22.12.2011 · Erst in etwa 25 Jahren müssen Solarmodule in größeren Mengen recycelt werden. Doch schon heute müssen die Technik entwickelt und die Finanzierung geklärt werden.
Von Georg KüffnerRichtlinien für Lesermeinungen
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Werter Herr Hofman, wir alle werden womöglich beides bekommen: solar- und Windruinen und schlecht entsorgten "Atommüll". Strahlender Müll ist bereits vorhanden, ein sinnvolles Entsorgungs bzw. Recyclingkonzept sehe ich aber nicht. Dafür müßte der Komplex "Kernenergie" nämlich technisch-wissenschaftlich und nicht emotional-ideologisch diskutiert werden. Dank mehrfachem Ausstieg - aus der Forschung, aus der Energieerzeugung, aus der rationalen Debatte - ist die Eintrittswahrscheinlichkeit einer Lose-Lose Situation größer als 95%. Zufallsenergie hat ihren Sinn - aber eben nicht in Deutschland. Ach ja, die Spargel fallen auch mal um, verlieren Teile, fangen Feuer - besser man ist dann nicht in der Nähe dieser Gebilde.
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.12.2011 15:43 UhrWas ist an strahlenden Müll so schlimm?
Es gibt ein Entsorgungskonzept. Deutsche Behörden haben keine Probleme hochgiftige Chemikalien in Salzbergwerken zu bunkern. Aber bereits weitgehend abgestrahlten Atommüll in Asse wird als Katastrophe angesehen. Bei dem Kenntnisstand vieler Deutscher ist es kein Problem ihnen auch Angst vor der Klimahölle und einem im Meer versinkenden Kölner Dom zu machen. Aus dem gleichen Kenntnisstand heraus kann man ihnen auch weiss machen, sie seien schuld am Hungertod von Afrikanern (Nordkorea zählt ja nicht) und vor allem das CO2 aus westlichen Industrieländern sei besonders gefährlich. Das gefährlichste CO2 kommt gar aus D und darum müsse D seinen CO2 Eintrag unbedingt senken. Daher wundert es auch nicht, wenn der Welt-Klima-Retter Röttgen eine Co2-Deckelung/Budget für jeden Bürger vorschlägt. Mit dem Budget hat die CDU (siehe Seehofer 1992 Gesundheitsreform) interessante Erfahrungen gemacht. Die Lebensmittelkarte wird dann für eine gerechte Ernährung sorgen. Toll!
Vorsorgeprinzip? AKW?
Werter Herr Kirschstein, es ist auch noch kein AKW in Deutschland hochgegangen, trotzdem werden alle abgeschaltet. Im Namen desselben "Vorsorgeprinzips", das all die sündhaft teueren "Klimawandel Vermeidungs- bzw. Minimierungsmaßnahmen" beseelt. Was glauben Sie wohl, was mit den ganzen Off-Shore Stengeln passiert, wenn mal eine richtige Monsterwelle durchs Meer tobt? Oder mal ein Frachter dagegengetrieben wird? Wie glauben Sie, werden defekte Lager, Getriebe, etc. wohl in einem Stengel mitten im Stengelwald repariert? Wenn wir das Vorsorgeprinzip ernst nehmen, und dazu die Warnungen der Propheten von Klimakatastrophen, dann verbietet es sich geradezu diese ineffizienten und potentiell gefährlichen Stengel aufzustellen. Wurden uns nicht Stürme, Tornados, katastrophale Wetterereignisse aller Art prophezeit? Ein Stengelwald nach einem Tornado ist sicher ein ebenso betrüblicher Anblick wie ein durch Stengelteile zerstörtes Solarzellenfeld. Alarmismus/Katastrophismus geht auch andersrum.
Spargel fallen auch mal um?
Es sind schon einige Pargel umgestürzt - mit dem Botonfundament,
abgeknickt, abgebrannt usw..
Das wird natürlich nie in den Medien gezeigt oder erwähnt.
Schon gar nicht in den Fachzeitschriften usw.
Aber angesichts der inzwischen doch sehr großen Anzahl von WEAs
mag das nicht dramatisch sein. Wie es von Seiten der Versicherung
aussieht, ich habe da keine Vorstellung.
In Bürger für Technik findet man schon mal Bilder von
umgestürzten oder brennenden WEAs.
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"Ach ja, die Spargel fallen auch mal um, verlieren Teile, fangen
Feuer - besser man ist dann nicht in der Nähe dieser Gebilde."
Ach ja, nix übertreiben. Es drehen sich derzeit ca. 30.000 WKA in
D. Mir ist nicht bekannt, dass nur eines davon ein Autodach eingedellt hätte.
Lieber Spargel-Ruinenlandschaften als Atommüll!
An die zwei Meckerer vor mir: Lieber so, als der ganze Atommüll vor meiner Haustür. Oder was meinen Sie, die alten Atomkraftwerke lösen sich in Luft auf und es wachsen sofort Gänseblümchen drüber? Gegen das Atom-Recycling ist das hier angesprochene ja wohl tausendmal besser. Dafür zahle ich auch gerne! Falls Sie das anders sehen, dann stellen Sie doch gerne Ihren Vorgarten als Endlager zur Verfügung. Ich stelle dann meinen für die Solarmodule und Spargelstangen zur Verfügung.
Die "Inverkehrbringer" müssen in 20 Jahren zurücknehmen
und recyclen. LOL!
Bis dahin sind diese Subventionritter längst Geschichte, sie fallen
ja jetzt schon wie die Fliegen. Die Milliardenkosten... ja wer wird die
dann wohl wieder bezahlen müssen?
Das gleiche gilt übrigens für die Windräder. Die
wenigsten Betreiber haben Rücklagen für Abriß und
Entsorgung, und solche Beteiligungsmodelle können leicht sich in
Luft auflösen, wenn es Kosten zu tragen gilt. Also haben wir in 20
Jahren Spargel-Ruinenlandschaften, oder zahlen eben nochmal.
Erstaunlich, wie geduldig sich der deutsche Michel von der
Öko-Mafia abkassieren läßt.
"2000 und 2010 eingerichteten Photovoltaikanlagen Folgekosten von rund 80 Milliarden". Wie wurde dies denn berechnet? Danke vorab für den check!
Eine Solaranlage muss in DE etwa 2 Jahre laufen bis sie die Elektroenergie für ihre Herstellung rückgewonnen hat. Hat schon mal jemand abgeschätzt wieviel Energie für das Recycling eingesetzt werden muss und wie lange eine Solaranlage zusätzlich zu den 2 Jahren dann laufen muss bis sie wirklich Energie erzeugt? Ich weiß auch nicht ob je die Stromkosten für die Herstellung der Aluminiumprofile für die Modulmontage auf den Dächern mitgezählt wurde. Mein Gefühl ist dass bei Berücksichtigung aller Faktoren die Energiebilanz sogar negativ sein könnte. Auch die CO2 Bilanz ist sicher negativ wenn die Energie zur Modulherstellung vorwiegend aus chinesischen Kohlekraftwerken kommt und für Bodenanlagen bei uns auch noch CO2 speichernde Wälder abgeholzt werden wie dieser Beitrag berichtet. Ausgediente Solaranlagen sind nicht defekt. Sie liefern nur weniger Energie pro m2 als neue. In der dritten Welt wären sie sicher sehr begehrt. Warum verschenken wir sie nicht im Rahmen der Entwicklungshilfe?
Antworten (5) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 24.12.2011 17:01 UhrErschewinungsjahr!
Es trifft sicherlich zu, daß durch rationellen Fertigungmethoden,
durch Materialeinsparungen usw. inzwischen weniger Energie reingesteckt
werden muß. Das mag 10 oder 20% ausmachen. Ich glaube aber nicht,
daß es da signifinkante Verbesserungen in der Pruktion gibt.
Insbesondere wenn in China der Strom im mittel vielleicht mit gerade mal
30-35% Wirkungsgrad erzeugt wird.
Hinsichtlich der Entsorgung gibt es noch keine industriellen Erfahrungen.
Amortisation von fossilen und nuklearen Kraftwerken?
Die durchschnittliche Größe aller im Jahr 2010 installierten
PV-Anlagen lag bei 29,7 KW. Untersuchungen zu einer 3,12 KW-Anlage gehen
an der Realität vorbei.
Zu bedenken ist weiterhin, dass fossile und nukleare Kraftwerke die
Energie, die bei ihrem Bau eingesetzt wurde, nie amortisieren
können, da sie auch während ihres Betriebs ständig mehr
Primärenergie verbrauchen als sie an Nutzenergie erzeugen.
Erscheinungsjahr
Mit ihren Zahlen könnten Sie ja daurchaus recht haben, Herr Pietz, Sie sollten aber nicht verkennen, dass der Herstellungsprozess der PV Module ständig Innovationszyklen unterworfen ist, die mit erheblichen Materialeinsparungen einhergehen. Deswegen ist eine solche Studie nur noch für technikhistorische Zwecke verwertbar, wenn sie älter als 3 Jahre ist.
Nach der Studie (IER)* „Lebenszyklusanalysen ausgewählter zukünftiger
Stromerzeugungstechniken“ Seite 142 - liegt der kumulierte
Energieaufwand für eine 3,12 kW PV- Anlage insgesamt zwischen 80 GJ
und 95 GJ (22.000 kWh bzw. 26.000 kWh).
*(IER: Institut für Energiewirtschaft und Rationelle
Energieanwendung, Universität Stuttgart)
Bei einer Ausnutzung von 11% der Jahresstunden sind damit schon mal 8
bis 9 Betriebsjahre für die energetische Amortisation eines 3,12 kW
PV-Systems erforderlich.
Diese Studie berücksichtigt nur
- Rahmen, Hilfsenergie, Betriebsmittel, Wechselrichter, Verkabelung,
Aufständerung und schließlich die PV-Module.
Zum Bau und Betrieb einer Photovoltaikanlage sind die Ressourcen:
- Materialien, Herstellungsprozeß auch Geld erforderlich.
.Die Ressource ”Geld“* – sie wird häufig
”vergessen“ – ist eine nur in begrenzter Menge
verfügbare Ressource. Um diese in großer Menge erforderliche
Ressource „Geld“ „herzustellen“, muß sie
im Wirtschaftsprozeß zuvor erarbeite
Energiebilanz
Eine rel. kleine PV-Anlage (50m²) sammelt im Laufe ihres Daseins (20 Jahre) gut und gerne 100 Megawattstunden Strom. Dem gegenüber beträgt der energetische Aufwand zur Produktion von -sagen wir- 30 kg Aluminium etwa 600 kWh. Im übrigen hat der Anteil der PV bei der deutschen Bruttostromerzeugung in 2011 die 3% Marke überschritten, die Zahlen ändern sich schnell.