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Messe Eurobike : Der Akku muss weg!

Eleganz in der Stadt: Das Sinus iX 11 Urban ist der Beitrag von Winora zum Thema Integration Bild: F.A.S.

Wenigstens soll er sich im Rahmen des Elektrorads verstecken. Aber das ist nur eine Botschaft der Messe Eurobike. Was erwartet Sie also in naher Zukunft?

          Vorwegposaunen gibt es immer viel. Die erste echte Eurobike-Neuigkeit in diesem Jahr aber kam pünktlich ein paar Tage vor der Messe, die am Mittwoch beginnt, und sie kam nicht aus Friedrichshafen. Die Macher der Velo Berlin – das sind als Veranstalter die Messegesellschaft vom Bodensee und als Ausrichter, sprich Gestalter die Berliner Agentur Velokonzept – verkündeten: Das Fahrradereignis in der Hauptstadt habe für den April 2018 mit dem ehemaligen Flughafen Tempelhof „eine der angesagtesten und gleichzeitig traditionsreichsten Location-Hotspots Deutschlands“ gefunden. Gleichzeitig hörte man, es knistere bei der Konkurrenz im Gebälk: Angesichts personeller Veränderungen sei es nicht ausgemacht, ob die als besonders hip geltende und den Aspekt Lifestyle ebenfalls im Frühjahr überdeutlich betonende Berliner Fahrradschau 2018 überhaupt stattfinde.

          Hans-Heinrich Pardey

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Dass die Friedrichshafener Eurobike schon seit Jahren ein Spielbein im Frühling nach Berlin setzt, hängt nicht zuletzt mit dem Entwicklungstempo der Technik und der Moden zusammen. Das ist auch in der Fahrradbranche deutlich gestöeigert worden: Wer die Nase im Wind haben will, blickt bereits auf 2019. Was in der Saison 2018 verkauft werden soll und zu haben sein wird, kennen nicht nur die Branche, sondern auch der früh informierte Kunde längst. Mit ihrem Termin Ende August verwies die Eurobike in der Vergangenheit auf das kommende Frühjahr, wenn wieder alle in den Fahrradladen stürmen. Angesichts eines in einer ganzen Reihe von Details längst absehbaren Modelljahrs 2018 kann die Leitmesse, wie die Friedrichshafener ihren Erfolgsmotor gern nennen, aktuell lediglich Entwicklungen kanonisieren.

          Für rund 8000 Euro

          Als wichtigste wären da zu nennen: Das Elektrorad lahmt keineswegs. Mit Continental mischt sich ein weiterer deutscher Autozulieferer ins Geschehen ein und setzt auf die international verbreitete 48-Volt-Technik. Bemerkenswert ist hier die Verbindung von Motor und stufenlosem Getriebe (Nu Vinci Harmony) zu einer kompakten Einheit. Spätestens von dieser Eurobike an wird man mit einem Blick zwischen aktuellen und bejahrten (oder besonders traditionell gestalteten) Elektrorädern unterscheiden können.

          Was ursprünglich von Brose/BMZ und dem Mountainbike-Hersteller Rotwild ins Spiel gebracht wurde, wird nun von den allermeisten Anbietern gezeigt: Der Akku, manchmal sind es sogar zwei wie bei Shimano, verschwindet im Rahmen. Von oben, von unten und von der Seite wird der Energiespeicher entweder nur eingefügt oder auch zum mittragenden Teil der Rahmenkonstruktion. Trotz der optischen Unauffälligkeit steigt die Größe des Energievorrats, ablesbar an der Zahl der Wattstunden (Wh): Nur noch Billigstangebote und Räder, die ausdrücklich für die Kurzstrecke konzipiert sind, begnügen sich, auch aus Gewichtsgründen, mit 300 Wh. Etwas mehr als die doppelte Kapazität knackt die 100-Kilometer-Grenze, und zwar ehrlich und wiederholbar. Zwei Akkus verleihen nicht nur dem Lasten- oder Reiserad, sondern auch dem Mountainbike mit mehr als 1000 Wh größere Reichweite.

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