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Dienstag, 18. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Solarenergie Nicht sonnig für alle

 ·  Die reichlich sprudelnden Solar-Euro haben den technischen Fortschritt verlangsamt, wenn nicht gar gebremst. Nur in einem Bereich läuft das Geschäft noch „rund“.

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Das alles waren nie Geheimnisse: Die üppigen Zuschüsse, die auf der Grundlage des vielgelobten Erneuerbare-Energien-Gesetzes über Jahr und Tag bei den Stromverbrauchern eingesammelt und - über Zwischenstufen - an die Hersteller von Photovoltaikzellen und -modulen weitergereicht wurden, haben die für das Funktionieren von Märkten relevanten Regeln weitgehend außer Kraft gesetzt. Längst war aus der Anschubfinanzierung eine Dauersubventionierung geworden, die abenteuerliche Wachstumsraten und unnatürlich hohe Renditen zur Folge hatte. Dass dies nicht so weiter gehen konnte, war abzusehen, und daher ist es keine Überraschung, dass nun Solarunternehmen ins Straucheln kamen.

Doch auch technische Friktionen sind entstanden: So kommt es durch PV-Anlagen allein in Deutschland mit einer Leistung von 25 000 Megawatt zu einer keineswegs trivialen Belastung des Niederspannungsnetzes, verbunden mit der Herausforderung, (tagsüber) an sonnigen Tagen den erzeugten Solarstrom im Netz unterzubringen, ihn aber bei schlechtem Wetter (und nachts) durch meist konventionell erzeugte Kilowattstunden ersetzen zu müssen. Zudem haben die reichlich sprudelnden Solar-Euro den technischen Fortschritt verlangsamt, wenn nicht gar gebremst. Nur bei den Herstellern der für die Produktion von Solarmodulen und -anlagen notwendigen Maschinen läuft das Geschäft noch „rund“. Ihre Geräte liefern sie nach China, wo damit staatssubventionierte Module für den deutschen Markt hergestellt werden.

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Jahrgang 1947, Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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