http://www.faz.net/-gpc-8x0q7

Die von Ihnen angeforderte Seite kann leider nicht ausgeliefert werden. Das tut uns leid. Interessiert Sie eine andere Geschichte von der aktuellen FAZ.NET-Homepage?

Türkei-Referendum : Putin gratuliert Erdogan zum Wahlerfolg

  • Aktualisiert am

Putin habe Erdogan seine Glückwünsche in einem Telefonat ausgesprochen. Bild: AFP

Unsicherheit und Sorge sind die vorherrschenden Emotionen nach dem Ausgang des türkischen Referendums. Neben Erdogan selbst und Donald Trump freut sich aber noch ein anderer Staatschef über das knappe „Ja“.

          Nach dem umstrittenen Verfassungsreferendum in der Türkei hat der russische Staatschef Wladimir Putin dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zum Sieg des Ja-Lagers gratuliert. Putin habe Erdogan am Dienstag seine Glückwünsche in einem Telefonat ausgesprochen, meldete die amtliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf das Umfeld des Präsidenten. Der Kreml bestätigte, dass Putin zum "erfolgreichen Ablauf" des Volksentscheids gratuliert habe.

          Die beiden Staatschefs hätten auch die Notwendigkeit betont, die gemeinsam vermittelte Waffenruhe im Bürgerkriegsland Syrien einzuhalten, meldete Anadolu. Demnach hoben Putin und Erdogan zudem die Bedeutung einer Normalisierung der Beziehungen ihrer beiden Länder hervor.

          Das Verhältnis zwischen Ankara und Moskau wird immer noch vom Abschuss eines russischen Militärflugzeugs durch die türkische Armee im türkisch-syrischen Grenzgebiet im Jahr 2015 belastet. Nach dem Referendum rechnen einige Experten allerdings damit, dass sich die Türkei weiter von der EU entfernt und sich in der Folge Russland annähern könnte.

          Laut vorläufigem Ergebnis hatte am Sonntag eine knappe Mehrheit von 51,4 Prozent für eine umstrittene Verfassungsänderung zur Ausweitung der Macht von Präsident Erdogan gestimmt. Nach dem Referendum wurden allerdings Betrugsvorwürfe der türkischen Opposition sowie Kritik internationaler Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) laut.

          Die oppositionelle CHP reichte am Dienstag bei der Hohen Wahlkommission in Ankara einen Antrag zur Annullierung des Volksentscheids über die Einführung eines Präsidialsystems ein. Die EU-Kommission forderte von der Türkei eine "transparente Untersuchung" der Betrugsvorwürfe. Bereits am Montag hatte der amerikanische Präsident Donald Trump Erdogan zu seinem Erfolg bei dem Referendum gratuliert.

          Quelle: AFP

          Weitere Themen

          Gemeinsam gegen die Nato

          Türkei-Russland-Deal : Gemeinsam gegen die Nato

          Die Türkei kauft ein Flugabwehrsystem in Russland. Dabei war Ankara lange Zeit an chinesischen Waffen interessiert. Möchte Erdogan die Nato verlassen?

          Türkischstämmige Wähler pfeifen auf Erdogans Wahlempfehlung Video-Seite öffnen

          Berlin : Türkischstämmige Wähler pfeifen auf Erdogans Wahlempfehlung

          Mit seinem Aufruf, bei der Bundestagswahl CDU, SPD und Grüne zu boykottieren, stößt der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei türkischstämmigen Wählern in Deutschland weitgehend auf taube Ohren. Im Berliner Bezirk Kreuzberg sehen viele Erdogans Äußerungen kritisch.

          Krawalle nach Trump-Besuch in Phoenix Video-Seite öffnen

          Arizona : Krawalle nach Trump-Besuch in Phoenix

          Nach dem Besuch von Amerikas Präsident Donald Trump in Phoenix, Arizona ist es dort am Dienstag Abend zu Krawallen gekommen. Tausende hatten nach Behördenangaben gegen den Auftritt des Präsidenten protestiert.

          Topmeldungen

          Trumps UN-Rede : Feurige Worte und tödliche Missverständnisse

          Donald Trump hebt die Bedeutung „souveräner Nationalstaaten“ hervor und teilt gegen Nordkorea aus. UN-Generalsekretär Guterres mahnt zur Einigkeit – mit einem Seitenhieb gegen den amerikanischen Präsidenten.
          Polizisten beobachten das Geschehen auf der Wiesn. Auch auf dem diesjährigen Oktoberfest kam es bereits zu sexuellen Übergriffen.

          Anstieg von Sexualstraftaten : Warnungen eines Wahlkämpfers

          Bayerns Innenminister Herrmann rühmt sich mit der hohen Sicherheit in seinem Bundesland. Die Zunahme der Sexualstraftaten – sowohl durch Deutsche als auch Ausländer – ist jedoch alarmierend.
          Mathias Döpfner beim Zeitungskongress in Stuttgart.

          Verleger gegen ARD : Was Döpfner wirklich gesagt hat

          Der Verleger-Präsident Mathias Döpfner hält eine feurige Rede und teilt gegen die Medienpolitik, ARD und ZDF aus. Die ARD-Chefin Wille reagiert wie zu erwarten mit einem Beißreflex. Und produziert „Fake News“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.