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Leistungsdiagnostik : Blut, Schweiß, Tränen

  • -Aktualisiert am

Durchschaut: Eine Leistungsdiagnostik dokumentiert den aktuellen Trainingsstand. Bild: action press

Ein Sportinstitut verspricht Leistungssteigerung trotz reduzierten Zeitaufwands. Wie soll das funktionieren? Wir treten an zum Test.

          Wer im Radsport etwas auf sich hält, misst seine Leistung in Watt. Nicht nur Profis nutzen die Form der exakten Messung, auch bei den Freizeitradlern ist sie ein Thema. Längst verlässt man sich nicht mehr auf die Pulskontrolle allein, bildet diese doch zum einen die körperliche Belastung nur mit einer gewissen Zeitverzögerung ab, ist zum anderen auch von äußeren Einflüssen wie Wetter, Stress oder Ernährung abhängig.

          Nicht so die Wattmessung. Diese zeigt unmittelbar und exakt die Kraft, die auf das Pedal gebracht wird. Verschiedene Systeme haben sich inzwischen etabliert: Messung in der Hinterradnabe, in den Pedalachsen, in den Kurbelarmen oder direkt an der Kurbel, bei manchen kann sogar die Balance von rechtem und linken Bein ausgewertet werden. Ermittelt wird die aufgebrachte Kraft mittels Dehnmessstreifen. Wer ambitioniert an seiner Leistungsfähigkeit feilen möchte, hat mit diesen technischen Hilfsmitteln eine Basis für strukturierten Trainingsaufbau.

          Weniger Zeitaufwand, aber trotzdem mehr Leistung

          So sollte man meinen, zwangsläufig führen sie jedoch keineswegs zum Erfolg, wie das eigene Beispiel zeigt. Vieles schon wurde auf dieser Basis zur Leistungssteigerung ausprobiert. Fachwissen mit Anleitungen aus Büchern, Institute zu Leistungsdiagnostik, Trainingspläne, sogar persönliche Einzelbetreuung. Jahre der Hoffnung und Rückschläge, letztlich des Stagnierens führen irgendwann zur Einsicht: Sie ist untrainierbar. So werden Ehrgeiz und professionelle Betreuung erst einmal zu den Akten gelegt.

          Harte Fakten: Wattmesssysteme ermitteln die tatsächlich erbrachte Leistung des Athleten. Bilderstrecke

          Doch dann der etwas andere Ansatz des Instituts für Leistungsdiagnostik Staps – Leistungssteigerung trotz reduzierten Zeitaufwands. Beides gleichzeitig? Die Prognose, innerhalb von drei Monaten eine Leistungssteigerung von 10 Prozent erreichen zu können, obwohl deutlich weniger Zeit investiert wird als bisher, klingt spannend. Lassen wir uns doch einfach auf das Experiment ein. Wer nicht wagt, der gewinnt nicht, also drei Monate Training nach Staps-Anleitung.

          Ungewohnte Tests und ausführliche Beratung

          Am Anfang steht ein Leistungstest auf dem Rad-Ergometer, nach drei Monaten der Kontrolltest. Im Kölner Institut sieht sich das Versuchskaninchen statt mit dem üblichen Laktatstufentest oder der Spiroergometrie, bei denen die Belastung in kontinuierlich steigenden Wattstufen bis zur Ausbelastung, also zum Abbruch durch den Sportler, erhöht wird, mit zwei verschiedenen Tests konfrontiert. Das ist neu, und es macht neugierig.

          Zunächst ein 15 Sekunden langer Maximaltest, also 15 Sekunden all out. Später folgt ein Rampentest ähnlich dem üblichen Laktatstufentest. Die Aufteilung in zwei unterschiedliche Tests soll differenzierten Aufschluss über die beiden leistungsbestimmenden Stoffwechselsysteme des Sportlers geben: die maximale Laktatbildungsrate für den anaeroben und die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit für den aeroben.

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