Immer wieder hört man die Klagen der Motorrad-Branche, der junge Mensch interessiere sich nicht mehr für das Fahren auf zwei Rädern. Und es stimmt ja auch, man muss nur mal schauen, wie wenige (motorisierte) Zweiräder vor den deutschen Gymnasien und Berufsschulen stehen. Statt nach der Freiheit auf der Kreidler oder der Zündapp sehnen sich die Teens und Twens von heute nach Facebook, Twitter und ihrem Smartphone. Doch es gibt Hoffnung.
Zum einen gibt es immer noch ein paar Unentwegte, die den Mopedschein oder gar die 125er-Lizenz erwerben, und zum anderen lässt sich beides auch gut verbinden. Nicht nur, dass sich das Handy irgendwie unter den Helm klemmen lässt, um während der Fahrt auf dem Motorroller zu telefonieren: Man kann auch freihändig pilotieren und dabei noch flugs eine SMS schreiben oder einen Eintrag in Facebook machen. Beides haben wir unlängst live auf deutschen Straßen gesehen, vor allem der geschickte Schreiberling ließ uns staunen. Der Telefonierer hatte wenigstens noch eine Hand am Lenker. Auch Autofahrer, die SMS verfassen, sind keine Seltenheit, nur haben die wenigstens noch die Knie zum Lenken. Doch witzig ist das alles nicht. Beim Fahren gehört die volle Konzentration der Straße, ob auf zwei oder vier Rädern. Sonst wird die nächste SMS nie mehr oder aus dem Straßengraben geschrieben. Die Nummer der Rettungsdienste ist übrigens 112.
Nice try ...
René Artois (Rene_Artois)
- 24.07.2012, 21:42 Uhr