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All-in-one-Kaffeemaschine : Pack die Kaffeedose ein

Das All-inclusive-Paket für Kaffeeliebhaber: die Cafflano-Maschine Bild: Helmut Fricke

Um sicher zu sein, dass im Selbstversorger-Urlaub guter Kaffee auf dem Frühstückstisch steht, sollten Reisende Bohnen mitnehmen. Und eine Maschine wie die Cafflano.

          Auf dem Weg in den Urlaub gehört der Moment, in dem der Entspannungsmodus durch die Erkenntnis unterbrochen wird, dass ein wichtiges Utensil zu Hause und nicht im Koffer liegt, nicht zu den schönsten. Nun kann es so sein, dass man es schon versäumt hat, das Objekt überhaupt auf die Liste zu packen. Dazu gehören häufig Gerätschaften der Küche, weil Mieter erst am Zielort merken, dass der Vermieter nicht die gleichen Ansprüche hat, was die Ausstattung betrifft.

          Die Kaffeemaschine ist solch ein Utensil. Im Süden ist die Vorstellung, was das sein sollte, eine andere als im Norden. Italiener verstehen darunter eine Cafetière für den Herd, andere Europäer manchmal Maschinen für Kapseln oder Pads. Nicht immer sind die Geräte gepflegt, mitunter funktionieren sie nicht, über das Geschmackserlebnis lässt sich ohnehin streiten. Es ist also angebracht, eine eigene Maschine mitsamt den Bohnen mitzubringen. Wie zu Hause auch, stellt sich zunächst die Grundsatzfrage, ob es Espresso oder Filterkaffee sein soll.

          Da die wenigsten in ihrem Auto den Platz für Siebträgermaschinen oder Vollautomaten übrig haben, müssen mobile Lösungen gefunden werden. So gibt es zum Beispiel Mini-Espressomaschinen, die aussehen wie eine Fahrradpumpe und ähnlich funktionieren. Mit der Hand wird Druck aufgebaut, der dann durch Pad, Kapsel oder exakt dosiertes Mehl schießt. Ebenfalls mit Druck, allerdings mit Kaffee als Ergebnis, arbeitet Aeropress. Durch einen Kolben drückt man das Wasser durch das Mehl.

          Für Filterkaffee könnten Genießer eine Stempelkanne einpacken. Die Frenchpress-Methode macht sich auch im Urlaub gut, sofern das Glasgefäß nicht Schaden erleidet. Für Rucksackreisende scheidet es schon mal aus. Der Keramikfilter ist stabiler, fordert aber wiederum Papiereinlagen. Außerdem fehlt bei all diesen Geräten ein weiteres Utensil, das bei einer Kaffeezeremonie nicht fehlen darf: die Mühle. Bevor jemand nun daran denkt, Handmühle, Filter und andere Gerätschaften einzupacken, sollte er sich das hier mal anschauen.

          Alles in einem: Cafflano vereint Filter, Mühle und Kanne Bilderstrecke

          Denn die Cafflano Classic vereint alle Funktionen, die Kaffeefreunde für ihr Lieblingsgetränk im Urlaub brauchen. Das Produkt ist kompakt, mahlt, filtert und dient als Behältnis. In der Summe übersteigen die zirka 95 Euro natürlich die Kosten für einen üblichen Keramikfilter und eine Handmühle von beispielsweise Hario. Doch hinter Cafflano steckt eine clevere Idee, die viel Spaß macht, präzise durchdacht und ein schönes Beispiel für gelungenes Industriedesign ist. Der Aufbau ist modular, die Elemente mit unterschiedlichen Funktionen sitzen übereinander und werden nacheinander abgeschraubt.

          Der Vorgang braucht etwas Übung

          Der Deckel ist zugleich ein Behälter, der umgedreht als Kanne dient. Diese fasst maximal 270 Milliliter Wasser, was einem gut gefüllten Kaffeebecher entspricht. Am oberen Rand ist ein kleines, rechteckiges Loch eingelassen, mit dem man exakt das heiße Wasser über das Mehl gießen kann. Das sollte langsam und vorsichtig geschehen, damit das Wasser nicht über den Rand läuft.

          Bevor der Behälter zum Einsatz kommt, müssen die Bohnen gemahlen werden. Die Mühle sitzt direkt über dem Filter, so dass das Mehl direkt in diesen fällt. Wer Handmühlen wie etwa die Hario Skerton kennt, dem kommt die Konstruktion bekannt vor. Über ein grobes Zahnrad wird der Mahlgrad eingestellt. Dazu muss der Hebel, der einmal auseinandergeklappt wird und somit eine für das Mahlen angenehme Länge erreicht, kurz abgebaut werden. Dieser Vorgang braucht etwas Übung, weil erst nach mehreren Versuchen zu erkennen ist, wie stark sich der Mahlgrad verändert, wenn das Rädchen ohne Zahlenskala nach oben oder unten gedreht wird. Im Übrigen springt doch die eine oder andere Bohne wild durch die Gegend, auch wenn Cafflano behauptet, dass „das einzigartige Anti-Bouncing-Design“ dies verhindere.

          Für die Reise ist Cafflano ein echter Gewinn

          Wenn die Körnung erreicht ist, die für den üblichen Filterkaffee genügt, heißt es für die Cafflano: Noch etwas gröber mahlen. Nachdem die Mühle abgeschraubt ist und man auf das durch den Filter gefangene Mehl das heiße Wasser gießt, wird man merken, dass die Fließgeschwindigkeit wegen des kleinen Filters recht langsam ist. Damit dies schneller geht, gilt es, den Mahlgrad zu vergrößern oder die Mehlmenge zu verringern. Die Kunst ist es nun, beide Variablen aneinander anzupassen. Das gelingt nicht so gut wie bei einem großzügigen Keramikfilter. Dem Kaffee fehlt manchmal etwas Körper, weil das Mehl recht grob bleiben muss. Insofern ist Cafflano als Standard-Filtermethode für zu Hause keine ganz gleichwertige Alternative für all jene, die einen Keramikfilter mit Papiereinlagen verwenden. Aber für die Reise ist das Produkt ein echter Gewinn. Also ab damit auf die Packliste zusammen mit einer Tüte Bohnen. Heißes Wasser sollte es wirklich überall geben.

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