Manufactured in Flacht, haben die Entwickler des Porsche 918 Spyder auf ihr Versuchsfahrzeug geklebt, in feiner Anspielung darauf, wo genau in dem zum Entwicklungszentrum Weissach gehörenden Ort der neue Sportwagen erdacht wird. Die Truppe um den jugendlich und so gar nicht verknöchert daherkommenden Projektleiter Frank Walliser, die sich über ihren Scherz halb krumm lacht, sieht aus, als fände ein Wochenend-Camp der Pfadfinder statt. Geschätzt 25 bis 35 Jahre alt sind die Bändiger des Kabelsalats, und sie haben es faustdick hinter den Ohren, denn sie bauen ein Auto, das nahezu Unmögliches können soll.
Der Porsche 918 hat einen Verbrennungsmotor und zwei Elektromaschinen, deren Zusammenspiel der Fahrer in nichts anderem spüren soll als in einer linearen Beschleunigungsorgie bis 325 km/h. Ob über Rekuperation oder hydraulisch gebremst wird, soll ihm verborgen bleiben. Dafür soll er an der Tankstelle merken, dass alle hundert Kilometer nur drei Liter Kraftstoff (Normwert) verbrannt werden. Fünf Fahrmodi samt Rennrunde mit kurzzeitig erweiterter Leistungsgrenze der Batterie sind möglich, Fahrwerk und Allrad werden elektronisch justiert, 55 Steuergeräte kümmern sich um die Regelung des komplexen Systems. Das Auto der Zukunft, das wird hier überdeutlich, ist Elektronik auf Rädern, und seine Entwicklung findet mit dem Computer statt. Wie gut, wenn dieses Wissen Pfadfinder aus Deutschland sammeln.