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VW Golf 7 In der Ruhe liegt die Kraft

 ·  Seit 38 Jahren sieht der Golf aus wie ein Golf. Die Kunden finden das prima. Jetzt kommt Generation sieben. Breiter, länger, flacher, feiner, ohne Firlefanz. Eben wieder ein Golf.

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© Hersteller Vergrößern An Tagen wie diesen, an denen der neue Golf vorgestellt wird, also das mit Abstand wichtigste Auto des Volkswagen-Konzerns, stehen nicht weniger als 38 Jahre Erfolgsgeschichte und 29 Millionen verkaufte Exemplare im Scheinwerferlicht

An Tagen wie diesen darf es auch mal eine Schippe Selbstvertrauen mehr sein. Vielleicht ist es auch schon ein lauteres Pfeifen im Walde, denn selbst Volkswagen spürt nun die Auswirkungen der Staatsschuldenkrise, die gemeinhin Euro-Krise genannt wird und den Menschen die Lust an größeren Anschaffungen verdirbt. Umso mehr soll, umso mehr muss Generation sieben ein Erfolg werden. An Tagen wie diesen, an denen der neue Golf vorgestellt wird, also das mit Abstand wichtigste Auto des Volkswagen-Konzerns, stehen nicht weniger als 38 Jahre Erfolgsgeschichte und 29 Millionen verkaufte Exemplare im Scheinwerferlicht. „Die gesamte Automobilwelt schaut auf uns, denn der neue Golf gibt immer auch eine Richtung vor für die Zukunft des Industriestandorts Europa“, meint der Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn.

Das kann man wohl sagen, wenn die Zahl stimmt: Dem Vernehmen nach hängen am Golf rund 50 000 Arbeitsplätze. Und um den immer mal wieder mit VW im Clinch liegenden Umweltaktivisten von Greenpeace den Wind aus den Segeln zu nehmen, hängte Winterkorn zur Präsentation in der vergangenen Woche an die Sätze „Der Golf ist ein globales Phänomen“, „Was der Golf vormacht, dem eifern andere nach“ und „Der Golf soll als technologische Speerspitze das Beste von Volkswagen verkörpern“ diesen Satz dran: „Wir setzen ein klares, unübersehbares Zeichen für umweltfreundliche Mobilität.“

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© Hersteller Vergrößern Weil sich Sparsamkeit, Komfort und Sicherheit nur verbinden lassen, wenn auf das Gewicht geachtet wird, hat Volkswagen den neuen Golf auf Diät gesetzt

Das klarste Zeichen wird vom kommenden Jahr an ein Dieselmotor sein, der nach Norm mit 3,2 Liter Kraftstoff auskommt, das bedeutet 85 Gramm CO2 je Kilometer. Auch alle anderen Antriebe sind sparsamer als die jetzige Generation. Über die gesamte Flotte werde der Verbrauch um 14 Prozent sinken, schätzt VW. Der Wettbewerb wird einwenden, auf diesem Niveau längst angekommen zu sein, und so mögen die Worte von Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg manchem doppelt deutlich in den Ohren klingen: Die Konkurrenten seien nähergerückt, nun sei es an der Zeit, wieder davonzufahren.

Dafür stehen zum Start zunächst vier Motoren oder Leistungsstufen zur Wahl. Als Benziner kommen ausschließlich aufgeladene und direkteinspritzende TSI-Motoren (Vierzylinder-Vierventiler) zum Einsatz. Die zum Debüt angebotenen TSI leisten 63 kW (85 PS) und 103 kW (140 PS). Die Basismotorisierung wird mit einem Durchschnittsverbrauch von 4,9 Liter angegeben. Erstmals wird es den Golf mit Zylinderabschaltung (bei niedriger und mittlerer Last werden zwei Zylinder stillgelegt) geben, sie arbeitet im TSI mit 103 kW (140 PS), der damit schon die künftige Abgasnorm Euro 6 erfüllt. Auch die Diesel sind allesamt aufgeladene Direkteinspritzer mit vier Zylindern und Vierventiltechnik. Sie werden zunächst mit 77 kW (105 PS) und 110 kW (150 PS) angeboten. Das TDI-Grundmodell weist einen Durchschnittsverbrauch nach Norm von 3,8 Liter aus.

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