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Empörung in Polen : Ursula von der Leyen sorgt für Aufregung

  • Aktualisiert am

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) Bild: MESSING/EPA-EFE/REX/Shutterstock

In einer Fernsehsendung äußert sich die deutsche Verteidigungsministerin lobend über „die junge Generation“ Polens – und löst damit einen Eklat aus. Ihr Sprecher zeigt sich angesichts der Aufregung erstaunt.

          Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen kann die Empörung in Polen über ihre Äußerungen zur Zivilgesellschaft nicht nachvollziehen. „Ich habe den starken Eindruck, dass die Äußerungen, die am Wochenende in Polen für Aufregung gesorgt haben, dass die aus dem Kontext gerissen waren und teils auch verändert in sozialen Medien in Polen wiedergegeben wurden“, sagte ihr Sprecher am Montag in Berlin.

          Die CDU-Ministerin habe sich in der ZDF-Sendung „Maybrit Illner“ sehr lobend geäußert über die enormen politischen und wirtschaftlichen Anstrengungen der osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten in den vergangenen Jahrzehnten. „In dem Zusammenhang hat sie sich ebenso anerkennend über die lebendige polnische Zivilgesellschaft geäußert und die Notwendigkeit, dass wir uns in Europa immer wieder unserer gemeinsamer Werte versichern.“

          Der deutsche Verteidigungsattaché sei in der Sache ins polnische Verteidigungsministerium bestellt worden, bestätigte der Sprecher. Polen sei ein herausragend wichtiger Partner für Deutschland. Man arbeite etwa im Verteidigungsbereich vertrauensvoll und intensiv zusammen. „Meinen Äußerungen können Sie entnehmen, dass wir schon sehr erstaunt waren über die Aufregung, die in Polen entstanden ist.“

          Von der Leyen hatte am Donnerstag bei „Maybrit Illner“ den „gesunden demokratischen Widerstand der jungen Generation in Polen“ gegen die Regierungspolitik gelobt und gefordert: „Die muss man unterstützen!“ Die Äußerung hatte für Empörung in Polen gesorgt. Außenminister Witold Waszczykowski warf der CDU-Politikerin etwa Medienberichten zufolge „Einmischung in die inneren Angelegenheiten Polens“ vor.

          Quelle: dpa

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