Dass man mit Erdgas deutlich günstiger unterwegs ist als mit herkömmlichen Kraftstoffen, hat sich herumgesprochen. Ein Kilogramm Erdgas, das den Energiegehalt von 1,5 Liter Superbenzin hat, kostet rund 1,10 Euro. Der typische Verbrauch liegt bei rund 6 Kilogramm auf 100 Kilometer. Aber nur 900 der mehr als 15.000 Tankstellen in Deutschland bieten den alternativen Kraftstoff an.
Fast alle Erdgasfahrzeuge sind zudem monovalent ausgelegt, es gibt also nur einen kleinen Benzin-Reservetank, der meist weniger als 15 Liter enthält. Doch nun hat Gasprom, der russische Gaskonzern, auf einer Fernfahrt mit erdgasbetriebenen Fahrzeugen beweisen wollen, dass selbst lange Strecken zu bewältigen sind, ohne dass der Motor auf teureren Benzinbetrieb umschalten muss.
Über 4500 Kilometer führte die Reise von Moskau über Minsk, Prag, Paris und Brüssel bis nach Berlin. Blue Corridor nennen die Gasversorger von Gasprom diese Strecke, der Neubau zahlreicher Tankstellen, die den umweltverträglichen Brennstoff anbieten, macht die benzinfreie Fahrt möglich. Es funktioniert, das ist das Fazit. Aber ganz unbeschwert war die Reise dennoch nicht, erzählen die Teilnehmer nach ihrer Ankunft am Brandenburger Tor in der Hauptstadt.
Bei vorherigen Fahrten habe man vor allem in südlichen Ländern mit den Adaptern an den Füllschläuchen zu kämpfen gehabt. Und die Kosten für Handy-Telefonate im Ausland, bei denen bei der Servicenummer um Wegbeschreibung oder die Öffnung des Tores vor der Hinterhof-Füllstation gebeten werden musste, hätten bisweilen den finanziellen Aufwand für den Treibstoff überschritten. So ist mit diesem Kraftstoff doch eine aufwendige Reiseplanung erforderlich, aber immerhin kommt man weiter als im Elektroauto.
@Hugo C. Meier
Horst Delmen (Dr.Delmen)
- 28.09.2012, 14:03 Uhr
Lieber Autogas als Erdgas
Hugo C. Meier (HugoCMeier)
- 28.09.2012, 11:05 Uhr
Vorteil gegenüber LPG?
Horst Delmen (Dr.Delmen)
- 25.09.2012, 10:21 Uhr
Wo ist der Vorteil?
Kurt Tergast (Kurgast)
- 24.09.2012, 23:01 Uhr