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Umgang mit Trinkwasser Kaltwasser marsch

 ·  Badezimmerarmaturen wird das Sparen beigebracht. Dabei droht zumindest in Deutschland keine Wasserknappheit. Wichtiger für die Umwelt ist, das Wasser beim Gebrauch möglichst wenig zu verschmutzen.

Artikel Bilder (4) Lesermeinungen (19)
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Benjamin  Conrad
Benjamin Conrad (jouk) - 19.02.2013 14:14 Uhr

Spar-Wasserhähne sind etwas ganz tolles -

Endlich werde ich zum Kartoffelkochen weniger Wasser brauchen, auch die Kaffeekanne wird mit weniger Wasser gleich voll, und von den Ersparnissen beim Baden will ich gar nicht reden.

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Karsten Halangk

einfache Lösung

"...Wichtiger für die Umwelt ist, das Wasser beim Gebrauch möglichst wenig zu verschmutzen..."

Dann sollte man einfach nur noch duschen, wenn man sauber ist. Zu Senkung der KFZ-Verbräuche könnte man innerhalb der EU auch dazu übergehen, neue Straßen nur noch bergab zu bauen. Oder zur Senkung der Energieverbräuche einfach auch mal ein Fenster weglassen und das Licht in Säcken ins Haus tragen.

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Ludwig Kirschstein

EU-Bashing und Populismus

und dazu eine Portion Sparskepsis und man bringt die geneigte Leserschaft wieder in Wallung, wenn der gemeine Kunde die Vorzüge einer Vielfalt von Energiesparlampen entdeckt hat und mit dem Gedanken spielen könnte, dass die Knebelung durch die EU nicht ganz so existenzbedrohend ist, wie das mancherorts vorstellbar wäre.

Meine bessere Hälfte findet nichts dabei, eine halbe Stunde unter dem elektrisch angewärmten Wasserstrahl zu verbringen und meine Appelle verhallen ungehört.. Daher kann ich solchen Überlegungen durchaus Sinn abgewinnen und voraussage Geheule bei der nächsten Stromrechnung, deren Höhe dann wieder anderen Umständen zugeschrieben wird; immer dasselbe.

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Reinhard Lauterbach

@ Herr Sax

dass die EU-Richtlinien so sind, wie sie sind, liegt halt daran, dass sie den Wasserverbrauch in Deutschland oder Schweden mit dem in Andalusien oder auf griechischen Inseln unter einen regulatorischen Hut kriegen wollen. Was im wasserreichen Nordeuropa kein Problem ist: höhere Pauschalpreise und niedrige Verbrauchspreise, würde in Spanien, wo die Wasserbilanz tatsächlich kritisch ist, die Landwirte und die Leute veranlassen, jetzt für ihre teure Grundgebühr aber auch ordentlich zu sprengen und zu duschen. Es ist ungefähr so wie mit dem Dieselfahren: man zahlt eine höhere Steuer (Fixkosten) und spart dafür beim Fahren. Was aber das Wasser angeht, stellt sich natürlich die Frage, ob es da eine einheitliche Regelung für Irland und Sizilien sein muss. Das Subsidiaritätsprinzip lässt grüßen. (Obwohl wahrscheinlich gerade die europaweit vertreibenden Hersteller auf einheitliche Rahmenbedingungen drängen werden, und so beißt sich die Katze in den Schwanz.)

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.02.2013 15:44 Uhr
Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 17.02.2013 15:44 Uhr

Herr Lauterbach,

bis jetzt schreibt die EU keinen Wasserpreis vor und auch nicht das Verhältnis zwischen Grundpauschale und Kubikmeter-Preis. In England haben viele Häuser keinen Wasserzähler und die Nutzer zahlen eine Pauschale. Sie sehen so geht es auch. Der Versuch der EU durch Wassersparen ob im Überfluss in Nord- oder im Mangel in Südeuropa zu einem Mittelwert zu kommen ist so schwachsinnig wie zu behaupten wenn man mit der einen Hälfte des nakten Hinterns auf einem Eisblock und mit der anderen auf einer Herdplatte sitzt, zu behaupten rein statistisch hätte man eine angenehme Temperatur. Unseren Wasserwerken fehlt auch der Mut ein anderes Tarifmodell anzubieten, weil es die Grünen schafften den Leuten einzureden, dass es eine endliche Resource ist und dass man es wie Benzin verbrauchen kann das danach weg ist. Der Ökowahn in all seinen Schattierungen wirkt inzwischen wie eine Gehirnwäsche und ist gesellschaftspolitisch längst zerstörerisch weil er auf Mythen und nicht auf Fakten basiert.

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Rainer Schweitzer
Rainer Schweitzer (RSRS) - 16.02.2013 16:26 Uhr

Anmaßung

- Wenn es bei der Verfügbarkeit von Wasser so große regionale Unterschiede gibt, dann verstehe ich nicht, was die EU überhaupt damit zu schaffen hat. Das ist doch eindeutig etwas, was die Länder im eigenen Interesse und bezogen auf die lokalen Verhältnisse regeln müssen.
- Darüber hinaus empört es mich, daß eine Art von Regierung, die nach gängigen Standards nicht einmal demokratisch legitimiert ist, mir ins Wohnzimmer, das Badezimmer und wer weiß, wo sonst noch hineinregieren will.

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Thomas Junggeburt

Fragen über Fragen

"haben den durchschnittlichen Verbrauch in Deutschland rasant sinken lassen. Und zwar von 147 Liter (je Person und Tag) in den neunziger Jahren auf heute 121 Liter. Gleichzeitig sind die Kosten für die Verbraucher gestiegen. Das unter anderem deshalb, da die im Boden verlegten Kanalrohre unseres als „Schwemmkanalisation“ ausgelegten Abwassersystems nicht ausreichend gespült werden."

Kann man einen Rückgang um rund 18% in 20 Jahren als "rasant" bezeichnen? - Ich finde das nicht.

Und ist unsere Schwemmkanalisation auf Maximalspülung angewiesen, um zu funktioneren? - Das würde mich erstaunen, ließe sich aber kaum den Verbrauchern vorhalten.

Und wenn der Preis pro qm steigt, weil wir so viele Fixkosten haben, frage ich mich: wielviel davon ist wirklich fix? Was ist Fehlplanung? Was davon sind Pensionsansprüche?

Last but not least kann man ja die Verbrauchsproblematik verniedlichen. Ewiger Kreislauf schön und gut, aber was ist mit Hormonen und Medikamenten im Trinkwasser?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2013 17:49 Uhr
Closed via SSO

Völlig richtig, darüber hinaus ...

Herr Küffner liegt anhand anderer wasserwirtschaftlicher Kriterien schlicht schief. Wasser sollte von solchen Interessen verschont bleiben. Das Geraderücken sollte aber nicht - wie hier geschehen - unterdrückt werden.

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Hans Böhringer

Gehirnwäsche geht weiter

Dann lege ich mir halt auch noch einen Vorrat an Armaturen zu, die Glühbirnen reichen eh noch die nächsten 30 Jahre.

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 16.02.2013 10:59 Uhr

Der ganz normale EU-Wahn - unstoppable

Das Trinkwasser das wir einsparen spülen den Wasserwerke in die Kanäle um sie zu reinigen und die Zuleitungen zu entkeimen. Ein Nullsummenspiel. Wir "gebrauchen" (nicht verbrauchen) in Deutschland nur 3% des Grundwassers das jedes Jahr als Regen gefallen ist. Wasser aus dem Tiefbrunnen schickt keine Rechnung. Warum nicht die Wasserpauschale hochsetzen und den Kubikmeterpreis dafür drastisch senken? Das löst das Problem. Der EU-Regulierungswahn löst bei mir langsam allergische Reaktionen aus. Wasserspareinsätze in Wasserarmaturen und Duschköpfen werden bei mir grundsätzlich entfernt. Eine Zange und ein Schraubendreher reichen. Ich habe es selbst erprobt, mit einem Wassersparduschkopf muss deutlich man länger duschen bis die Seife entfernt ist. Was man pro Sekunde an Wasser einspart geht durch die längere Duschzeit wieder verloren. Das haben schon viele Tester festgestellt. Vieleicht sollte der zuständige EU-Kommissar das mal zuerst zuhause erproben bevor er uns damit belästigt.

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Siegfried  Gendries

Es ist nicht nur der Wasserpreis, es sind auch die Energiekosten ... und trotzdem

Wer von sinkenden Wasserkostenabrechnungen ausgeht, unterliegt einem Irrtum. Geringere Auslastung der Wassersysteme lässt die Preise steigen (s. "Wasser Marsch", FAZ). Den ökonomischen Impuls zum Wasser sparen geben die Abwassergebühren, häufig doppelt so hoch wie die Mengenpreise beim Trinkwasser, und die Energiekosten. Etwa Zweidrittel des im Haushalt genutzten Wassers wird erwärmt. Das Duschwasser wird von ca. 15 Grad auf 38 Grad erwärmt. Die damit verbundenen Energiekosten lassen sich um 1,60 € reduzieren, wenn der Duschwasserverbrauch um 10 % gesenkt wird - jährlich, versteht sich. Bei den Wasserkostenabrechnungen sind es dann in einem Beispielfall sagenhafte 1,25 € - jährlich.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2013 16:23 Uhr
Siegfried  Gendries

...Präzisierung der Bezugsgrößen

Die Beispielrechnung bezog sich allein auf Duschwasser je Person. Lt. Gfk Konsumforschung und Berechnungen des ÖkoInstituts beträgt der Jahres-Wasserverbrauch dafür ca. 10-15 Kubikmeter jährlich. Durch die 10%ige Einsparung ergibt sich die genannte Menge von 1 bis 1,5 Kubikmeter.
Ausserdem war für die Wasser-Erwärmung nicht Strom-, sondern Gasheizung unterstellt worden. Daher die geringere Energiekostenersparnis.
Der Hinweis auf Abwasser ist allerdings zutreffend. Damit wird aber umso deutlicher, dass Trinkwasserkosten den geringsten Teil der Ersparnispotenziale darstellen; nach meinen Berechnungen sind es rund 20%. Energiekosten machen rund 30% und Abwassergebühren stattliche 50% aus - je nach Bezugsgrößen also Tarifen/Gebühren/Preisen.

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Joerg E. Vetter
Joerg E. Vetter (joeve) - 16.02.2013 11:00 Uhr

Nochmal nachrechnen:

Die Erwärmung von einem m³ Wasser um 23 C benötigt eine Energiezufuhr von
26,7 KWh. Bei einem Wirkungsgrad von 90% und bei einem Preis von 25 Cent pro
KWh ergeben sich Kosten von ca. 7 € für die Erwärmung von 1 m³ Brauchwasser
auf Duschtemperatur.
Der Preis für Wasser und Abwasser beträgt dagegen typisch 3,50 € pro m³. Die
Energiekosten sind doppelt so hoch wie die Wasserkosten!
Bei einem Warmwasserverbrauch von 50 m³ pro Haushalt und Jahr liegen die
Gesamtkosten bei ca. 500 €. 10% weniger Verbrauch entlastet das Portemonnaie
um immerhin 50 €.

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Jupp Grüner

Gießkanne füllen am Sparwasserhahn

Wer ein paar Mal größere Gießkannen am Wasserhahn mit sparsamen Perlator gefüllt hat, weiß woraus er beim nächsten Perlatorkauf achten muss...

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Heinrich Kanther

Kennzeichnung wäre besser

Bei Elektrogeräten kann sich heute schon jeder entscheiden, ob es A++ sein soll oder auch B reicht. Und siehe da, es funktioniert, A++ verkauft sich prächtig.

Aber das darf in der EuDSSR natürlich nicht sein, oh je, eine Marktlösung, die auf den Verstand des Einzelnen setzt. Hier muss jeder zu seinem Glück gezwungen werden, und was Glück ist, das entscheiden die Eurokraten in Brüssel.

Herr Sturm, das ist der Grund, warum man meint, dergleichen Armaturen verbieten zu müssen: Überhebliche, strohdumme Eurokraten, die kein Vertrauen in die Menschen haben für die sie zu arbeiten vorgeben.

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Andreas Schwander

Leicht zu umgehen

So wenig hilfreich diese neue Idee der Eurokraten in Brüssel auch in Ländern wie Deutschland ist, zum Glück kann man die Sache leicht umgehen, wie ich im Umgang mit vorgeschriebenen Wasserspar-Duschköpfen in Australien festgestellt habe: Duschkopf aufschrauben, Wasserbremse entfernen und wieder zusammenschrauben. Fertig!

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Andreas Sturm

Begeisterung hält sich in Grenzen

Aus welchem Grund meint man für ein Land wie Deutschland, wo Wasser nun wirklich nicht knapp ist, Armaturen verbieten zu müssen, welche "verschwenderisch" sind?
Wie der Artikel schon beschreibt ist Wasser unendlich und in Deutschland durch Regen und Wiederaufbereitung zur genüge zur Verfügung.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 16.02.2013 11:22 Uhr
Andreas Sturm

Danke für die Aufklärung

Ich dachte bisher unser Leitungswasser würde hier aus deutschen Quellen kommen bzw. in Deutschland aufbereitet werden und dabei eine Qualität annehmen, welche über der von Flaschenwasser liegt...danke jetzt weiß ich, dass unser Leitungswasser anscheinend von Coco-Cola aus Argentinien hergeschifft wird und wir deshalb verbrauchsarme Armaturen brauchen...

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Closed via SSO

Wasser - eigentlich eine klare Sache ...

Der Artikel strotzt aber von Halbseidenem: Nicht Appelle und bezuschußte Armaturen haben den Wasserverbrauch sinken lassen, sondern schlicht die steigenden Wassergebühren/-preise. Die Kosten sind nicht wegen zusätzlicher Spülungen angestiegen, sondern wegen teurer Instandhaltungsmassnahmen. Das komplexe Thema Verschmutzung ist mit den Stickstoffeinträgen der Landwirtschaft in Grundwasser nicht behandelt. Z.B. Rückstände ambulant verabreichter Medikamente wirbeln die Natürlichkeit der Flußfaunen durcheinander. Da kann der "Verbraucher" nichts machen, das wäre Aufgabe der Politik. Wassersparen und der völlig absurde Ersatz von frei Haus geliefertem Trinkwasser durch herangeschlepptes überteuertes "Mineralwasser" ist eine gute Sache für deren Verkäufer und Hersteller von Armaturen, nicht aber für Betreiber von Netzen, die plötzlich nicht mehr funktionieren. Das ist wahrlich ein relevantes bis explosives Thema, über das zu aufzuklären sich eigentlich lohnen würde.

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15.02.2013, 16:00 Uhr

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