Der Umgang des chinesischen Staatsapparats mit unliebsamen Ereignissen wirft immer wieder ein Licht auf die politische Einstellung in dem Land, und sie ist für in einer mit Pressefreiheit gesegneten Demokratie lebende Bürger nicht zu akzeptieren. Doch so kommt es, dass über den tragischen Unfall eines elektrisch angetriebenen Taxis des Herstellers BYD nur bekannt ist, dass ein anderes Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit auf das Taxi aufgefahren ist, dass das Taxi abgebrannt ist und dass die Insassen ums Leben gekommen sind. Über technische Zusammenhänge oder konstruktive Defizite kann nur spekuliert werden.
Niemand würde bei einem gleich verlaufenden Unfall mit einem benzingetriebenen Fahrzeug sagen, alle Benzintanks seien gefährlich. Im Elektroauto aber fährt die Angst mit, weil mal Akkus in Laptops abbrennen, mal (durch einen Bedienfehler nach einem Unfalltest) ein Chevrolet Volt in Flammen aufgeht. Ohne Zweifel ist die unter hoher Spannung stehende elektrische Anlage im Auto eine Herausforderung, an deren Spitze die Explosionssicherheit steht. Egal, was in China tatsächlich geschehen ist: Weil sich zu den Hürden Reichweite, Ladezeit und Kosten immer mehr die Sorge um die Sicherheit gesellt, wird der Weg des Elektrofahrzeugs beschwerlicher als von vielen erwartet. Und länger.