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Terror auf Mallorca Spanien rüstet sich gegen Eta

31.07.2009 ·  Nach dem blutigen Anschlag auf Mallorca sind die Behörden in Spanien weiter in Alarmbereitschaft. An diesem Freitag jährt sich der 50. Jahrestag der Gründung der baskischen Separatistenbewegung Eta. Ihr wird der Anschlag zugeschrieben, bei dem am Donnerstag zwei Polizisten getötet wurden.

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Nach dem blutigen Anschlag auf Mallorca sind die Behörden in Spanien weiter in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Polizei verschärfte die Sicherheitsvorkehrungen auf der Ferieninsel drastisch. Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero forderte die Sicherheitskräfte auf, den Kampf gegen die Terroristen der Eta zu intensivieren und den Schutz der eigenen Beamten zu verstärken. An diesem Freitag jährt sich der 50. Jahrestag der Gründung der baskischen Separatistenbewegung Eta. Ihr wird der Anschlag zugeschrieben, bei dem am Donnerstag zwei Polizisten getötet und etwa 60 Menschen verletzt wurden.

Offenbar hatte Eta den Ferienort Palmanova schon seit längerer Zeit im Visier. Wie die Madrider Zeitung „El Mundo“ am Freitag in ihrer Internetausgabe berichtete, hatten die Separatisten bereits im vorigen Jahr umfangreiche Daten über zwei Polizeikasernen in Palmanova gesammelt. Die Unterlagen waren im Sommer 2008 bei der Zerschlagung eines Eta-Terror-Kommandos in der Gegend von Bilbao sichergestellt worden. Die Organisation hatte nach diesen Informationen davon gewusst, dass die Polizeikasernen in dem Ferienort keine Videokameras hatten und auch andere Sicherheitseinrichtungen fehlten. Seit ihrer Gründung vor 50 Jahren hat Eta nach Angaben der Zeitung „El País“ 206 Angehörige der kasernierten Polizei (Guardia Civil) getötet. Insgesamt haben die baskischen Terroristen bisher mehr als 820 Menschen umgebracht.

Flugverkehr wieder normalisiert

Nach der Abriegelung Mallorcas am Donnerstagabend hat sich der Flugverkehr von und nach Deutschland indes wieder normalisiert. Am Frankfurter Flughafen sei nur eine kleine Zahl von startenden und landenden Flugzeugen betroffen gewesen, sagte ein Sprecher des Flughafens. In zwei bis drei Fällen habe sich die Ankunft geringfügig verzögert. Zwei Flugzeuge hoben leicht verspätet ab. Auch an anderen deutschen Flughäfen wurde der Verkehr kaum beeinträchtigt. Eine Sprecherin der Fluggesellschaft Air-Berlin sagte, alle Frühflüge seien pünktlich gestartet. Die Schließung des Flughafens habe Flugreisende von und nach Deutschland ein bis zwei Stunden Verspätung gekostet. Alle 18 Flüge von Palma nach Deutschland sowie die Verbindungen in umgekehrter Richtung seien am späten Donnerstagabend noch abgewickelt worden. Die meisten Reisenden hätten direkt zu ihrem Zielflughafen gebracht werden können. Lediglich in einem Fall sei statt Dortmund der Flughafen Münster angeflogen worden. Auch die Flughafenbehörde Aena teilte mit, es hätten keine Flüge gestrichen werden müssen.

Der Flughafen Son Sant Joan nahe Palma de Mallorca zählt in der Feriensaison zu den Flughäfen mit dem höchsten Passagieraufkommen in Europa. Nach Angaben des Betreibers hätten dort am Donnerstag 660 Flugzeuge mit 86.900 Passagieren starten und landen sollen. Reiseveranstalter versicherten, sie kümmerten sich um gestrandete Passagiere. Am Ort klagten Touristen jedoch über mangelnde Informationen. Um die Täter fassen zu können, ließen die Behörden am Nachmittag auch die Fähr- und Yachthäfen der Insel schließen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verurteilte unterdessen den „feigen Terroranschlag“. Sie habe den spanischen Ministerpräsidenten Zapatero gebeten, den Angehörigen der Opfer „ihr tief empfundenes Mitgefühl“ zum Ausdruck zu bringen, teilte die Bundesregierung am Freitag mit. Merkel habe ihm zudem versichert, dass Deutschland im Kampf gegen den Terrorismus Seite an Seite mit Spanien stehe. Das Auswärtige Amt hatte zunächst keine Erkenntnisse darüber, ob Deutsche von dem Anschlag betroffen sind.

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