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Kärcher Hartbodenreiniger FC 5 : Wischen ist Macht

Handgerät zur Hartbodenreinigung namens FC 5 von Kärcher Bild: Wolfgang Eilmes

Für alle, die nicht gern mit Feudel und Eimer arbeiten, hat Kärcher einen elektrischen Hartbodenreiniger im Programm. Auf Parkett und Fliesen musste er zeigen, was er kann.

          Auf manche kleine Alltagsfrage hat die Wissenschaft vielleicht noch nicht die rechte Antwort. Zum Beispiel jene, wo eigentlich der viele Staub herkommt, der sich, kaum dass geputzt wurde, schon wieder unter dem Bett versammelt. Allergiker verzichten gerne auf Läufer und Teppichböden, in der Annahme, dass sich dort der Schmutz anreichert, um dann bei unpassender Gelegenheit aufzuwirbeln. Vielleicht sieht man ihn auf dem Hartboden aber einfach nur besser.

          Lukas Weber

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

          Für alle, die in kurzen Abständen auf Parkett, Fliesen, Linoleum oder Ähnlichem feucht wischen möchten, aber den Arbeitsaufwand mit Eimer und Lappen scheuen, hat Kärcher ein Handgerät zur Hartbodenreinigung namens FC 5 ersonnen. Es ist laut Hersteller in seiner Funktionsweise den professionellen Geräten nachempfunden, wie sie unter anderem in Sporthallen verwendet werden. Zwei nebeneinander angeordnete rotierende Bürsten aus Microfaser mit zusammen 30 Zentimeter Arbeitsbreite wuseln mit 500 Umdrehungen in der Minute über die Fläche, sie werden dabei automatisch aus einem Frischwassertank benetzt. Nach der Drehung wird das Wasser mitsamt dem Schmutz von einer Absaugvorrichtung aufgenommen und in den Schmutzwassertank befördert. Kärcher wirbt damit, dass der Reiniger zugleich Staub absaugt und feucht wischt, wegen der geringen Menge Wasser soll der Boden nach zwei Minuten wieder trocken sein.

          Tank für Schmutzwasser und Abscheider
          Tank für Schmutzwasser und Abscheider : Bild: Wolfgang Eilmes

          Zur Unterstützung der Putzaktion gibt es Reinigungsflüssigkeiten, davon wird dem Wasser ein Spritzer zugegeben: ein Universalmittel und jeweils eine für versiegelte Holzböden, gewachste und geölte Böden sowie Steinböden. Die Flasche - ein halber Liter zu rund zehn Euro - hält wegen der sparsamen Verwendung lange. Der FC 5 in Gelb ist für knapp 230 Euro im Handel, außerdem verkauft Kärcher für 250 Euro eine Premium-Version in Weiß, die sich technisch nicht unterscheidet, aber zwei Ersatzrollen mit grauen Streifen (die der anderen sind gelb) hat, die zum Beispiel für den Badezimmerboden verwendet werden können. Ein Satz kann für 25 Euro nachbestellt werden. Weitere Verschleißteile hat er nicht.

          Der Zusammenbau des FC 5 gibt keine Rätsel auf, für die Inbetriebnahme reicht das eine Blatt Papier mit zwölf Zeichnungen. Mit einem endgültig klingenden Klicken rastet der Griff ein, für das Auseinandernehmen schreibt das Handbuch in 29 Sprachen den Kundendienst vor - wie wir das Testgerät wieder in den Karton bekommen, um es zum Hersteller zurückzusenden, wird sich weisen. Der Rest ist in wenigen Sekunden montiert, die beiden Rollen haben eine Art Schneckengewinde und werden einfach aufgedreht. Der Frischwassertank lässt sich leicht am Wasserhahn füllen und ins Gehäuse einschieben. Vor dem Start wird noch rasch die Reinigungs- und Parkstation (ohne steht der Kärcher nicht) mit ein wenig Wasser aus dem Messbecher befüllt, dann lässt man die Walzen fünf Sekunden rotieren, damit sie sich vollsaugen.

          Das klingt komplizierter, als es ist. Mit dem Geräusch eines Staubsaugers und energischem Vorwärtsdrang aus 460 Watt Leistung zieht der FC 5 am Handgriff und vermittelt den Eindruck unbändigen Arbeitseifers. Der ist sogar so groß, dass das Gerät gar nicht mehr ausgehen möchte, zuweilen waren drei Versuche am Druckknopf notwendig. In Bahnen arbeitet man am besten rückwärts, um keine Fußstapfen im Feuchtigkeitsfilm zu hinterlassen. Der ist, wie versprochen, hauchdünn und nach zwei bis drei Minuten getrocknet. Ein Spalt in der Mitte zwischen den Rollen macht sich in einem fingerbreiten ungebürsteten Streifen bemerkbar, also fährt man am besten etwas versetzt nochmals über die Stelle.

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