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Sportwagen Renaissance für Alpine

Mitten in der europäischen Autokrise erweckt der französische Renault-Konzern seine legendäre Sportwagenschmiede Alpine zu neuem Leben. Das Tochterunternehmen mit Sitz in der Normandie soll künftig gemeinsam mit dem britischen Spezialhersteller Caterham Sportwagen „zu vernünftigen Preisen“ entwickeln.

© dapd Vergrößern Alte Marke, neue Hoffnung: Renault-Chef Carlos Ghosn (l) und Caterham-Chef Tony Fernandes schütteln Hände über einem Alpine A-110

Der französische Autohersteller Renault verbündet sich mit dem britischen Spezialanbieter Caterham, um die Sportwagenmarke Alpine wiederzubeleben. Das berichteten der Renault-Vorstandsvorsitzende Carlos Ghosn und der Caterham-Chef Tony Fernandes am Montag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in der Renault-Zentrale bei Paris. Caterham soll sich demzufolge zu 50 Prozent an der Renault-Tochtergesellschaft Alpine beteiligen. Von 2016 an sollen aus dem traditionellen Alpine-Werk in Dieppe an der normannischen Küste Sportwagen zu „ vernünftigen Preisen“ vom Band rollen, berichteten die Unternehmen.

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Die Käufer der Sportwagen sollen dabei von den Erfahrungen profitieren, die beide Unternehmen durch ihre Zusammenarbeit in der Formel Eins gewonnen haben. Renault stieg in der Saison 2009/10 zwar aus der direkten Beteiligung an der Rennserie aus, liefert aber noch Motoren an vier Rennställe, darunter Caterham F1.

Die Manager wollten keine Preisspannen für die geplanten Modelle nennen; in der französischen Fachpresse war über rund 35.000 bis 40.000 Euro für einen Sportwagen spekuliert worden. Die Fabrik in Dieppe, die mit 300 Mitarbeitern derzeit die sportlichen Versionen der Renault-Modelle Megane und Clio herstellt, soll jährlich „ einige tausend“ Alpine bauen, kündigte Ghosn an.

Mitte der 90er Jahr verschwand die Marke Alpine

Chef des neuen Gemeinschaftsunternehmens wird der Renault-Manager Bernard Ollivier. Der französische Industrieminister Arnaud Montebourg begrüßte die Initiative als „Akt des industriellen Wiederaufbaus“, der aufgrund seiner Exportorientierung zudem die defizitäre Außenhandelsbilanz Frankreichs verbessern werde.

Die Marke Alpine wurde 1955 von dem französischen Mechaniker Jean Rédélé in Dieppe gegründet. Der Franzose, der selbst Motorsportrennen fuhr, konstruierte als erstes Modell einen Rallye-Wagen auf Basis des Renault 4CV. Schon früh experimentierte er mit glasfaserverstärktem Kunststoff für Karosserien. Ab 1965 durfte er seine Wagen über das Renault-Händlernetz vertreiben. 1973 übernahm Renault die Aktienmehrheit. 1994 stellte der französische Hersteller die Verkäufe aufgrund schwachen Absatzes jedoch ein.

Die Renault-Aktie, die seit Jahresbeginn um fast 30 Prozent zugelegt hat, gab am Montag an der Pariser Börse bis zum Nachmittag um 1,7 Prozent nach.

Quelle: F.A.Z.

 
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