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Volkswagen : Das Golfsrudel lauert

Von links: Variant (mit abgeklebten Leuchten), scharfer Polo, Golf GTI Bild: Hersteller

Im eiskalten Schweden mit einem ganzen Rudel hungriger Gölfe. Die Erkenntnis des Tages: Es wird ein hartes Jahr für alle Wettbewerber, die sich in der Golf-Klasse tummeln.

          2013 wird ein hartes Jahr, hat der Vorstandsvorsitzende von VW, Martin Winterkorn, kürzlich angekündigt. Und er hat den eigenen Konzern nicht ausgespart. Nach einem Tag auf Abnahmefahrt mit einem ganzen Rudel hungriger Gölfe im eiskalten Schweden darf man wohl sagen, es wird ein hartes Jahr - für alle Wettbewerber, die sich in der Golf-Klasse tummeln. Volkswagen schickt von seiner siebten Generation in den kommenden Monaten auf den Markt: Golf Variant, der Kombi. Golf 4 Motion, der Allradgetriebene. Golf Blue Motion, der Enthaltsame. Golf GTI, der ewig junge Wilde. Golf GTD, der GTI unter den Dieseln. Golf R, für alle, die den GTI als fußlahm empfinden. Golf E, der elektrische, der sein Herz auch dem kleinen Bruder Up spenden wird. Golf Plug In Hybrid, für alle, die elektrisiert sind, aber auch mal von Arvidsjaur nach Wolfsburg streunen möchten.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

          Der Variant startet im August. Er sieht endlich gefälliger aus, trägt hinten schmale Leuchten, ein bis über die Rücksitze reichendes Glas-Ausstelldach ist optional. 63 bis 110 kW (85 bis 150 PS) leisten die Motoren, das quadratisch geformte Heck verspricht bis zu 1565 Liter Volumen, aber auf den Rücksitzen ist Platz wie im „normalen“ Golf, denn der Radstand bleibt unverändert.

          Golf R Bilderstrecke
          Golf R :

          Der GTI geht wie Hölle, vor allem in seiner schärferen Variante. Von Mai an serienmäßig sind 162 kW (220 PS), mit Performance-Paket 169 kW (230 PS). 0 auf 100 km/h sind in 6,5 oder 6,4 Sekunden absolviert, als Höchstgeschwindigkeit werden 246 und 250 km/h angegeben. Die Unterschiede klingen marginal, aber der kräftigere fährt noch mal „spitzer“. Die elektronischen Fahrhilfen sind stufenweise abschaltbar, Könner am Lenkrad werden daran viel Freude haben. Wer Ähnliches mit Diesel erleben möchte, kann den GTD wählen, er zerrt von Juni an mit 380 Nm Drehmoment bei 1750/min am Asphalt, der Vierzylinder leistet 135 kW (184 PS), 230 km/h sind drin.

          Als sparsamster aller Gölfe wird der Blue Motion ins Rennen geschickt, sein Diesel soll mit 3,2 Liter Normverbrauch glänzen und trotzdem 200 km/h rennen.

          “Wir werden die Allradkompetenz aus dem Konzern stärker auf VW ausweiten“, kündigt Winterkorn nun an. Von sofort an zu haben ist der Golf 4 Motion, er fühlt sich nach einer ersten Begegnung gutmütig, sicher und agil an. Falls das Rauschen im Wald nicht täuscht, werden alsbald auch der Minivan Touran, der Lieferwagen Caddy, der kleine Polo und womöglich gar der kleinste Up mit Allradantrieb zu haben sein. Über den Daumen 2500 Euro Aufpreis sollten Interessenten einkalkulieren.

          Im Bereich der Elektroautos macht Volkswagen nun ebenfalls mit. Im Sommer startet der elektrische Up, im Herbst kommt der E-Golf, und im kommenden Jahr erscheint ein Plug-in-Golf, von dem alle in Wolfsburg ganz benebelt sind. Die Eckdaten des E-Golf: 175 Kilometer Normreichweite, Aufladen an der Haushaltssteckdose 8,5 Stunden, an spezieller Gleichstromsäule dreißig Minuten, Höchstgeschwindigkeit 135 km/h, kein Raumverlust, Preis um 35 000 Euro (Up etwa 28 000 Euro).

          Der Plug-in (E-Maschine mit 80 kW plus Benziner mit 150 PS) kommt erst im Audi, dann im Golf, und er soll 50 Kilometer elektrische Reichweite haben, mitsamt seinem 1.4 TSI Benziner mindestens 800 Kilometer.

          Quelle: F.A.Z.

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