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Veröffentlicht: 24.03.2017, 16:06 Uhr

Garmin Forerunner 735 XT Fernab ihrer Bestimmung

Möglichkeiten über Möglichkeiten: Die Multisportuhr Garmin Forerunner 735 XT bietet mehrere Funktionen an, die sich im Alltagsgebrauch als praktisch erweisen. Wir haben sie ausprobiert.

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© Hersteller Was kann die eigentlich nicht?

Manchmal wird einem unverhofft etwas Offensichtliches ganz unverblümt gesagt: „Wie ein Triathlet sehen Sie eigentlich nicht aus.“ Richtig, das einzig Triathletische an dem alten Zausel ist die Uhr, auf die der Gegenüber deutet, eine Forerunner 735 XT von Garmin (etwa 450 Euro). Eine smarte Multisportuhr, die mit aufs Rad und mit ins Wasser darf, beim Laufen oder Spazierengehen wie im Schlaf den Puls am Handgelenk fühlt, die dank GPS weiß, wo man sich herumtreibt und mittels Bewegungssensor zählt, wie viele Schritte man getan hat, und daraus den Kalorienverbrauch ermittelt. Und die, wenn man mal wieder allzu lange vor dem Bildschirm hockt, einen vibrierend und mit einem „Los!“ hochscheucht.

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Darüber hinaus ist sie die wahrscheinlich am deutlichsten unterforderte digitale Prothese des ganzen Haushalts. Denn sie hat so unglaublich viele nie genutzte Funktionen, dass daneben das Smartphone als einigermaßen ausgelastet gelten darf.

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Man könnte ihr ein eigenes Displaydesign mit einem privaten Foto etwa verpassen. Sie könnte mittels eines für die Grundfunktionen nicht erforderlichen Brustgurts und Pedalen, welche die Wattzahl melden, wesentlich umfangreichere Trainingsdaten erheben, die weitgehend selbsttätig an das Portal Garmin Connect geliefert würden. Die Forerunner 735 XT könnte Prognosen für den nächsten Lauf abgeben und mit dem Erholungsratgeber darauf achten, dass man sich nicht zu viel zumutet. Und wenn so etwas unterwegs nicht entsetzlich nervte, würde sie sich melden, wenn man auf dem Smartphone Nachrichten erhalten hat. Mit Hilfe von etwas Zubehör könnte die Garmin sogar auf das Fahrrad aufpassen.

Im nichttriathletischen Alltag erfreut die Forerunner zunächst dadurch, dass sie nicht wie andere smarte Uhren jeden Abend auf eine magnetische Ladeschale mit niemals auf Anhieb passenden Kontakten gefummelt werden muss. Wenn es nach mehreren Tagen so weit ist, was wesentlich davon abhängt, wie oft man die GPS-Funktion aktiviert hat, findet die kleine Zange am Ende des mitgelieferten USB-Kabels ihre Kontakte sofort und unverlierbar. Genauso wird die Uhr mit dem Computer verbunden. Gelegentlich verlieren die grünen Leuchten auf dem Gehäuseboden ein paar Pulsschläge. Und leider hat es kein Vierteljahr gedauert, bis ein Steg des ansonsten sehr angenehm zu tragenden Armbands ausgerissen war.

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