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Schadsoftware : Der Bricker Bot

Jeder vierte Rechner ist angeblich ein Zombie. Das Einfallstor für Schadsoftware ist meist ein veraltetes Betriebssystem. Nun gibt es eine neue Angriffswelle.

          Hacker programmieren Schadsoftware, die sich autonom ihren Weg durch die Netze sucht und ein Werk der Zerstörung hinterlässt. Schon der Gedanke lässt einen schaudern. Jeder vierte Rechner ist angeblich ein Zombie, der unbemerkt ferngesteuert zum Teil eines Botnetzes wird, das wiederum zum Beispiel Spam versendet oder gezielte Serverüberlastungen als Denial-of-Service-Attacken ausführt. Das Einfallstor für Schadsoftware ist meist ein veraltetes Betriebssystem.

          Doch nun gibt es eine neue Angriffswelle, die man mit freundlicher Aufmerksamkeit zur Kenntnis nehmen kann: Die Bösewichter greifen schlecht abgesicherte Produkte aus der Welt des Internets der Dinge an: Router, Web- und Überwachungskameras, Smart-Home-Thermometer. Die lassen sich in der Regel kinderleicht kapern. Aber sie werden nicht gekapert, sondern per Software komplett zerstört: Bricker Bot heißt das Netz, das dem Besitzer nur Geräte mit dem Nutzwert eines Ziegelsteins hinterlässt. Was die Initiatoren antreibt, ist unklar. Sie nehmen unsichere Produkte vom Netz, könnte man augenzwinkernd sagen.

          Michael Spehr

          Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.

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