24.01.2013 · Auch wenn es für den Dreamliner von Boeing ein Flugverbot gibt: Lithium-Ionen-Akkus entzünden sich selten - sie verlangen jedoch besondere Vorsicht. Was ist eigentlich im Elektroauto los?
Von Johannes Winterhagen, Holger AppelRichtlinien für Lesermeinungen
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Die Aussage, die Batterien im Dreamliner würden die
Hauptgeneratoren in den Triebwerken
entlasten und somit den Treibstoffverbrauch senken, ist technisch nicht korrekt.
Eine der beiden Batterien ist für das Anlassen der APU vorgesehen.
Die zweite Batterie dient als kurzzeitige Notstromversorgung, für
den Fall, dass alle Sromgeneratoren versagen bzw. nicht verfügbar sind.
Die Batterien werden während eines normalen Fluges überhaupt
nicht gebraucht. Sie fliegen sozusagen als stille Stromreserve mit und
sollen eigentlich die Sicherheit noch weiter erhöhen. Umso
tragischer ist es, dass gerade diese Batterien im Dreamliner das
grösste Risiko darstellen,
das man sich als Fluggast vorstellen kann: Feuer.
Liebe FAZ: bei allen modernen Passagierflugzeugen werden die sogenannten APU/Hilfsaggregate mit Strom aus den Batterien angelassen, also ist das nun wirklich nichts Neues bei der B787, VG M.MOHR
Wie schon von Herbert Sax angemerkt gibt es verschiebene Bauarten von Lithium Ionen Akkus. Die Lithium-Kobald haben die bisher hoechste Kapazitaet und erlauben auch sehr hohe Entladungsstroeme. Sie sind im Flugzeug-Modellbau beliebt und manchem Modellbauer ist schon das Einfamilienhaus abgebrannt. Fuer diese Anwendung empfehle ich sowjetische Weltraumtechnik: eine Kiste aus 5 cm dickem, gruenem Eschenholz. Die kann man auch mit brennenden Batterien aus dem Haus tragen. Das Holz taugt auch als Hitzeschild beim Wiedereintritt in die Erdatmosphaere und ist billiger (auch schwerer) als die Loesung der NASA. Elektro-Fahrraeder haben LiFePO4 Batterien, habe mal eine durch Ueberladen ruiniert. Die ausgetretenen Chemikalien sind aber harmlos im Vergleich zur Schwefelsaeure der konvetionellen Blei-Saeure Akkus.
Wie schon von Herbert Sax angemerkt gibt es verschiebene Bauarten von
Lithium Ionen Akkus. Die Lithium-Kobald haben die bisher hoechste
Kapazitaet und erlauben auch sehr hohe Entladungsstroeme. Sie sind im
Flugzeug-Modellbau beliebt und manchem Modellbauer ist schon das
Einfamilienhaus abgebrannt. Fuer diese Anwendung empfehle ich
sowjetische Weltraumtechnik: eine Kiste aus 5 cm dickem, gruenem
Eschenholz. Die kann man auch mit brennenden Batterien aus dem Haus
tragen. Das Holz taugt auch als Hitzeschild beim Wiedereintritt in die
Erdatmosphaere und ist billiger (auch schwerer) als die Loesung der NASA.
Elektro-Fahrraeder haben LiFePO4 Batterien, habe mal eine durch
Ueberladen ruiniert. Die ausgetretenen Chemikalien sind aber harmlos im
Vergleich zur Schwefelsaeure der konvetionellen Blei-Saeure Akkus.
Lithium-Ionen-Batterien sind zunächst einmal Zeitbomben.
Durch raffinierte Elektronik (Überstromschutz, Verpolschutz
für jede Zelle usw.) lassen sie sich jedoch, solide Qualität
vorausgesetzt, unter normalen Umständen gut unter Kontrolle bringen.
Es bleibt da Restrisiko besonderer Umstände: Beschädigung von
außen, Fertigungsfehler etc.
Ein Auto hat den Vorteil, daß man es fast immer rechtzeitig zum
Stehen bringen und aussteigen kann. Das kann man bei einem Flugzeug
vergessen. Daher gehört dort zumindest die Anzahl der
LiIon-Batterien minimiert und diese auf besondere Robustheit
gezüchtet sowie mit der bestmöglichen Schutzelektronik ausgerüstet.
Defekte Lithium-sonstwas-Akkus über 500 Gramm gelten als Gefahrgut - einen kaputten Akku aus dem Pedelec darf der Privatmann daher nicht selbst transportieren; stand letztes Wochenende in der Zeitung. Steilvorlage für die Berufsbetroffenen: Unmengen ungenehmigter Gefahrguttransporte über unsere Köpfe hinweg, tagtäglich. Was für ein Skandal! Und am Boden regt man sich über Schrippen und Frau Schavans Jungmädchen-Diss. auf. Ja, ist etwa Karneval?
Elektroautos wegen der Batterien ausgebrannt
Der Chevrolet Volt (baugleich Opel Ampera) ist spontan abgebrannt,
Wochen nach einem Crashversuch. Ein Elektroauto des chinesischen
Herstellers BYD ist nach einem Unfall in Brand geraten und explodiert,
alle drei Insaßen kamen ums Leben.
Solche Dinge lassen sich leicht googeln. Nur weil aus weltanschaulichen
Gründen darüber wenig berichtet wird, sind die E-Autos nicht
von solchen Gefahren frei.
2 Milliarden dieser Bauart ? Was für eine Dramaturgie der FAZ.
Da hat man wohl alle Knopfbatterien, Handies, Computer und Schuhsohlen mitgezählt.
Lithium-Ionen-Akkus sind nicht gleich Lithium-Ionen-Akkus
Die von Boing verwendeten Lithium-Cobald-Dioxid-Batterien haben zwar die höchste Energiedichte pro Volumen, sind aber bei Produktionsfehlern und bei falscher Behandlung am meisten brandgefährdet. Boing hätte sich für Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus entscheiden sollen. Diese haben bei gleichem Gewicht zwar etwa 20% weniger Kapazität, sie sind jedoch bei weitem nicht so brandgefährdet wie Lithium-Cobald-Dioxid Batterien. Da Produktionsfehler sowie Fehler im elektronischen Batteriemanagement nie auszuschließen sind, wird Boing wohl oder übel umsteigen müssen. Daran führt kein Weg vorbei bei den Sicherheitsanforderungen. Ein Auto kann man in der Regel noch verlassen wenns raucht, einen Laptop ebenfalls aber kein Flugzeug wenn es überm Wasser ist.
Warum nicht Batterien Typ Enveloop
Sanyo bietet mit der Eneloop-Serie Akkus an, die eine geringe
Selbstentladung und hohe Speicherkapazität bieten.
Ab Februar 2013 gibt es eine verbesserte Version Namens Eneloop XX.
Quelle: MacWelt.de 23. Januar 2013
Großes Unternehmen setzt Batterien 20 jahre ohne Problem in einem
system ein. Mege ca 200 000 Stück.
nach 20 Jahren wird eine neues System eingeführt und man hat noch
fast 50 000 neue der alten Batterien auf Lager.
Kurz nach dem ersten Einsatztagen beginnen die Batterien plötzlich
sich selbst zu zerstören.
Immer kürzere Ladezyklen.
Der hersteller benötigt ca 7 Monate um die Ursache zu finden.
Bisher wurde durch eine sanfte Konstandladung die batterie geladen.
Im neuen System hatte man auf Sägezahl-Modus umgestellt.
Konsequenz: Durch die höhere Ladespannung entstanden
größere Gasblasen am Boden der Batterie die dann nicht mehr
bedingt durch den Abstand und das Material der Separatoren nicht mehr
nach oben wandern und ausgasen konnte.
Teil II
Jeder Energiespeicher birgt Gefahren!
5l Benzin im Auto, die 5kg Propangasflasche im Wohnwagen, der
Batterieraum zu Notstromversorgung..... selbst 10m³ feuchtes Heu
bildet eine Gefahr.
.
Mit den meisten könne wir gut umgehen, es gibt Regeln, Erfahrung, Vorschriften.
.
Was mich wundert ist der "sorglose" Ein- und Aufbau dieses
Akkus in eine Boing. Jemand der schon einmal einen simpelen Autoakku mit
100 A/h im Prüfraum mit Sicherheitsvorkehrungen kurzgeschlossen hat
und dabei erleben durfte, wie sich so ein Teil zerlegte, geht mit
Energiespeichern sehr vorsichtig um.
.
Externe Sicherheitsvorkehrungen sind da müssig.
"Eigensicher" müssen solche Systeme sein. Also vom Auf-
und Einbau so, das im jedem denkbaren Fehlerfall ein Ausfall, ein Fehler
nicht das Gesamtsystem gefährdet.
.
Besonders in der Luftfahrt, wo es seit langer Zeit üblich ist
mehrfach redundant, auf Sicherheit bedacht, zu arbeiten.
.
Verwundert über so wenig technische Expertise bei Boing ist
.
Sikasuu
Elektrischer Speicher aus der Bastelwerkstatt?
Sollte es sich bei dem auf dem Bild gezeigten Energiespeicher
tatsächlich um die von Boeing verbaute Akkueinheit handeln, fehlen
mir beinahe die Worte.
Wie korrekt im Artikel beschrieben, ist in der Automobilindustrie seit
Jahren bekannt, dass ein präzises Thermomanagement die strenge
Voraussetzung für einen sicheren Betrieb von LitIon-Akkus ist! Der
gezeigte Kasten aus vernieteten Blechen und Batteriemodulen von der
Stange lässt aber weder Kühlwasseranschlüsse/ -leitungen
noch eine entsprechende Luftführung erkennen...
Anscheinend findet hier die Erprobung direkt beim Kunden statt.
Frank-Holger Appel Jahrgang 1966, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für „Technik und Motor“.
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