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Suchmaschine : Rund um den Hund

Die Begeisterung für Facebooks neue Suchfunktion hält sich in Grenzen. Zuckerbergs Beispiele sind plakativ. Und die „door opener“ kennen gar kein Internet.

          Dass die Suchmaschine der Zukunft mit Antworten und nicht mit Verweisen auf Internetseiten aufwartet, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Google versucht das seit langem mit seinem „Knowledge Graph“, und bei vielen Anfragen sieht man nun auch in Deutschland beispielsweise Wikipedia-Einträge auf der rechten Seite des Browserfensters. Jetzt startet Facebook ein ähnliches Projekt, es heißt „Social Graph“ und wurde in der vergangenen Woche präsentiert. Die Begeisterung hält sich in Grenzen. Man soll, beispielsweise mit der Anfrage „Leute, die in meiner Nähe wohnen und Hunde mögen“, gezielt das soziale Geflecht seiner Online-Bekanntschaften erkunden können. Dazu hat Facebook viele plakative Beispiele geliefert.

          Aber der Freundeskreis eines Mark Zuckerberg ist wohl erheblich größer als der eines typischen Facebook-Nutzers mit 100 bis 500 Kontakten. Eingerechnet, dass man etliche davon ohnehin nicht persönlich aus dem realen Leben kennt, hält sich der Nutzwert des „Social Graph“ in engen Grenzen, wenn es darum geht, einen ortsnahen Begleiter für gemeinsame Hundespaziergänge zu finden. Oder anders ausgedrückt: Ich habe noch nie so viele mir bis dahin gänzlich unbekannte Leute kennengelernt wie beim Gassigehen mit meinen Hunden. Das mag natürlich an ihrem ungestümen Temperament liegen. Sie sind jedenfalls viel eher ein „door opener“ als der „Social Graph“ von Facebook und andere Albernheiten im Netz.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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          Quelle: F.A.S.

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