Das Ziel ist ambitioniert. So sollen bis 2020 rund 3000 Windräder mit einer Leistung von 10000 Megawatt in das tiefe Wasser der deutschen Nordsee gestellt werden. Doch trotz vieler Millionen Euro Fördergelder haben es bisher noch keine 100 Anlagen geschafft, in den sogenannten Dauerbetrieb zu gehen. Und dass sich ihre Zahl rasch vermehren wird, ist unwahrscheinlich, werden doch ständig neue „Rückschläge“ bekannt. So kommt das Aufstellen der für den Abtransport des Windstroms in Richtung Küste benötigen Offshore-Steckdosen nicht voran. Gründe dafür sind maßgeblich Unklarheiten bei den Prüf- und Genehmigungsverfahren, so dass man immer wieder mit zeitaufwendigen Einzelfallregelungen arbeitet.
Doch ohne Zertifikat findet sich kein Versicherer, der diese Großprojekte übernimmt. Und ohne Absicherung ist es schwer, eine solide Finanzierung aufzubauen. Es sind also vor allem technische und sicherheitstechnische Schwierigkeiten, die den Ausbau vereiteln. In der heute mit dem vierten Teil (Seite T6) zu Ende gehenden Artikelserie wurden die wichtigsten beschrieben. Doch auch der Naturschutz kann noch Verzögerungen auslösen. So verliert der (geschützte) Schweinswal durch den beim Rammen der Windrad-Fundamente entstehenden Lärm sein Orientierungsvermögen. Das darf nicht sein. Wir wollen keinen Ökostrom, den wir uns durch Sünden gegen den Naturschutz „erkaufen“.
@ Helmut Erb „Wo das Wohlergehen einer Feldhamsterpopulation oder
eines einzelnen
Jens Muche (Me-110)
- 02.08.2012, 13:46 Uhr
Schweinswale
Thomas Heinzow (Oekooekonom)
- 01.08.2012, 21:48 Uhr
3000 Windräder mit einer Leistung von 10000 Megawatt
Thomas Heinzow (Oekooekonom)
- 01.08.2012, 19:15 Uhr
Die Schweinswale sind Opfer. Ist das alles?
Helmut Erb (HelmutErb)
- 01.08.2012, 18:24 Uhr