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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Tempo 30 Das Lehrstück

 ·  Was passiert, wenn Tempo 30 dort eingeführt wird, wo es nicht zwingend ist? Wenn der Verkehrsraum nicht neu geordnet wird, um dies für alle Beteiligten deutlich erkennbar zu machen, passiert erst einmal nichts. Die Maßnahme ist dann Unfug.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (36)
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joachim tarasenko

Dann können wir gleich alle mit Tretrollern fahren

Mehrmals pro Woche befahre ich eine Bundesstrasse die nach Tschechien führt. Auf der deutschen Seite muss mann auf 40 kmh drosseln und auf der tschechischen Seite sind es 50. Auf der selben Strasse. Da fragt man sich was das soll. Ich kann mir das nur mit der in D üblichen Gängelei und Entmündigung der Bürger erklären. Dann alle 2 km stehen auf deutscher Seite Polizei, Zoll usw. Man fragt sich, wo ist Schengen geblieben? War das nicht was mit freier Fahrt für freie EU Bürger? Wird in diesem Land alles unterlaufen.

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Matthias Unger

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

der sich in der gewohnten Umgebung ohne zusätzliche (hier optische) Reize nicht aus seinem Verhaltensschemata lösen kann oder was ist die Botschaft des Artikels?

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klaus melzer
klaus melzer (dotschn) - 07.01.2013 12:54 Uhr

Ich laufe nicht mit irgendwelchen Vorschriten unterm Arm herum....

....sonst hätte ich immer ein Transportfahrzeug in der Nähe.
Kein Mensch hält sich an ihm unbekannte Studien und/oder Vorschriften.
Es geht um Psychologie! Es gibt Verkehrspsychologen, die sagen das das Straßenprofil die Geschwindigkeit begrenzt! Da können sie sich ihre Vorschriften irgendwohin hängen.
Ich bin einmal in ein Gymnasium gegangen, vor dem Gebäude hatten wir eine Fahrbahnbreite von 12m!
Gut Tempo 30, niemand hielt sich dran. Es gab Radarmessungen. Wen hat man beanstandet? Lehrer der Schule und Schülereltern.
Nochmal zurück zum Busbetrieb. Eine Buslinie durch eine Rechts-vor-Links Zone zu schicken ist Unsinn!
Bei uns hier in München fährt der Bus zwar nicht auf einer Vorfahrtsstraße(Zeichen 306), er hat das Zeichen 205. Das geht gut.
Schlußendlich hat so ein Bürobewohner nicht fertiggedacht.

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Wolfgang Richter

Einspruch

Das Fahrrad ist KEIN sicheres Allround-Verkehrsmittel.
1) Im Büro kann man eben nicht verschwitzt ankommen. Und selbst wenn die Firma (können nur große) netterweise Duschen zur Verfügung stellen sollte: Die Duschzeit darf keine Arbeitszeit sein, d.h. man verliert sie jeden Tag. Dazu das Mitnehmen von Wechselwäsche und das Lagern der verschwitzten. Und abends das Wiederanziehen der verschwitzten.
2) In Deutschland regnet es oft. Längere Strecken kann man dann nur mit Überjacke, Überhose und Regengamaschen/Überschuhe fahren. Zudem schwitzt man in dem Zeug leichter.
3) Radfahren ist gefährlich, besonders in der Stadt. Und zwar nicht nur oder vielleicht nicht einmal überwiegend durch die bösen Autos, sondern durch die netten Radlerkollegen.
Einige (Radler-) Kollegen von mir sind schon im Krankenhaus gelandet.
Fazit: Wer sicher, sauber und nicht verschwitzt im Büro ankommen will, dem bleiben zu Fuß gehen, ÖPNV oder eben das Auto. Oder vielleicht Blümchenradeln mit Tempo 12 und Puls <95.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.01.2013 11:54 Uhr
fred meier
fred meier (Sikasuu) - 07.01.2013 11:54 Uhr

Da kommen mir jetzt aber die Tränen:)) ob dieser Führsorge!

1) Im Büro kann man eben nicht verschwitzt ankommen.
Seit dem sich vermehrt "Bänker" mit Pedelecs auf den "Radwegen" breit machen scheint das wohl nicht mehr so schlimm zu sein:)
.
2) In Deutschland regnet es oft.
"In Münster regnet es oder es läuten die Glocken. Beides gleichzeitig=Sonntag!" (Alte Volksweisheit aus dem Münsterland:) Gleichzeitig haben Münster, Kopenhagen und die Niederlande allgemein (alles keine Südseeinseln) den größten Radverkehrsanteil EUROPAS mit > 25%.
.
3) Radfahren ist gefährlich,....durch die netten Radlerkollegen.
Die Unfallzahlen Radler/Radler finden sich im Gesamtunfallgeschehen RAD um Bereich <=3/5%
Mal die Daten neu lesen:)?
###
Niemand soll mit 12Km/h 95 Puls gegen seinen Willen auf Rad gezwungen werden.
.
Aber die, die mit einem 100Puls mit 20 Km/h Schnitt unverschwitzt zur Arbeit fahren wollen sollten wohl unterstütz werden. Vor allen Dingen weil sie VIEL Verkehrsraum für die anderen Autofahren frei machen;)
.
Scheint zu gehen s.o.
.
Wei

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Michael Meitzendorf

Generelles Tempo 30 ...

... sorgt für weniger Verkehrssicherheit.

Einfacher Grund: Erheblich mehr Verkehr in Wohngebieten. Solange es auf Hauptstraßen Tempo 50 gibt, gibt es für den Autofahrer einen guten Grund, zwischen 2 Punkten in der Stadt einen kleinen Umweg über die Hauptstraßen zu nehmen. Muss man überall 30 fahren (und eine entsprechende Vorfahrtsregelung für Hauptstraßen fehlen), würde man den kürzesten Weg - z.B. durch diverse (bisher ruhige) Wohngebiete nehmen.

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Frank Selig
Frank Selig (fmselig) - 06.01.2013 08:03 Uhr

Klar erkennbare Radspuren ...

... im Fahrbahnbereich führen zu einem guten und m.E. auch sicherem Nebeneinander von Rad- und Autofahrern. Die Radler sind immer im Blickfeld der Autofahrer, die, bis auf wenige Ausnahmen, die Radspuren auf "ihrem" Asphalt respektieren. Radfahrer können sich auf diesen Spuren gleichsam sicher fühlen - auch bei erlaubtem Tempo 50. In Berlin gibt die Reichsstraße in Charlottenburg ein sehr gutes Beispiel dafür ab.

Die eigentliche Gefährdung für die Radfahrer geht, wie von Peter Lustig bereits erwähnt, vom Querverkehr aus. Abbiegende Autofahrer müssen nicht nur ihre mittlerweile unübersichtlichen Karossen mit dicken B- und C-Säulen und Kopfstützen überwinden, sie müssen auch noch die Radfahrer auf dem Radweg jenseits der parkenden Autos erspähen. Selbst wenn er erfolgt, der Radfahrerblick, kann das schief gehen. Da hilft auch kein Tempo-30-Schild! Hier ist ein Umbau der Verkehrsflächen vonnöten. Dann kann's auch bei Tempo 50 bleiben.

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Peter Schwarz

Vielleicht sollte man bei diesem Thema mal über die Grenze in die Niederlande schauen, ..

... denn hier gibt es seit Jahrzehnten eine funktionierende Fahrradinfrastruktur. Überall ausserhalb der Wohnstrassen gibt es separate Radwege in jeder Fahrtrichtung. Breit, mit gutem Belag und (ganz wichtig) VORRANGKENNZEICHNUNG (!) gegenüber dem querenden Verkehr. An jeder Einmündung/Kreuzung wird dem motorisierten Verkehr durch Fahrbahnmarkierung deutlich gemacht: der Radfahrer hat VORRANG! Als Radler zieht man locker und entspannt an allen Verkehrsstaus vorbei, man ist entsprechend privilegiert und kommt flott voran. Ohne Stress und ohne Hektik. Die Radwege sind so breit, dass man locker überholen kann - also kommen sich auch langsame & schnelle Radler nicht in die Quere. Aber das kostet - und zwar Verkehrsfläche!! Eine komplette Spur pro Fahrtrichtung ist für Radler reserviert! Und das geht in D-land nicht - da schreit die Autolobby auf! Radler brauchen Verkehrsflächen - aber D-land will sie ihnen nicht geben. Das ist das eigentliche Problem. Nur das sagt keiner!

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fred meier
fred meier (Sikasuu) - 05.01.2013 18:23 Uhr

Es ist schon eigentümlich! Der Radfahrer als FEIND des Autofahrer:-)

Es ist absehbar das > 25% des Verkehrs/Stadt in 5-10 Jahren mit dem Rad (mit oder ohne E-Antrieb) erledigt werden.
.
Aus ökonomischen Gründen, weil die Verkehrsfläche zu knapp wird,......
.
Für diesen Verkehr ist es NICHT möglich RAD- oder SonderWEGE an zu legen. Der Verkehr mit PKW im Ballungsraum ist HEUTE schon nicht unter zu bringen. Verkehrs- und Parkflächen sind am Ende ihrer Aufnahmefähigkeit!
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50 % der in D abgefragten Verkehrsleistung sind <= 15Km, 75% <=25km also alles Entfernungen die mit dem Rad noch bequem und preiswert zu fahren sind.
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Die PKW Durchscvhittsgeschwindigkeit in der Stadt ist <= 25Km/h. OHNE Parkplatzsuche.
.
D.h. für den Tür zu Tür Verkehr ist das Rad nicht nur billiger, es ist für einen mässig geübten Fahrer auch schneller.
.
Radfahrer brauchen ca 1/6 der Verkehrs- und 1/10 der Parkfläche!
.
Fazit: Deutsche Autofahrer müssten FANTISCHE Radverkehrsförderer sein, weil jedes Prozent Radverkehr mehr Platz für die PKWs bringt!
.
Wo ist die Lobby fürs RAD?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.01.2013 12:48 Uhr
Ralph Dihlmann

Sie sind das Milchmädchen

In Koppenhagen funktioniert das seid Jahren. Radwege haben Priorität, werden im Winter als erstes geräumt. Die Dänen ziehen sich einfach im Winter und bei Regen entsprechend an. Auch im Sommer radeln sie ruhig und entspannt.

Andernfalls gäbe es unsinnige Staus, sowohl für Menschen und Berufsgruppen die auf den PKW angewiesen sind, als auch bei den öffentlichen Verkehrsmitteln. So wie es halt in Deutschland meistens ist.

Nochmal, es kann doch nicht so schwer zu begreifen sein: Je mehr Menschen durch vernünftige Verkehrsplanung ermutigt werden aufs Rad umzusteigen, desto mehr Verkehrsfläche steht zur Verfügung. Bedeutet: Weniger Staus, entspannteres Pendeln.

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Timor Builtmann
Timor Builtmann (TimorB) - 05.01.2013 20:56 Uhr

Milchmädchenrechnung

25 km bequem mit dem Rad? Jeden Tag, bei Wind und Wetter?
Und im Sommer bei 30°+ eine Stunde Radfahren und danach acht Stunden verschwitzt im Büro herumstinken - wer macht sich derart seinen Job kaputt?
Sie blenden auch den simplen Umstand aus, daß nicht nur die Entfernung zählt, sondern auch Kinder, Einkäufe, Werkzeug etc zu befördern sind. Abgesehen davon, daß nicht alle deutschen Städte auf dem flachen Land liegen.
Wenn an Ihrer Rechnerei irgendetwas Substanzielles zu finden wäre, hätten wir längst ganze Heerscharen von Radfahrern auf den Straßen. Die meisten Leute können Verkehrsalternativen selber beurteilen und brauchen dazu keine grüne Volksdidaktik.

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Peter Lustig

Statistik?

Im Artikel steht: "...in Tempo-30-Zonen sinke bei einer Kollision mit einem Kraftfahrzeug die Wahrscheinlichkeit des Unfalltodes für den Radler von 80 auf 10 Prozent."

Das ist ja mal eine Ansage! Das sieht jeder Autofahrer sofort ein und fordert langsam fahren zu dürfen.

Allgemein dürfte aber auch bekannt sein, dass nicht der Längsverkehr das Problem ist, sondern der Querverkehr. Entzieht man also den Radfahrer dem Sichtbereich des Autofahrers, indem man den Radfahrer auf den Gehweg zwingt, kommt es beim Abbiegen des Autofahrer zu Konfliktzonen. Welcher Autofahrer biegt aber mit 50 km/h ab?

Die Realität sieht also noch etwas anders aus, als irgendwelche isolierte Betrachtungen von individuellen Unfallhergängen, die äußerst selten oder auch nie vorkommen, schließen lassen. So entsteht keine brauchbare Verkehrsplanung, so entstehen nur neue Probleme.

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Wolfgang Richter

Endziel Verkehrsblockade

Wenn schon die Rede davon ist, die Straßen müßten so schmal sein, daß Radler Autos wirksam "einbremsen", offenbart sich, was eigentlich geplant ist:
Den Autoverkehr völlig zum Erliegen zu bringen.
Wie es "grüne" Pläne immer wollen.
Ein normaler Radler fährt nicht einmal 30, bestenfalls 20-25. Alte Damen fahren 10 bis 15 (das ist ihr gutes Recht) - und sicheres Überholen ist unmöglich.
Soll der Autofahrer kilometerweit der armen Oma nachfahren, oder soll diese immer wieder in Ausweichstellen fahren, um überholt zu werden?
Dieser Auswuchs eines grünen Gehirns mag für kurze Stichstraßen in kinderreiche Wohngebiete diskutabel sein, als flächendeckende Lösung ist er völlig ungeeignet.
Außer, er dient ganz anderen Zielen.

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Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 19:32 Uhr
fred meier
fred meier (Sikasuu) - 05.01.2013 19:32 Uhr

Was soll das aufrechnen?

Wie schon u.a., halten sich ca 90% der Verkehrsteilnehmer weitgehend an die StVO.
.
Soll ich hier einmal eine Sammlung von Verkehrsverstößen von Autofahrern hinstellen?
.
Ist blödsinn!
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Regeln=die StVO ist dazu da, das alle Beteiligten sich auf das regelrechte Verhalten der anderen verlassen können. Klappt auch in den meisten Fällen.
.
Leider ist es immer ein kleiner Prozentsatz der gleiche Leute, die auf allen Verkehrsmittel die Regeln verletzen.
.
Stichwort: Parkabzocke, Blitzerabzocke, warum Nachts 120 auf der leeren Autobahn, warum 30 in der Wohnstrasse........
.
Das ist meist die gleiche Gruppe die hochgeht, wenn man 5 m neben IHRER Garageneinfahrt parkt, beim Aussteigen mit der Jacke IHR "heiliges Blechle" streift....... und auch mit der Hupe darauf hinweist, das der "Nichtradweg" auf dem Bürgersteig doch zu benutzen wäre:-))
.
Es gruesst
der Kampfradler :-))
Sikasuu
.
Ps. Mit 30Kg Gepäck auf dem Radwerde ich ernst genommen. Mit dem leeren Rad seltener.
Komische Erfahrung :-))

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fred meier
fred meier (Sikasuu) - 05.01.2013 19:18 Uhr

Es bringt sehr VIEL daran zu erinnern, das die StVO KEINE Wunschkonzert ist!

Die StVO = Regeln sind dazu da, damit ALLE Beteiligten sich innerhalb dieser Regeln möglichst gefahrlos bewegen können. Das Menschen versehentlich diese Regeln verletzen, unachtsam sind.... kommt vor!
.
Das aber Falsch-Parken, Abdrängen, zu schnell fahren, bei "dunkelgelb" fahren ..... als lässliche Sünde (das geht doch nicht anders ich habe es eilig, weil.....) abgelegt wird ist ein sehr deutsches Phänomen.
.
Ich begegne (gleich in welchem Verkehrsmittel, von Rollschuhen bis zum 40t Sattelzug darf ich alles fahren und fahre es auch) immer den 90% unaufgeregten. zu großen Teil rücksichtsvollen Verkehrsteilnehmern und ca. 10% RAMBOS,Fahrspassjünger!
.
Diese 10% kann man sehr wohl erziehen :-))
.
Meint
Sikasuu
.
Ps. Die geänderten Lebensbedingungen der letzen 40 Jahre: 50 in der Stad, Gurt, Helmpflich Motorrad, auf 80% der Autobahnen <=120Km/h, die 0.8 Prom. Grenze. andere Führerscheinklassen.......
.
selbst hartgesottene Autofahrer können lernen :-)) wenn man das lernen teuer macht!

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Bertram von Steuben

Ergänzung, Herr Cordoba:

dann gibt es da noch einen Berliner Grünen-Bundestags-Direktmandatsträger, der mit dem VW-Touran zwei Häuserblocks weiter fährt, um dann sein altes Fahrrad auszupacken, um medienwirksam zum Reichstag zu radeln :-)))

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Bertram von Steuben

Herr Meier, Sie "klingen" nach einem Menschen, der mit dem Rad unter dem 30-Tonner liegt...

...und bluthustend sagt: "Ich hatte aber Recht!"
Es bringt nichts, Vorschriften einzufordern, die an den geänderten Lebensbedingungen der letzten 40 Jahre scheitern.

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Aldo Cordoba

Fahrradfahrer sind…

die besseren Menschen und haben per se immer Recht! (Ironie aus.)

Wie sich viele Radfahrer verhalten, ist bestens bekannt. Und dass von grüner Seite (solange man nicht grüner Bürgermeister ist oder grüne Abgeordnete, da lässt man sich lieber in der Oberklasselimousine chauffieren) Radfahrer als die bessere Art des menschlichen Daseins gefeiert werden, ist uralt. Somit weiß man sich sicher.

"Ausbremsen" ist ein grüner Plan - da beißt die Maus keinen Faden ab.
Eben Ideologie, nicht Logik.

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Weitere Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen
fred meier
fred meier (Sikasuu) - 05.01.2013 13:52 Uhr

Genau das meinte ich unten mit "im Kopf betoniert!

Strassen sind, wenn es nicht ausdrücklich ANDERS ausgeschildert ist, MISCHVERKEHRSFLÄCHEN!
.
Alles was Räder/Beine hat, jeder VERKEHR kann und soll sie nutzen.
.
Strassen gehören NICHT nur dem PKW-Besitzern :-))
.
Ist die Führerscheinprüfung schon so lange her?
.
Das hat mit "ausbremsen" und "grünen Plänen" nichts zu tun.
.
In diesem Sinn §1 der StVO lesen und die alten Fahrschulunterlagen mal wieder vorkramen;-)
Sikasuu
.
Ps. Es gibt kein Grundrecht auf freie Fahrt, auch wenn das der ADAC manchmal zu sugerieren versucht :-))
.
Pps. Man/Frau steht nicht im STAU. Man/Frau ist der STAU!

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Bertram von Steuben

Wer Radfahrer gefährden möchte,

nimmt ihnen den Radweg weg.PUNKT
Ohne wenn und aber, wobei es überhaupt nicht darauf ankommt, wo wer fahren DARF, und wie schnell. Alle ideologischen Gedankengänge ob der Sinnhaftigkeit dieser ganzen Maßnahmen sind obsolet, solange Politiker immer noch glauben, dass ein Verkehrsschild oder ein Gestz vor 1,5 Tonnen Stahl schützen.
(...und wer bremst den Radfahrer bergab in der Zone 30???)
Generell sind Autofahrer immer bereit. sich einschränkenden Regeln unterzuordnen, wenn der Sinn auch erkennbar ist.
Hier wird, wie in der Energiepolitik, jedoch nur versucht eine künstliche Verknappung (Freizügigkeit für Autofahrer und Sicherheit für Radfahrer) zu erzeugen um dann linkspopulistisch eine Lösung für ein Problem anzubieten, welches es ohne diese Art der Politik gar nicht gäbe.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 16:22 Uhr
Bertram von Steuben

Werter Herr Meier, Sie sagen "A" und meinen "B"...

Die von mir geschilderte Problematik, dass der Radfahrer in Gefahr gerät, sobald er den Radweg verlässt, bestätigen Sie, erkennen dieses aber nicht.
Die von Ihnen geschilderten Gefahrenpunkte sind "Kreuzungen".
Wenn Straße und Radweg sich ein und denselben(!) Verkehrsraum teilen! Wenn also der Radfahrer den ihm angestammten Platz, nämlich den Radweg verlässt!
Dort passieren dann über 99% der von Radfahrern unverschuldeten Unfälle.
(Über die vielen anderen reden wir hier lieber gar nicht erst. Auch das Bestehen auf Vorfahrt von vielen Radfahrern thematisiere ich hier nicht.)
Wie ich behauptete: auf den Radwegen sind die Radfahrer sicher!
Eines der Probleme in Deutschland ist die merkwürdige Regelung, dass die Radfahrer und Fußgänger zeitgleich mit den Autofahrern, die dann auch abbiegen, "grün" haben. Neben der Unachtsamkeit ist das m.E. der Hauptgrund für Unfälle. Andere Länder zeigen, dass es auch anders geht (Seperate Grünphase für Fußgänger/Radfahrer).

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fred meier
fred meier (Sikasuu) - 05.01.2013 14:03 Uhr

Wer Radfahrer gefährden möchte, .... schickt sie auf RADWEGE!

Die Merheit der schweren Unfälle mit Radfahrern passieren an Kreuzungstellen Radweg/ anderer Verkehr!
.
Standardaussage: Den habe ich nicht gesehen!
.
Ein im Strassenraum fahrender Radfahrer wird als Verkehrsteilnehmer wahrgenommen! Ein auf dem Radweg hinter parkenden Autos NICHT!
.
Typische Situation: Rote Ampel, Rechtsabbieger, KEIN Fussgänder an der Ampel.
Der Autofahrer fährt los und der Radfahrer, der mit 20-25 km/h auf dem Radweg über die Fußgängerfurt geführt wird ist tot!
.
Für Gelegenheitradfahrer, ängstliche Leute und Kinder, reicht ein Schild auf dem Fußweg "Radfahrer frei". Menschen die sowohl einen PKW wie auch ein Rad bewegen können, als ein wenig Wissen um Verkehrsregel haben gehören auf die STRASSE! Mit dem PKW und mit dem RAD!
.
Meint
Sikasuu
.
Ps. Ein Rad braucht 1/10 des Verkehrsraumes wie in PKW. Liebe Autofahrer, seit FROH über jeden Radfrahrer für den Ihr einmal bremsen muesst. Der vermeidet den STAU und schenkt euch einen PARKPLATZ! :--))))

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klaus melzer
klaus melzer (dotschn) - 05.01.2013 12:45 Uhr

Prinzipiell falsch gelaufen.

Die komplette Lösung verbietet sich. Wenn man den Wegfall des Fahrradweges im Straßenprofil berücksichtigt hätte, hätte die Fläche zurückgebaut werden müssen. Dann aber wäre die Fahrbahn so breit geworden das sich niemand mehr an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten würde. Die Fahrbahn wäre einfach zu breit geworden. Der gelegentliche Fahrradverkehr würde die Autofahrer nicht mehr einbremsen. Der Rückbau hätte aber auch eine Umlegung der Fahrbahnentwässerung nach sich gezogen(teuer).
Busbetrieb auf einer nachrangigen Straße ist ein Unding!
Schlußendlich muß das Straßenprofil zur gewollten Geschwindigkeit passen, dann brauche ich auch keine Schilder. Wenn ich ein Straßenprofil für 60km/h habe, helfen auch keine Schilder!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 06.01.2013 15:50 Uhr
K Zinser
K Zinser (kzin) - 06.01.2013 15:50 Uhr

Strassenbreite nach RAS-Q innerorts: 5,50m bis 600 Fz/h reichen

Herr Melzer,

vielen Dank für das Stichwort 'Strassenprofil'. Jetzt bin ich fündig geworden.

Aus : "Beispiele der Querschnittsgestaltung mit Entwurfsgeschwindigkeit und maximaler Verkehrsbelegung nach RAS-Q für Straßen innerhalb von Ortschaften mit maßgeblicher Verbindungsfunktion" ergibt sich innerorts:
Eine Breite von 5,50m dh je 2,75m pro Fahrbahn sind bis max 600 Fz/h vorgegeben. Sodann 6,50m bis 1500 Fz/h.

Nicht so wie bei mir, wo die Ortsdurchgangstrasse vor ca 30 Jahren auf 7,50m breite gebaut wurde, die zugehörige Umgehungstrasse vor ca 15 Jahren 6m und die nachfolgend, auch an die Ortsdurchgangsstrasse anschliessende Umgehungsstrasse welche vor 3 Jahren fertiggestellt wurde eine Breite von 6,50 m hat. (L284)

Die vor 3 Jahren gebaute Umgehungsstrasse (da wohnt keiner) hat übrigens Flüsterasphalt.

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fred meier
fred meier (Sikasuu) - 05.01.2013 12:32 Uhr

Es reicht nicht, ein Schild auf zu stellen und wenig Farbe auf die Strasse zu pinseln!

In den Köpfen der Verkehrsteilnehmer (Auto- und auch Gelegenheitsradfahrer) ist betoniert:
"Radfahrer gehören auf den Radweg und die Strasse ist für AUTOS da!!
.
Ein wenig mehr Aufwand, wenigstens mit preiswerter Farbe (Piktogramme, Pseudoschutzstreifen auf der Strasse, durchgestrichenes RAD auf den ehemaligen Radweg....) sind schon nötig.
.
Es ist schon bezeichnend, wenn man/Frau sich den Aufwand anschaut, mit dem eine Vorfahrtsregelung an einer Kreuzung geändert wird "Schwenken von Stop- und Vorfahrtsstrasse" und die Änderungen z.B. im Radverkehr sieht.
.
Die "Pest" der rot abgesetzten Pflastersteine zu beseitigen ist wohl zu teuer:-((( Ich selbst kenne zig gefährliche Stellen an großen Kreuzungen an denen 30 Jahre Planung und Chaos lustig durcheinander gehen.
.
Wenn Autostrecken so beschildert und signalisiert würden, käme der zuständige Planer wohl in den Knast!
.
Es ist an der Zeit, mal wieder die Strasse als MISCHVERKEHRSFLÄCHE (die sie ja ist) zu bewerden! :-)
.
Meint
Sikasuu

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Markus Loy
Markus Loy (BOML1802) - 05.01.2013 11:23 Uhr

Gute Analyse, falsche Schlußfolgerung

Ich bin weit entfernt davon, ein Freund der Forderung nach generellem Tempo 30 innerorts zu sein, aber die Schlußfolgerung, die im Artikel gezogen wird, nämlich daß generelles Tempo 30 nicht die von den Befürwortern gewünschten bzw. propagierten Vorteile bringt, weil es in dem im Artikel beschriebenen "Feldversuch" (um es mal so zu nennen) nicht so war, ist einfach Unsinn!

Da der geneigte Autofahrer eben von generell Tempo 50 ausgeht, erfordert eine Tempo-30-Zone wie die im Artikel beschriebene eine Umgewöhnung, die auch noch zeitlich begrenzt ist, weil außerhalb der Zone ja noch generell Tempo 50 gilt.

Bei generellem Tempo 30 ist diese Umgewöhnung "nur" einmal zu Beginn der Neuregeleung erforderlich (kann aber durch entsprechende Kontrollen beschleunigt werden). Ist diese Umgewöhnungsphase abgeschlossen, würden sich die Effekte auf Verkehrssicherheit, Verkehrslärm etc. sicherlich zeigen!

Nichtdestoweniger bin ich wie gesagt Gegner eines generellen Tempo 30!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 16:17 Uhr
Martin Müller
Martin Müller (storsch) - 05.01.2013 16:17 Uhr

Mein Vorschlag:

Wir können auch gleich auf Tempo 0 reduzieren. Nach einer kurzen Umgewöhnungsphase wären die Effekte auf Verkehrssicherheit und Lärm garantiert außerordentlich. Keinerlei Verkehrstote und kein Lärm.
Um die Polemik etwas zu entschärfen: Ich denke Tempo 50 innerorts ist ein angemessenes Verhältnis zwischen Verkehrsfluss und Gefährdungspotenzial. Eine Absenkung des Tempos bringt meiner Meinung nach nur Nachteile. Allerdings glaube ich, dass bei der Aufteilung des Verkehrsraumes noch genügend Luft nach oben ist um Gefahren zu minimieren.

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Dirk  Lehmann

Die Holländer sind da weiter....

... und haben in einigen Städten etwas scheinbar absurdes gemacht:
ALLE Aufteilungen des öffentlichen Raums wurden entfernt, es gibt keine Bürgersteige, keine Fahrbahnen, keine Radwege, nicht einmal verkehrszeichen.

MAn muss also ständig aufmerksam sein. Entgegen den Prognosen der Gegner des Konzeptes wurde diese radikale Neuordnung nicht nur von ALLEN beteiligten nach kurzer Neugewöhnung akzeptiert (übrigens Autofahrer inklusive) , sondern die Unfallquote sank geradezu dramatisch.
und zwar DAUERHAFT. Es gibt nämlich keine Bereiche mehr, wo sich jemand einen Dreck um den anderen verkehrsteilnehmer schert, weil er selber ja "vorfahrt" hat... das Konzept ist ein Appell an die Basis zwischenmenschlicher Achtung und funktioniert hervorragend.

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Alex Zunker
Alex Zunker (zunker) - 05.01.2013 09:48 Uhr

Es funktioniert tatsächlich nicht.

Ich fahre täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit und fahre gerne durch die Tempo-30-Zone, weil es da ruhiger ist. Natürlich nutze ich die Fahrbahn, weil mir die Regelung bekannt ist, dass es in Tempo-30-Zonen keine Radwege gibt und die blauen Schilder sind ja auch abmontiert. Trotzdem werde ich von Autofahrern (50+) angepöbelt, ich möge doch den Radweg benutzen. Einmal habe ich eine Scheibenwischergeste geerntet, weil ich auf der Fahrbahn fuhr.

Man wird aber teilweise auch von den Umständen genötigt, die ungültigen Radwege zu benutzen, nämlich dann, wenn es sich bei der Fahrbahn um Kopfsteinpflaster handeln. Bei Nässe und Schnee fühle ich mich auf dem gepflasterten Radweg einfach sicherer, daher sollte man in Tempo-30-Zonen trotzdem noch richtige Radwege zulassen (d.h. blaue Schilder), sodass auf Sicherheit bedachte Radfahrer nicht mit dem Gesetz ins Konflikt geraten.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 16:52 Uhr
Stefan Kugl
Stefan Kugl (Kugll) - 05.01.2013 16:52 Uhr

@Timor Builtmann

Sorry Herr Builtmann,

soviel Borniertheit ist schon erschütternd. Einerseits sollten sie gelesen haben und als Führerscheininhaber sowieso wissen, dass es in Tempor 30 Zonen keine Radwege gibt. Das ist ein Basic, wie das man mit einem Tempo 40 Trecker nicht auf die Autobahn darf.

Sorry, aber genau solche Leute, die bei einem Führerscheintest sofort durchfielen, weil sie von nichts eine Ahnung haben, sind die ersten, die meinen, andere mit der Hupe belehren zu müssen.

Und selbst wenn der Radler die Wahl hätte, wäre es seine Wahl, welche Führung er wählt.

Grundsätzlch nimmt jeder Verkehrssteilnehmer mit gleichem Recht am Verkehr teil. Aber manche Autofahrer glauben immer noch, dass Räder und Kleinwagen quasi nur geduldet sind.

Da wünscht man sich mehr Holland oder Schweiz in Deutschland, dann würden manche Zeitgenossen schnell zu Fuss gehen.

Und nebenbei: Ich fahre meist Motorrad oder Auto - halte es aber trotzdem für sinnvoll die Spielregeln zu kennen

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Martin Müller
Martin Müller (storsch) - 05.01.2013 16:10 Uhr

Ja, verdammt nochmal

Nämlich das Verbot im Fußgängerbereich Fahrrad zu fahren.

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Markus Loy
Markus Loy (BOML1802) - 05.01.2013 11:12 Uhr

Radweg

Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

Sowohl im Artikel als auch im Kommentar ist mehrmals deutlich erwähnt, daß es in Tempo-30-Zonen KEINE RADWEGE GIBT!

D.h. das, was vorher mal Radweg war, ist nun Bürgersteig/Gehweg, d.h. der Radfahrer darf dort gar nicht fahren.

Absurd, aber wahr.

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Hermann Luyken

Bei Tempo 30 auch weniger Lärmbelästigung

Ich wohne an einer stark befahrenen Straße (Dossenheimer Landstraße in Heidelberg). Tempo 30 würde hier die Lärmbelästigung deutlich reduzieren. Ich verstehe auch nicht, warum man hier so schnell fahren muss, man spart ja kaum Zeit, es kann sich nur um wenige Sekunden handeln, bis man sowieso an der nächsten roten Ampel steht. Viele Autofahrer brettern hier hinein, wie wenn Leben und Tod davon abhängen würden. Die reichen Leute interessiert das überhaupt nicht, sie wollen ja nur schnell an ihren ruhiggelegenen Villen gelangen. Aber es gibt hier halt auch andere Leute, die sich das nicht leisten können und deshalb den Lärm ertragen müssen. Das kann nicht gerecht sein.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.01.2013 15:26 Uhr
Aldo Cordoba

Naja…

"Die reichen Leute wollen…" - was Sie alles so wissen! Auf jeden Fall nicht allzu sachlich.

Tempo 30 führt in der Regel NICHT zu Lärmminderung, sondern tendenziell zu Lärmsteigerung und vermehrtem Treibstoffverbrauch.
Wie hier schon sachlich bemerkt wurde, ist eine sinnvolle Ampelschaltung eine Maßnahme, die zu Lärm- und Schadstoffsenkung und gleichzeitig zu einem gleichmäßigen, effizienten Verkehrsfluss führt.
Es geht darum, den Verkehr möglichst gut möglichst nebenwirkungsarm fließen zu lassen - wir alle hängen davon ab, auch Sie!

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Karsten Bender
Karsten Bender (Kasmo) - 05.01.2013 11:15 Uhr

Grüne Welle

Eine sinnvolle Ampelschaltung würde mehr für die Umwelt und die Anwohner bewirken als eine generelle Einführung von Tempo 30 auf Hauptstraßen. Das ist aber politisch nicht gewollt, weil es nicht in die Ideologie paßt, daß Behinderung des Straßenverkehrs zu mehr Nutzung des ÖPNV führt. Was erwiesenermaßen nicht passiert.

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Markus Loy
Markus Loy (BOML1802) - 05.01.2013 11:10 Uhr

Gerechtigkeit??

Was hat Verkehrssteuerung mit Gerechtigkeit zu tun???

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05.01.2013, 08:00 Uhr

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Mach mal Foto

Von Hans-Heinrich Pardey

Der ambitionierte Fotoamateur scheint eine bedrohte Art zu werden: Man muss befürchten, dass die jungen Leute aus der Generation Handyfoto als Kunden ausbleiben. Mehr 3