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Fünf Küchenreiben im Test : Die haben eine Abreibung bekommen

Küchenreiben von Microplane, Leifheit und Fackelmann im Test Bild: Frank Röth

Ob Zitrone, Nuss, Möhre oder Käse: Alles lässt sich reiben. Nur womit am besten? Im Test hat die Daumenkuppe gezeigt, worauf es ankommt.

          Die Reibe ist ein unterschätztes und vernachlässigtes Küchenutensil. Sie steht im Schatten der Messer, mit denen Mann angeben kann. Und im Zuge der Elektrifizierung der Küche wird die klassische Reibe arbeitslos, wenn eine Küchenmaschine ihre Aufgaben übernimmt. Dabei ist sie äußerst nützlich und schnell zur Hand. Die Auswahl ist enorm: Es gibt schmale und breite, flache und quaderförmige, feine und grobe, stählerne und gläserne, billige und teure, statische und welche mit Kurbel.

          Für unsere Erprobung sind zwei Paare, die jeweils aus einer feinen und groben Variante bestehen, und eine Universalreibe gegeneinander antreten. Das Produkt, das alles können soll, ist das billigste: ein Exemplar von Fackelmann für drei Euro bei Amazon. Danach musste sich die Mittelklasse für Feines und Grobes von Leifheit für jeweils offizielle 15 Euro beweisen. Als Oberklasse und Referenz in dieser Produktgattung gilt nach wie vor Microplane, deren Produkte häufig in Kochshows über den Herd gehalten werden. Für den Test zerkleinerten ebenso hier die Grobe und die Feine für jeweils 40 Euro um die Wette.

          Diese Reibe gibt es für drei Euro bei Amazon, taugt allerdings auch genauso wenig. Bilderstrecke
          Diese Reibe gibt es für drei Euro bei Amazon, taugt allerdings auch genauso wenig. :

          Auch bei Reiben stellt sich die Frage, wie viel ein Hobbykoch ausgeben muss, um ein brauchbares Produkt in den Händen zu halten. Reicht womöglich ein billiges Exemplar? Um für das Produkt von Fackelmann die Antwort vorwegzunehmen: Nein, so ein Exemplar reicht nicht. Schon beim Auspacken macht sich Skepsis breit, ob der dünne Metallrahmen dem Druck lange widerstehen wird. An dieser Reibe lassen sich gleich mehrere Problemstellen beschreiben, auf die man achten sollte. Schon als nur wenige Möhren gerieben sind, hinterlässt das Gerät von Fackelmann metallfarbene Spuren auf dem weißen Porzellan der Schüssel.

          Ein Kunststofffuß sollte Pflicht sein. Dann haben solche Universalreiben eine sehr kleine Fläche für die Reibearten fein, grob und Scheibe. Es dauert also umso länger, bis Möhren, Kartoffel und anderes aufgerieben ist, zumal die Kanten nicht sehr scharf sind. Mit dem Preis steigt allerdings die Qualität dieser Reiben. So bieten Fackelmann und andere bessere Universalreiben für zirka zehn Euro an. Dennoch bleiben die grundsätzliche Nachteile bestehen.

          Sehr gute Reiben von Leifheit

          Als die Leifheit-Reiben ihren Dienst antreten müssen, macht sich Erleichterung breit. Dank des großzügigen Handgriffs und des Kunststoffrahmens lassen sie sich sicher und kratzfrei in die Schüssel stellen. Beide Reibeflächen haben eine leichte Wölbung nach innen, so dass die Lebensmittel beim Auf und Ab in der Mitte bleiben und nicht nach außen rutschen. Möhren zerfallen auf der feinen Variante in so dünne Streifen, dass sich die Masse gut für einen Möhrenkuchen einsetzen lässt. Die grobe Variante produziert ordentliche feste Streifen für Salat und Ähnliches. Das Gleiche gilt für Äpfel und Kartoffeln.

          Also alles perfekt bei Leifheit? Nicht ganz. Die feine Reibe scheiterte daran, die Schale einer Zitrone zuverlässig zu entfernen. Laut Leifheit ist sie aber dafür vorgesehen, ebenso für Nüsse und Knoblauch. Eine leichte Schwäche fällt noch beim Spülen auf. Wegen ihrer kombinierten Bauform aus Stahl und Kunststoff ergeben sich auf der Rückseite Ecken, in der sich die Lebensmittelreste zu gut verstecken können, als dass sie unter fließendem Wasser leicht entfernt werden könnten.

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