Die Regeln sind bekannt: Nur ein Türchen darf während der Vorweihnachtszeit am Adventskalender täglich geöffnet und damit nur ein Schokoladenplätzchen am Tag verspeist werden. Wer sich an diese Vorgabe hält, dem droht weder Fettleibigkeit noch anderer gesundheitlicher Schaden. Das haben, passend zur Saison, das Umweltbundesamt, die Stiftung Warentest und das Bundesinstitut für Risikobewertung bekanntgegeben.
So weit die gute Nachricht. Mit streng erhobenem Zeigefinger verweisen die drei öffentlich bestellten Bedenkenträger gleichzeitig auf gesundheitliche Risiken, die bei einem systematischen Ausschlachten gleich mehrerer Adventskalender drohen. Die Ursache dafür seien minimale Mengen von Mineralölrückständen in der Schokolade, deren Ursprung man im Recycling-Karton der Kalender vermutet.
Diese wenig bekömmlichen Substanzen werden auf Lebensmittel übertragen. Das ist bekannt, wird daher doch bei den meisten Lebensmittelverpackungen streng darauf geachtet, dass nur Frischfaserkarton mit Nudeln oder Reis in Kontakt kommt. Es ginge aber auch anders. Dazu müssten die heute vor allem verwendeten mineralölhaltigen Offsetfarben gegen Ökofarben getauscht werden. Das ist technisch machbar - aber teuer.