Mit dem Erfolg kommen die Probleme. Wer sich als Hersteller auf kleine Autos eingestellt hat, blickt leichter in die Zukunft. Aber wer immer mehr große SUV und massige Geländewagen verkauft, daran schön verdient, sich des Ertrags erfreut und investiert, um noch mehr dicke Dinger zu produzieren, der wird bald mit den Zähnen knirschen. Denn sein Erfolg von heute ist die Hypothek von morgen: Von dem Jahr 2020 an dürfen die Neuwagen einer Marke durchschnittlich höchstens 95 g/km Kohlendioxid emittieren. Das entspricht einem Normverbrauch von knapp 4 Liter. Und schon wird die nächste Messlatte von 80 g/km ins Gespräch gebracht.
Da ist es kein Wunder, dass die sogenannten Premiummarken in Deutschland mit Elektroautos und Plug-in-Hybriden versuchen, ihre Emissionsbilanzen zu schönen. Wer näher auf die Situation blickt, entdeckt drei Beteiligte: den Hersteller, der auf die feinen Erträge der SUV nicht verzichten will (oder nicht kann), die Politik mit ihren immer härteren Forderungen und jene Partei, die sich bisher nicht wirklich darum gekümmert hat: die Kunden. Sie kaufen nämlich SUV, was das Portemonnaie hergibt, und keiner weiß, wann sie damit aufhören. Wahrscheinlich sind das Hamsterkäufe. Vielleicht gibt es die SUV in sechs Jahren nicht mehr neu.
Emissions- und Verbrauchsbilanzen schönen
Marvin Parsons (mapar)
- 14.03.2013, 12:06 Uhr
Staatliche Subventionen abbauen, baut SUV´s ab
Heinz Kunz (omgakawtf)
- 14.03.2013, 08:31 Uhr