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Trends im Skisport Rocker unter uns

 ·  Wer dieser Tage auf der Suche nach neuen Ski durch die Sportgeschäfte streift dürfte angesichts der Vielfalt des Angebots begeistert sein - oder verwirrt. Für den Kunden ist das Durcheinander eine Zumutung. Fachkundige Beratung ist notwendig.

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© Hersteller Vergrößern Nie waren die Chancen größer, den perfekten Ski zu finden

Wer in diesen Tagen durch Sportgeschäfte streift, wer sich Prospekte der Hersteller zu Gemüte führt, durch deren Internetseiten klickt, ist wahrscheinlich überwältigt von dem, was es alles gibt, vielleicht sogar begeistert von den Möglichkeiten, die sich eröffnen. Oder verwirrt. Denn nicht jeder von uns ist ein Alois, der 150 Tage im Jahr auf Ski steht, ein Kenner und Könner. Wer nur eine Woche im Jahr Gelegenheit zum Skifahren hat, blickt kaum durch, greift im Zweifel zu dem, was gerade mit Rabatt verscherbelt wird.

Schade. Es ist ja eine wertvolle Woche. Nie war die Chance so groß, das Material zu finden, das genau zu einem passt, einem die Sache auf erstaunliche Weise vereinfacht. Oder etwas zu entdecken, mit dem sich dieser Sport neu erleben lässt, weil es einen ausgeprägten, eigenen Charakter hat. Das Angebot deckt ein weites Spektrum zwischen Piste und Pulver ab, zwischen Sport und Komfort, zwischen dem spitz konzipierten Spezialisten und der breit angelegten Wollmilchsau. Ausprobieren, mal auf etwas Neues einlassen, einen Exzentriker testen wie den D2 von Dupraz oder den BBR von Salomon: Nicht jedermanns Sache, lohnt sich aber!

Fachkundige Beratung ist notwendig

Leider ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man sich ohne Beratung eines kundigen Verkäufers in der Welt der Ski heillos verfranst. Man stolpert über Vokabeln wie Taillierung, Radius, Mittenbreite, Biegeverhalten, Torsionssteifigkeit, Dämpfung, Vorspannung - alles Faktoren, von denen die Fahreigenschaften abhängen wie von der Länge, dem Gewicht, der Form der Schaufel und des Endes, der Art der Bindungsmontage zur Übertragung des Steuerimpulses. Was unter der bunten Oberfläche steckt, kann, auf Anhieb nicht zu erkennen, ein aggressives, bissiges Tier sein, das keine Fehler verzeiht, ein gutmütiger Kumpel, ein spritziges, drehfreudiges Gerät oder eins, das eher träge ist und dafür mit hoher Laufruhe punktet. Die Hersteller machen eine schwierig zu durchdringende Materie unnötig kompliziert durch phantasievolle Bezeichnungen, unter denen sich der Laie nichts vorzustellen vermag. Shockilla-Einlagen, piezoelektrische Intellifibers, Spaceframe 3D, Levitation Profile - wie bitte?

Da gibt es Racecarver, Sportcarver, Genusscarver, Slalom- und Riesenslalom-Carver, Twintips, Allrounder, Allmountain-, Freeride-, Freemountain-, Bigmountain-, Backcountry-Ski. Jeder nennt es, wie er will, zu allem Überfluss sind die Kategorien unklar definiert. Und nun auch noch der Rocker, den es als Allride-Rocker, Tip-Rocker, Tip & Tail-Rocker, Full-Rocker, Performance-Rocker, Renn-Rocker und, und, und gibt. Für den Kunden ist das Durcheinander eine Zumutung, alle wissen das, alle Hersteller beklagen es, und doch hält jeder an seinen Begriffen fest.

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