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Unerfreuliche Nachrichten : Pannendienst

Die vergangenen Tage sind von Meldungen geprägt, die im besten Fall schärfer überprüfte Geschäftspläne und im schlechtesten pure Not erkennen lassen.

          Die Meldungen aus der Automobilindustrie sind nicht gerade ermutigend. Da geht es gar nicht zuvorderst um den neuesten und x-ten Rückruf von Toyota, mit dem die Japaner so langsam den Eindruck hinterlassen, in ihrer Produktion sei doch ein gewisser Schlendrian eingezogen.

          Vielmehr sind die vergangenen Tage von diversen Meldungen geprägt, die im besten Fall schärfer überprüfte Geschäftspläne und im schlechtesten pure Not erkennen lassen. Fiat dreht seiner Tochtergesellschaft den Hahn zu, Lancia wird keine eigenständigen Modelle mehr bekommen und nicht mehr in Italien produzieren. Audi hat der Mut zum elektrisch betriebenen Sportwagen verlassen, der fertig entwickelte R 8 etron wird kurz vor der Markteinführung von der ökonomischen Realität gestoppt - die Batteriepreise seien zu hoch, heißt es.

          Die Staatsschuldenkrise hat Ford fest im Griff. Der Plan, den in Amerika schon angebotenen Mittelklassewagen Mondeo 2013 als technisch angepasste Version nach Deutschland zu bringen, wird zusammen mit dem belgischen Werk Genk beerdigt. Der Mondeo soll künftig aus dem spanischen Valencia kommen, doch die Fabrik muss erst eingerichtet werden, und so werden die Freunde des Mondeo wohl bis Ende 2014 auf ihr neues Auto warten müssen. Ob sie dann noch Lust oder schon ein Konkurrenzmodell gekauft haben? Es wird leider nicht die letzte unerfreuliche Nachricht aus der Branche sein.

          Holger  Appel

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Technik und Motor“.

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          Quelle: F.A.Z.

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