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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Test Allesschneider Selten gut abgeschnitten

 ·  Salami, Schinken, Brot und Käse: Allesschneider schneiden alles - und lassen sich an Weihnachten auch noch gut verschenken. Stiftung Warentest hat 21 elektrische Schneidemaschinen und ein Allesschneider mit Kurbel getestet.

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Harte Brotkanten, feine Salamischeiben, hauchdünnen Schinken: Wer in der Küche gut abschneiden will, schätzt elektrische Hilfe. 25 Millionen Allesschneider stehen in deutschen Küchen. Vom praktischen Klappgerät in Küchenweiß bis zur stylischen Nobelmaschine aus Edelstahl. Die Stiftung Warentest hat 22 Modelle getestet. Der billigste Allesschneider kostet 30, der teuerste 170 Euro. Mit im Rennen: ein Gerät für Linkshänder und ein Nachfahre der guten alten Brotschneidemaschine, der Jupiter Hand Allesschneider mit Kurbel.

Das Testprogramm startet mit Brot und Salami. Hier schneiden die meisten Geräte gut ab. Mit Vollkornbrot und Weißbrot gibt es kaum Probleme. Krustenbrot schneiden einige Maschinen nur befriedigend, weil die Kruste bricht und die Scheiben etwas ungleichmäßig geraten. Drei Allesschneider haben auch mit Wurst und Käse Probleme: Clatronic AS 2958, Superior SMS-008 und der Jupiter mit Kurbel. Bei weichem Tilsiter streikt das handgetriebene Modell. Schneideergebnis für die drei Wurst- und Käsemuffel: insgesamt nur befriedigend.

Stärken und Schwächen

Alle anderen Geräte im Test schneiden insgesamt gut. Mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen allerdings. Dem Graef Economic etwa bereitete Krustenbrot Schwierigkeiten, dem Severin AS 3948/9 Schinken und Kasslerbraten und die Maschine von Siemens MS 42000 schafft kein perfektes Carpaccio. Nur die teuerste Maschine im Test schneidet alle Lebensmittel gut bis sehr gut: die Bosch MAS 9101. Preis für den Allesschneider: stolze 170 Euro. Dafür gibt es ein solides Standgerät mit einem Gehäuse aus Aluminium und Kunststoff.

Der Allesschneider von Bosch überzeugt auch in puncto Sicherheit. Eine Einschaltsicherung verhindert, dass das Messer allzu leicht losläuft. Die Maschine lässt sich nur mit Daumen und Zeigefinger starten. Eine Abdeckung über dem Messer schützt zusätzlich die Finger. Selbstverständlich ist das nicht: Sieben Allesschneider patzen bei der Sicherheit. Gefährlich sind die Maschinen vor allem beim Einschalten. Einige Modelle legen sofort los: ohne Sicherungsknopf. Manchmal liegt der Einschaltknopf auch so ungünstig, dass die Finger beim Einschalten ins Messer geraten können.

Schnitt ins Portemonnaie

Beim Schneiden selbst ist das Risiko von Schnittverletzungen relativ gering. Vorausgesetzt der Anwender arbeitet vorsichtig und aufmerksam. Nur wer beim Schneiden träumt, riskiert seine Finger. Ein Schnitt ins Portemonnaie sind die Allesschneider aber schon. Die Testsieger sind kaum unter 100 Euro zu haben. Vier Modelle machen das Rennen. Alles Standgeräte, die gut schneiden, sicher arbeiten und gut zu bedienen sind: Bosch MAS 9101 für 170 Euro, Ritter solida 5 für 139 Euro, Siemens MS 70001 für 100 Euro und Krups Universal Slicer ebenfalls für 100 Euro. Den Ritter solida 5 gibt es baugleich auch von Quelle. Preis: nur 100 Euro.

Das billigste Klappgerät ohne Sicherheitsbedenken heißt Siemens MS 42000 und kostet 37 Euro. Eine Lanze für Linkshänder bricht Ritter mit seinem Allesschneider E18 Kontur. Der Schlitten sitzt bei dieser Maschine links statt rechts. Die Ritter Kontur schneidet fast alle Lebensmittel gut. Nur Kasslerbraten nicht. Die Handhabung ist ohne Tadel. Das Reinigen fällt etwas schwer. Der Allesschneider für Linkshänder ist sehr leise; aber eine Einschaltsicherung fehlt. Deshalb insgesamt nur befriedigend. Für Linkshänder ist der Ritter E18 Kontur vielleicht trotzdem die beste Wahl. Übrigens: Auch Rechtshänder kamen im Test mit dem Gerät zurecht.

Tipps:

Platz sparen. Klappgeräte sparen Platz. Gut für kleine Küchen. Achten Sie beim Kauf aber darauf, dass sich Schlitten und Restehalter schnell montieren lassen. Bei einigen Modellen ist das etwas fummelig. Verwenden Sie den Allesschneider nicht ohne Schlitten. Sonst sind die Finger in Gefahr.
Schick und solide. Standgeräte sind besonders solide. In Alu- und Edelstahloptik wirken sie professionell und schick. Gut für größere Küchen. Vor allem, wenn Sie oft feine Scheiben schneiden, wie Carpaccio oder luftgetrockneten Schinken. Hier helfen ein solider Schneidetisch und ein leichtgängiger Schlitten.
Schnittbreite. Stellen Sie die Maschine vor dem Einschalten zur Sicherheit auf minimale Schnittbreite. So schützen Sie Ihre Fingerkuppen, falls Sie das Messer versehentlich berühren. Drehen Sie die Schnittbreite erst anschließend auf die gewünschte Stärke.
Schneiden. Benutzen Sie den Restehalter wann immer es geht. Vor allem bei harten Lebensmitteln wie Brotkanten oder Wurstenden. Der Restehalter verhindert, dass das Schneidgut vom Messer mitgerissen wird und Ihre Hand in das Messer gerät.
Sauber halten. Halten Sie Messer und Gerät stets sauber. Ein verklebtes Messer schneidet nicht mehr perfekt. Unappetitlich ist es obendrein.
Reinigen. Ziehen Sie den Netzstecker bevor Sie den Allesschneider reinigen. Greifen Sie das Messer mit einem Schwammtuch. Das schützt die Finger. Reinigen Sie den Allesschneider mit einem feuchten Tuch. Verwenden Sie etwas Spülmittel. Tauchen Sie das Gerät aber nicht ins Wasser.
Messer. Allesschneider werden meist mit Universalmesser verkauft. Für einige Modelle gibt es auch Spezialmesser als Zubehör. Zum Schneiden von Fleisch, Käse und Wurst. Im Test schnitten die Spezialmesser nur in Einzelfällen besser ab. Probieren Sie das am besten aus. Lassen Sie sich das Spezialmesser beim Fachhändler vorführen: An Ihrem Lieblingslebensmittel.

Der Beitrag wurde erstellt von unserem Kooperationspartner Stiftung Warentest. Weitere Tests und Informationen kostenpflichtig unter www.test.de.

Quelle: Stiftung Warentest
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