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Philips Airfryer XXL im Test : Einmal Hähnchen mit Pommes, bitte!

Eine Stunde, 135 Grad und fertig ist das Hähnchen. Bild: Wolfgang Eilmes

Die Heißluft-Friteuse kann den Backofen nicht ersetzen. Aber sie kann eines viel besser: schnell auf Temperatur kommen und Energie sparen. Wir haben den Airfryer ausprobiert.

          Der Backofen ist der heimliche Star der Küche. Auf dem Kochfeld wird zwar mit Pfannen und Töpfen zelebriert. Doch wenn es um die konzentrierte und kontinuierliche Zufuhr von Hitze geht, führt am Backofen kein Rezept vorbei. Moderne und teure Modelle erreichen ziemlich flott die gewünschte Temperatur, sind effizient, können nicht nur Umluft und grillen, sondern auch Dampfgaren. Solche Modelle bieten dem Koch viele Möglichkeiten, davor stehen jedoch auch entsprechende Investitionen.

          In einigen Haushalten dürfte noch ein alter Herd stehen, der Grundfunktionen wie Ober- und Unterhitze sowie Umluft beherrscht, der aber viel Energie braucht, bis er sich aufheizt, und um die Temperatur zu halten. Dann stellt sich gerade bei kleineren Gerichten die Frage: Lohnt sich das? Wer sich keinen High-End-Backofen leisten kann und will, aber eine Vorliebe für ofentypische Gerichte hat, könnte Freund einer unterschätzten Gerätegattung werden, zu welcher der Airfryer XXL von Philips gehört.

          Dieses schicke, in mattem und glänzendem Schwarz gehaltene Gerät, das etwa die Größe eines umgestülpten Plastikeimers von 10 Liter Inhalt einnimmt, macht eigentlich nur eines: Es erhitzt die Luft und verteilt sie fortwährend in seinem Inneren. Philips beschreibt diese Funktion etwas aufregender: „Das Geheimnis liegt im leistungsstarken Heizelement und Motor sowie der Twin-Turbo-Star-Technologie. Heiße Luft wird im gesamten Airfryer und um Ihre Speisen wie ein kräftiger Tornado umhergewirbelt.“

          Der Airfryer ist also ein Minibackofen mit Umluftfunktion. Das Volumen der zu erhitzenden Luft ist im Vergleich zum normalen Backofen deutlich geringer. Das reduziert Zeit und Energie. Dennoch lassen sich mit ihm bis zu 1,4 Kilogramm schwere Lebensmittel auf bis zu 200 Grad erhitzen. Im Test haben wir den Start von null auf 135 Grad und von null auf 180 Grad gemessen. Der Airfryer braucht dafür gut zwei und vier Minuten. Im Vergleich braucht ein Standardbackofen erheblich länger. Das ist ein Vorteil des Airfryers. Die maximale Leistung von knapp 2300 Watt beansprucht er nur zu Beginn. Sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist, fährt er die Stromaufnahme auf etwa 70 Watt herunter.

          Der Einsatz lässt sich schnell und komfortabel herausziehen. Bilderstrecke

          Die Bedienung besteht aus fünf Tasten und einem Drehregler, sie ist übersichtlich. Die Temperatur lässt sich in Schritten von fünf Grad einstellen, die Zeit auf die Minute genau. Eine Taste dient dazu, das Lebensmittel warm zu halten, eine andere speichert bei Bedarf die individuelle Kombination aus Temperatur und Zeitangabe. Fünf Gerichte sind voreingestellt. Drückt man den Drehregler, unterbricht der Airfryer seine Tätigkeit. Für den Test wurden Hähnchen gebraten, Pommes trocken frittiert, Fisch gegart und Burger gegrillt. Noch bevor wir den Prozess beobachtet und das Ergebnis beurteilt haben, zeigte sich ein weiterer Vorteil solcher Geräte. Da der Airfryer auf der Ablage in der Küche steht, können die Lebensmittel wie in einem Backofen in Stehhöhe hinein- und herausgeschoben sowie gewendet werden, ohne dass sich der Koch bücken muss.

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