Dumm gelaufen: Gerade mal ein halbes Jahr ist das iPad 3 von Apple auf dem Markt, da wird bereits der Nachfolger angekündigt. So kurze Produktzyklen hat man bei Apple bislang nicht erlebt. Die Amerikaner stehen unter Druck. Da ist zum einen der neue Lightning-Port des iPhone 5, der USB-Anschluss nach außen. Sämtliche Peripherie muss umgestellt werden, es gibt Adapter - und manchen Ärger. Das iPad4 setzt nun ebenfalls auf Lightning, der Apple-Standard soll sich möglichst rasch durchsetzen. Dann die Scharte mit der LTE-Funktechnik. Das iPad 3 bleibt in Deutschland beim schnellen Mobilfunkturbo außen vor, es unterstützt nur die amerikanischen Frequenzbereiche. Das neue iPad4 bringt das Funkmodul des iPhone5 mit, nun profitiert man wenigstens im Telekom-Netz von LTE. Vodafone und O2 bleiben wie gehabt außen vor. Dieser Schritt bleibt also halbherzig. Eine kleine Entschädigung ist der schnellere Prozessor des iPad4, wenngleich das iPad3 gewiss nicht langsam ist. Man merkt: Hier wurden doch einige Kompromisse gemacht. Apples Fokus liegt auf dem günstigen iPad Mini, das für ein starkes Weihnachtsgeschäft sorgen soll. Aber Google, Amazon, Samsung und Microsoft bringen sich jetzt auch in Stellung und zaubern das eine oder andere Ass aus ihrem Ärmel. Das wird ein heißer Tablet-Winter, aber wie immer belebt die Konkurrenz das Geschäft.