http://www.faz.net/-gy9-96rxi

Philips Airfryer XXL im Test : Einmal Hähnchen mit Pommes, bitte!

Eine Stunde, 135 Grad und fertig ist das Hähnchen. Bild: Wolfgang Eilmes

Die Heißluft-Friteuse kann den Backofen nicht ersetzen. Aber sie kann eines viel besser: schnell auf Temperatur kommen und Energie sparen. Wir haben den Airfryer ausprobiert.

          Der Backofen ist der heimliche Star der Küche. Auf dem Kochfeld wird zwar mit Pfannen und Töpfen zelebriert. Doch wenn es um die konzentrierte und kontinuierliche Zufuhr von Hitze geht, führt am Backofen kein Rezept vorbei. Moderne und teure Modelle erreichen ziemlich flott die gewünschte Temperatur, sind effizient, können nicht nur Umluft und grillen, sondern auch Dampfgaren. Solche Modelle bieten dem Koch viele Möglichkeiten, davor stehen jedoch auch entsprechende Investitionen.

          In einigen Haushalten dürfte noch ein alter Herd stehen, der Grundfunktionen wie Ober- und Unterhitze sowie Umluft beherrscht, der aber viel Energie braucht, bis er sich aufheizt, und um die Temperatur zu halten. Dann stellt sich gerade bei kleineren Gerichten die Frage: Lohnt sich das? Wer sich keinen High-End-Backofen leisten kann und will, aber eine Vorliebe für ofentypische Gerichte hat, könnte Freund einer unterschätzten Gerätegattung werden, zu welcher der Airfryer XXL von Philips gehört.

          Dieses schicke, in mattem und glänzendem Schwarz gehaltene Gerät, das etwa die Größe eines umgestülpten Plastikeimers von 10 Liter Inhalt einnimmt, macht eigentlich nur eines: Es erhitzt die Luft und verteilt sie fortwährend in seinem Inneren. Philips beschreibt diese Funktion etwas aufregender: „Das Geheimnis liegt im leistungsstarken Heizelement und Motor sowie der Twin-Turbo-Star-Technologie. Heiße Luft wird im gesamten Airfryer und um Ihre Speisen wie ein kräftiger Tornado umhergewirbelt.“

          Der Airfryer ist also ein Minibackofen mit Umluftfunktion. Das Volumen der zu erhitzenden Luft ist im Vergleich zum normalen Backofen deutlich geringer. Das reduziert Zeit und Energie. Dennoch lassen sich mit ihm bis zu 1,4 Kilogramm schwere Lebensmittel auf bis zu 200 Grad erhitzen. Im Test haben wir den Start von null auf 135 Grad und von null auf 180 Grad gemessen. Der Airfryer braucht dafür gut zwei und vier Minuten. Im Vergleich braucht ein Standardbackofen erheblich länger. Das ist ein Vorteil des Airfryers. Die maximale Leistung von knapp 2300 Watt beansprucht er nur zu Beginn. Sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist, fährt er die Stromaufnahme auf etwa 70 Watt herunter.

          Der Einsatz lässt sich schnell und komfortabel herausziehen. Bilderstrecke

          Die Bedienung besteht aus fünf Tasten und einem Drehregler, sie ist übersichtlich. Die Temperatur lässt sich in Schritten von fünf Grad einstellen, die Zeit auf die Minute genau. Eine Taste dient dazu, das Lebensmittel warm zu halten, eine andere speichert bei Bedarf die individuelle Kombination aus Temperatur und Zeitangabe. Fünf Gerichte sind voreingestellt. Drückt man den Drehregler, unterbricht der Airfryer seine Tätigkeit. Für den Test wurden Hähnchen gebraten, Pommes trocken frittiert, Fisch gegart und Burger gegrillt. Noch bevor wir den Prozess beobachtet und das Ergebnis beurteilt haben, zeigte sich ein weiterer Vorteil solcher Geräte. Da der Airfryer auf der Ablage in der Küche steht, können die Lebensmittel wie in einem Backofen in Stehhöhe hinein- und herausgeschoben sowie gewendet werden, ohne dass sich der Koch bücken muss.

          Weitere Themen

          Leder aus Fischhaut Video-Seite öffnen

          Keine Tierquälerei : Leder aus Fischhaut

          In der drittgrößten Stadt Kenias gehört Fisch zur lokalen Küche dazu - dementsprechend viele Fischabfälle gibt es. Newton Owino hat sich mit seiner Gerberei darauf spezialisiert, die Fischhäute weiterzuverarbeiten.

          Die reiche Kost der armen Leute

          Paella in Valencia : Die reiche Kost der armen Leute

          Valencia und seine Umgebung sind die Heimat eines einzigartigen kulinarischen Kulturgutes: der Paella. Wir gehen mit dem Drei-Sterne-Koch Quique Dacosta auf Spurensuche in den Feldern am Albufera-See und kochen mitten im Nationalpark das spanische Nationalgericht.

          Topmeldungen

          Jakiv Palij, hier auf einer Archivaufnahme aus dem Jahr 2003 in New York

          Jakiv Palij : Amerika schiebt KZ-Aufseher nach Deutschland ab

          Jakiv Palij diente als KZ-Aufseher den Nationalsozialisten. Jetzt hat Amerika den mutmaßlich letzten in den Vereinigten Staaten lebenden SS-Schergen nach Deutschland abgeschoben. „Wir stellen uns der moralischen Verpflichtung Deutschlands“, sagte Außenminister Maas der F.A.Z.

          Partei auf Erfolgskurs : Die Grünen vor einem schmerzhaftem Schritt

          Die neue Doppelspitze kommt an, in Umfragen liegen die Grünen nur knapp hinter der SPD. Doch wenn sie wirklich Volkspartei sein wollen, müssen sie endlich in der Flüchtlingsfrage Farbe bekennen. Ein Kommentar.
          Anna Pawlikowa, 17, im Gericht in Moskau am 9. August

          Protest in Moskau : Kinder in den Knast

          Erst erfinden russische Agenten eine extremistische Jugendbewegung, dann inhaftieren sie deren Mitglieder. Zwei Schicksale stechen besonders hervor. Jetzt gehen die Mütter auf die Straße.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.