt streben, und für all diejenigen, die Angehörige am 11. September 2001 verloren haben“, sagte Bush. Die Vereinigten Staaten „haben eine unmissverständliche Botschaft gesandt: Egal wie lange es dauert, der Gerechtigkeit wird Genüge getan“, sagte der frühere Präsident.

Die Vereinigten Staaten haben nach der Mitteilung vom Tod des Al-Qaida-Führers vor möglichen Vergeltungsmaßnahmen des Terrornetzes gewarnt und ihre Botschaften weltweit in Alarmbereitschaft versetzt.

Merkel: „Erfolg für die Kräfte des Friedens“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) riefen am Montag zu fortgesetzter Wachsamkeit auf. Die Kanzlerin ließ erklären, die „Kräfte des Friedens“ hätten einen Erfolg errungen, besiegt sei der internationale Terrorismus damit allerdings noch nicht. „Wir alle werden wachsam bleiben müssen“, sagte sie. Zugleich äußerte sie sich erleichtert über den Tod Bin Ladins. Dieser sei verantwortlich gewesen für den Tod tausender unschuldiger Menschen.

Westerwelle schloss nicht aus, dass Vergeltungsschläge der Terroristen drohen könnten. Eine wehrhafte Demokratie sei deshalb umso wichtiger. „Wir müssen weiter wachsam sein“, sagte er. Auch am Afghanistaneinsatz der Bundeswehr hält Westerwelle fest. Ziel sei es, zu verhindern, dass dort wieder ein Rückzugsgebiet für Terrorismus entstehe. Das diene auch direkt dem Schutz der Bürger in Deutschland.

Westerwelle sagte, Bin Ladin sei „einer der brutalsten Terroristen der Welt“ gewesen und habe das Leben von Tausenden unschuldigen Menschen auf dem Gewissen. Sei Tod sei eine „gute Nachricht für alle friedliebenden und freiheitlich denkenden Menschen in der Welt“.

Karzai: Taliban sollen Lehren aus Tod Bin Ladins ziehen

Der afghanische Präsident Hamid Karzai bezeichnete den Tod Bin Ladins als Strafe für dessen Taten und rief die Taliban zum Umdenken auf. Bin Ladin sei vor und nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in Amerika auch für den Tod Tausender Afghanen verantwortlich, sagte Karzai am Montag in einer Rede vor Regionalpolitikern in Kabul. Die Taliban rief er dazu auf, Lehren aus dem Tod Bin Ladins zu ziehen und sich dem Friedens- und Versöhnungsprozess im Land anzuschließen.

Gleichzeitig erneuerte Karzai seine Forderung an Nato und internationale Gemeinschaft, sich im Kampf gegen den Terrorismus verstärkt auf Pakistan zu konzentrieren und in Afghanistan Zurückhaltung zu wahren. Bin Ladin sei im Nachbarland entdeckt und getötet worden. Daher dürfe dieser Kampf nicht „in unseren Häusern und Dörfern“ stattfinden, so der afghanische Staatschef.

Der ehemalige Taliban-Funktionär Abdul Salam Saeef erklärte unterdessen, der Tod Bin Ladins werde keinen Einfluss auf den Kampf der Aufständischen gegen die internationalen Truppen in Afghanistan haben. Das sei ein „von Afghanen geführter Krieg“. Zudem zeige die Tötung Bin Ladins in Pakistan, dass die Präsenz ausländischer Truppen in Afghanistan „ungerechtfertigt“ sei, sagte Saeef, der während des Taliban-Regimes Botschafter in Pakistan war.

Bin Ladin gilt als der Kopf hinter den schlimmsten Terroranschlägen, unter an anderem auf das World Trade Center am 11. September 2001. Zudem gilt er als Drahtzieher der Bombenanschläge auf die amerikanische Botschaften in Nairobi (Kenia) und Dharessalam (Tansania).

Der amerikanische Präsident betonte, dass mit dem Tod Bin Ladins der Kampf gegen den Terrorismus nicht zu Ende sei. Er bekräftigte, dass sich die Amerikaner nicht im Krieg mit dem Islam befänden. „Wir sind es nicht und wir waren es nicht“, betonte Obama.

Barack Obamas Fernsehansprache im Wortlaut

„Heute kann ich dem amerikanischen Volk und der Welt mitteilen, dass die USA eine Operation durchgeführt haben, die Osama bin Laden getötet hat, den Führer der Al Qaida und einen Terroristen, der für den Mord an Tausenden von unschuldigen Männern, Frauen und Kindern verantwortlich ist.

Es ist fast zehn Jahre her, dass ein strahlender Septembertag durch den schlimmsten Angriff auf das amerikanische Volk in unserer Geschichte verdunkelt worden ist. Die Bilder vom 11. September haben sich in unser nationales Gedächtnis eingebrannt - entführte Flugzeuge, die durch einen wolkenlosen Septemberhimmel schneiden, die Zwillingstürme, die auf den Boden zusammenstürzen, schwarzer Rauch, der aus dem Pentagon aufsteigt, das Wrack von Flug 93 in Shanksville, Pennsylvania, wo die Handlungen heroischer Bürger noch mehr Herzerreißen und Zerstörungen verhindert haben.

Und doch wissen wir, dass die schlimmsten Bilder jene sind, die unsichtbar für die Welt geblieben sind. Der leere Platz am Esstisch. Kinder, die gezwungen waren, ohne ihre Mutter oder ihren Vater aufzuwachsen. Eltern, die niemals erleben würden, wie es sich anfühlt, von ihrem Kind umarmt zu werden. Fast 3000 Bürger wurden uns genommen, eine klaffende Lücke blieb in unseren Herzen zurück.

Am 11. September 2001, in unserer Zeit der Trauer, standen die Amerikaner Seite an Seite. Wir boten unseren Nachbarn die Hand, und wir boten den Verwundeten unser Blut. Wir erneuerten unsere Bande zueinander, bekräftigten unsere Liebe zur Gemeinde und zum Land. An diesem Tag, ganz gleich, woher wir kamen, zu welchem Gott wir beteten oder welcher Rasse wir angehörten, waren wir vereint wie eine amerikanische Familie.

Wir waren auch vereint in unserer Entschlossenheit, unsere Nation zu schützen und jene, die diese heimtückischen Attacken ausgeführt haben, zur Rechenschaft zu ziehen.“

Wir haben schnell herausgefunden, dass die Angriffe vom 11. September von Al Qaida ausgeführt wurden - einer Organisation unter Führung von Osama bin Laden, die öffentlich den USA den Krieg erklärt und sich verschworen hat, Unschuldige in unserem Land und rund um die Welt zu töten. Und so haben wir einen Krieg gegen Al Qaida begonnen, um unsere Bürger, unsere Freunde und Verbündeten zu schützen.

In den vergangenen zehn Jahren haben wir, dank der unermüdlichen und heroischen Arbeit unseres Militärs und unserer Terrorabwehr-Experten, große Fortschritte bei diesen Bemühungen erzielt. Wir haben Terrorattacken vereitelt und unseren Heimatschutz verstärkt. In Afghanistan haben wir die Taliban-Regierung beseitigt, die Bin Laden und Al-Qaida sichere Zuflucht und Unterstützung gewährt hatte, und rund um die Welt haben wir mit unseren Freunden und Verbündeten daran gearbeitet, Dutzende von Al-Qaida-Terroristen zu fassen oder zu töten, darunter mehrere, die am Komplott vom 11. September beteiligt waren.

Aber Osama bin Laden entkam der Festnahme und flüchtete über die afghanische Grenze nach Pakistan. Mittlerweile operierte Al-Qaida weiter von der Grenze aus und mit Hilfe von Verbündeten in verschiedenen Teilen der Welt.

Und so habe ich kurz nach meinem Amtsantritt Leon Panetta, den Direktor der CIA, angewiesen, die Tötung oder Gefangennahme Bin Ladens zur Toppriorität in unserem Krieg gegen Al-Qaida zu machen, während wir unsere breiteren Bemühungen fortsetzen, sein Netzwerk zu stören, auseinanderzunehmen und es zu besiegen.

Dann, im vergangenen August, nach Jahren akribischer Arbeit durch unsere Geheimdienste, wurde ich von einer möglichen Spur zu Bin Laden unterrichtet. Es war bei weitem nicht sicher, und es bedurfte vieler Monate, um die Sache wasserdicht zu machen. Ich habe mich wiederholt mit meinem nationalen Sicherheitsteam getroffen, während wir mehr Informationen über die mögliche Entdeckung Bin Ladens versteckt in einem Anwesen tief innerhalb von Pakistan gesammelt haben. Und schließlich, vergangene Woche, habe ich entschieden, dass wir über genügend geheimdienstliche Erkenntnisse verfügten, und ich habe grünes Licht für eine Operation gegeben, Osama bin Laden zu fassen und zur Rechenschaft zu ziehen.

Heute, auf meine Anweisung, starteten die USA eine gezielte Operation gegen das Anwesen in Abbottabad, Pakistan. Ein kleines Team von Amerikanern führte die Operation mit außergewöhnlichem Mut und außergewöhnlicher Fähigkeit aus. Kein Amerikaner kam zu Schaden. Sie achteten darauf, zivile Opfer zu vermeiden. Nach einem Feuergefecht töteten sie Osama bin Laden und nahmen seine Leiche in Gewahrsam.

Mehr als zwei Jahrzehnte lang ist Bin Laden der Führer der Al- Qaida und ihr Symbol gewesen, und er hat weiter Komplotte gegen unser Land und unsere Freunde und Verbündeten geschmiedet. Der Tod von Bin Laden stellt die bedeutendste Errungenschaft bis jetzt bei den Bemühungen unserer Nation dar, Al-Qaida zu besiegen.
Aber sein Tod stellt nicht das Ende unserer Bemühungen dar. Es gibt keinen Zweifel daran, dass Al-Qaida weiter Angriffe gegen uns anstreben wird. Wir müssen - und wir werden - daheim und in Übersee wachsam bleiben.

Während wir dies tun, müssen wir außerdem bekräftigen, dass die USA keinen Krieg gegen den Islam führen und niemals führen werden. Ich habe klargemacht, genauso wie Präsident Bush es kurz nach dem 11. September getan hat, dass sich unser Krieg nicht gegen den Islam richtet. Bin Laden war kein muslimischer Führer, er war ein Massenmörder von Muslimen. Tatsächlich hat Bin Laden eine große Zahl von Muslimen in vielen Ländern abgeschlachtet, darunter in unserem eigenen Land. So sollte sein Tod von allen begrüßt werden, die an Frieden und Menschenwürde glauben.

Im Laufe der Jahre habe ich wiederholt klargemacht, dass wir innerhalb von Pakistan handeln werden, wenn wir wissen, dass sich Bin Laden dort aufhält. Das ist es, was wir getan haben. Aber es ist wichtig festzuhalten, dass unsere Terrorabwehr-Zusammenarbeit mit Pakistan geholfen hat, uns zu Bin Laden und dem Anwesen zu führen, auf dem er sich versteckt hat. Tatsächlich hatte Bin Laden auch Pakistan den Krieg erklärt und Attacken gegen das pakistanische Volk angeordnet.

Heute Nacht habe ich Präsident Zardari angerufen, und mein Team hat auch mit seinen pakistanischen Kollegen gesprochen. Sie stimmen zu, dass dies ein guter und historischer Tag für unsere beiden Nationen ist. Und in die Zukunft blickend ist es wichtig, dass Pakistan weiter mit uns gegen Al-Qaida und dessen Verbündete kämpft.

Das amerikanische Volk hat diesen Kampf nicht gewählt. Er kam zu unserem Land und begann mit dem sinnlosen Abschlachten unserer Bürger. Nach fast zehn Jahren von Dienst, Kampf und Opfern kennen wir die Kosten des Kriegs gut. Diese Anstrengungen lasten auf mir jedes Mal, wenn ich als Oberbefehlshaber einen Brief an eine Familie unterzeichnen muss, die einen ihrer Lieben verloren hat, oder in die Augen eines Militärangehörigen blicken muss, der sehr schwer verletzt worden ist.

Also verstehen Amerikaner die Kosten von Krieg. Aber als ein Land werden wir es nie dulden, dass unsere Sicherheit bedroht ist, noch werden wir tatenlos zusehen, wenn unsere Menschen getötet worden sind. Wir werden unerbittlich bei der Verteidigung unserer Bürger und unserer Freunde und Verbündeten sein. Wir werden unseren Werten treu bleiben, die uns zu dem machen, was wir sind. Und in Nächten wie dieser können wir zu jenen Familien, die einen ihrer Lieben durch Al- Qaidas Terror verloren haben, sagen: Der Gerechtigkeit ist Genüge getan.

„Heute danken wir den unzähligen Geheimagenten und Terrorismusbekämpfern, die unermüdlich gearbeitet haben, um dieses Ergebnis zu erzielen. Das amerikanische Volk sieht weder ihre Arbeit noch kennt es ihre Namen. Aber heute Nacht spüren sie die Befriedigung ihrer Arbeit und sehen das Ergebnis ihrer Jagd nach Gerechtigkeit.

Wir danken den Männern, die diese Operation ausgeführt haben, denn sie stehen beispielhaft für den Professionalismus, Patriotismus und den unvergleichlichen Mut all derer, die unserem Land dienen. Und sie sind Teil einer Generation, die den schwersten Teil der Bürde seit jenem Septembertag getragen haben.

Schließlich versichere ich den Familien, die ihre Lieben am 11. September verloren haben, dass wir ihren Verlust niemals vergessen haben. Und auch nicht unsere Verpflichtung zu tun, was immer notwendig ist, um weitere Angriffe auf unser Land zu vereiteln.

Lasst uns heute Nacht an den Gemeinschaftssinn zurückdenken, der am 11. September geherrscht hat. Ich weiß, dass er sich zwischendurch auch abgenutzt hat. Die heutige Errungenschaft ist ein Zeugnis für die Großartigkeit unseres Landes und der Entschlossenheit des amerikanischen Volkes.

Die Absicherung unseres Landes ist noch nicht komplett. Aber heute Nacht haben wir einmal mehr daran erinnert, dass Amerika schaffen kann, was es anstrebt. Das gehört zu unserer Geschichte, ob es das Streben nach Wohlstand für unser Volk ist oder der Kampf für Gleichheit für alle unsere Mitbürger, ob die Entschlossenheit, uns für unsere Werte im Ausland einzusetzen oder die Opfer, die wir bringen, um die Welt zu einem sichereren Ort zu machen.

Lasst uns daran erinnern, dass wir diese Dinge nicht nur wegen unseres Reichtums und unserer Macht schaffen können, sondern deshalb, weil wir sind, wer wir sind: Eine unteilbare Nation vor Gott, in der Freiheit und Gerechtigkeit für alle herrschen.

Danke. Gott segne euch. Und Gott segne die Vereinigten Staaten von Amerika.“

(Übersetzung dpa)

Quelle: FAZ.NET mit dpa/AP/AFP/Reuters
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