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Tablets und anderes Weihnachts-Wunschliste

 ·  Es wird ein Weihnachtsfest der Flachrechner. Um hier erste Hinweise für die Frühschreiber von Wunschzetteln zu geben, ist ein Blick auf die Details angesagt.

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Bye, bye, Nintendo: Weihnachtszeit wird Kinder-Tablet-Zeit“, twitterte Stefen Niemeyer von der Agentur „Frische Fische“ am Dienstagabend, nachdem Apple in Kalifornien sein neues iPad Mini und das iPad 4 vorgestellt hatte. Aber nicht nur das: Seit Donnerstag ist auch der Kindle Fire HD von Amazon im Handel, seit Freitag gar das Surface von Microsoft. Das wird ein Weihnachtsfest der Flachrechner. Um hier erste Hinweise für die Frühschreiber von Wunschzetteln zu geben, ist ein Blick auf die Details angesagt. Zunächst das noch aktuelle iPad 3: Sein Kauf lohnt sich nicht mehr, denn der Nachfolger bietet nicht nur den aktuellen Lightning-Port, sondern auch einen neuen Prozessor namens A6X, der doppelt so schnell sein soll wie der A5X im iPad 3. Weitere Vorzüge: das flinke W-Lan-Modul und nun LTE für den Datentransport, aber, wie beim iPhone 5, nur im 1800er-Frequenzband der Großstädte und im Netz der Telekom.

Und das iPad Mini: Es hat mit dem älteren iPad 2 den Prozessor und die Bildschirmauflösung (1024×768 Pixel) gemeinsam, verzichtet also auf das knackscharfe Retina-Display, bietet dafür indes die besonders kompakte Bauform, die sich aus einer Bildschirmdiagonale von 7,9 Zoll (20 Zentimeter) ergibt. Es ist also kleiner als ein gewohntes iPad und etwas größer als die 7-Zoll-Modelle der Android-Konkurrenz. Mit dem Funkmodul des iPhone 5 ausgerüstet, gilt abermals: LTE nur bei der Telekom. Das iPad Mini startet mit 329 Euro, ist also 170 Euro günstiger als ein iPad 4 - und in den gleichen Ausbaustufen erhältlich.

Das kleinste iPad erreicht jedoch nicht das niedrige Preisniveau der Rivalen. An erster Stelle steht das Nexus 7 von Google, das schon von 200 Euro an zu haben ist, allerdings selbst gegen Aufpreis nicht mit Mobilfunkmodul. Am Montag hat Google zu einer Pressekonferenz geladen, da könnte sich noch einiges tun. Das Nexus 7 ist das derzeit wohl beste Android-Tablet, und dank des kleinen Bildschirms fallen die unschönen Effekte hochskalierter Smartphone-Apps nicht sofort auf. Noch immer leidet Android unter der kleinen Zahl hochwertiger Tablet-Apps.

So lohnt ein Blick auf den Kindle Fire von Amazon (159 Euro) oder den Fire HD (von 200 Euro an). Beides sind 7-Zöller ohne Mobilfunk, der Fire HD mit höherer Auflösung (1280 x 800 Pixel) und besserer Anzeige ist dem günstigeren Modell eindeutig vorzuziehen. Beides sind in erster Linie Wiedergabegeräte für das Medienangebot von Amazon. Wer nur liest, sollte den Kindle Paperwhite mit seinem spektakulären E-Ink-Display in Augenschein nehmen (von 129 Euro an). Geht es auch um Filme oder Musik, sind die Fire-Tablets empfehlenswert. Die Oberfläche stammt von Amazon, darunter läuft Android. Es ist in Grenzen auch für eigene Apps zu nutzen, aber ein Zugriff auf den Google-Play-Store fehlt. Für Tüftler und Freaks heißt es also: doch lieber das Nexus 7 nehmen.

Der Verlierer im Tablet-Weihnachtsgeschäft ist Microsoft. Diejenigen Journalisten, die das Surface bereits testen durften, sind enttäuscht: Es geht gar nicht darum, dass das Betriebssystem Windows RT neue Apps erfordert. Sondern darum, dass die Tastatur nicht so gut wie versprochen ist und die aktuelle Software wenig taugt. Hier ärgert man sich am meisten, und man kann am wenigsten damit anfangen, sagen die Kollegen.

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Jahrgang 1964, Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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