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Website-Tracking Spione im Netz

Einmal geklickt, schon identifiziert. Eine selten dämliche Aktion von Uber VU bietet einen Einblick in die Möglichkeiten des Website-Trackings.

Einmal geklickt, schon identifiziert. Als Sumit Suman aus New York in der vorvergangenen Woche nur einmal kurz die Internetseite von Uber VU besuchte, einem kleinen Laden, der mit Social-Media-Marketing sein Geld verdienen will, hatte das bedeutsame Folgen. Obwohl Suman auf der Seite nichts ausgefüllt hatte und natürlich auch seine E-Mail-Adresse nicht hinterlassen hatte, bekam er tags darauf elektronische Post von Uber Vu: „Hallo Sumit, danke für den Besuch von Uber VU. Ich wollte nur sicherstellen, dass Sie alle Informationen gefunden haben, die Sie bei uns suchten.“ Und so weiter und so fort. Diese selten dämliche Aktion von Uber VU bietet jedoch einen Einblick in die Möglichkeiten des Website-Trackings.

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Wie sich schnell herausstellte, hat Uber VU ein Unternehmen namens Lead Lander beauftragt, die Besucher der eigenen Website durch Geodaten und den Abgleich mit sozialen Netzwerken zu ermitteln. Die persönliche Identifikation von an sich anonymen Seitenbesuchern nennt man „Lead Generation“, ein Trick, um Kundenkontakte mit Name und E-Mail-Adresse zu ermitteln. Wie das genau funktioniert, bleibt derzeit noch unklar. Indes kann man Uber VU für seine Tollpatschigkeit überaus dankbar sein. Denn der Sachverhalt zeigt wieder einmal, dass man sich um seine Spuren im Netz nicht genug Gedanken machen kann. Oder man setzt auf „post privacy“ und macht alles öffentlich.

Wer sich vor Angriffen aus dem Netz halbwegs schützen will, kontrolliere regelmäßig seine Cookies und installiere ein Tool wie Ghostery in seinem Browser. Es hält mehrere tausend „Tracker“ fern, die auf Web-Sites eingebaut sind und automatisch geladen werden. Man kann kontrollieren, was da im Hintergrund und unsichtbar geladen wird. Auf manchen Seiten sind es mehrere Dutzend Mini-Spione. Dass Hilfreiches und Sinnvolles auch dazu gezählt wird (etwa die IVW- oder VG-Wort-Zählpixel), sei allerdings nicht verschwiegen.

Ferner überlege man, ob man wirklich rund um die Uhr in Facebook, Linkedin, Xing, Twitter oder Google Plus eingebucht sein muss. Das mag praktisch sein. Während man in einem Browser-Tab seine Identität hinterlegt hat, weiß man jedoch nicht, was hier von anderen Seiten abgegriffen wird. So oder ähnlich wird wohl auch die Dreistigkeit von Uber VU und Lead Lander funktioniert haben.

Quelle: F.A.S.

 
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