Home
http://www.faz.net/-gy9-76340
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
IAA Nutzfahrzeuge 2014

Richtiges Räumen Schneetreiben

Ende Januar kommt mit dem Schnee verlässlich die Mahnung der Kommune, man habe unverzüglich seiner Räumpflicht nachzukommen. Wie geht das am besten?

Was Kinder freut, macht dem Hausbesitzer Verdruss. Ende Januar kommt mit dem Schnee verlässlich die Mahnung der Kommune, man habe unverzüglich seiner Räumpflicht nachzukommen. Das stimmt. Irgendwie gelingt das fast immer, nur vor den Grundstücken der Stadt bleibt der Schnee liegen. Im einfachsten Fall ist das Handarbeit. Mit der Schaufel wird die Pracht auf die Straße befördert, von wo sie der Unimog der Gemeinde umgehend auf den Gehweg zurückschiebt.

Lukas Weber Folgen:  

Wer sich die Arbeit erleichtern will, rüstet auf. Ein Kleintraktor mit Schild hat gegen den Straßenschieber eine reelle Chance, aber was macht man mit dem im Sommer? Eine Fräse wäre der Tipp, es gibt sie inzwischen für kleines Geld. Hei, wie das spritzt, sie schmeißt den Schnee über den Zaun in Nachbars Garten. Das hätten wir mit der Schaufel auch gekonnt. Wohin also mit den Massen? Unter dem Schnee hat der Eisregen seine Spuren hinterlassen. Nach dem Räumen wird es dort erst richtig glatt.

Auf die Schippe folgt deshalb das Salz, dessen großzügiger Einsatz die Bäume schädigt, die Hunde quält und die Schuhe versaut. Deshalb schlagen wir einen Blick in die Seitenstraßen vor - dort, wo der Gemeinde das Räumen zu teuer ist. Statt durch die Pampe zu waten, laufen schlaue Leute auf der Fahrbahn über leicht verdichteten Schnee. Das bringt uns auf die Idee: Wir walzen die Menge in Zukunft einfach zusammen. Bleibt nur zu hoffen, dass das Ordnungsamt Spaß versteht.

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 30.01.2013, 09:13 Uhr

Abgenabelt

Von Lukas Weber

Man merkt es kaum, weil die Entwicklung schleichend verläuft. Aber die Zeit der Strippenzieher neigt sich dem Ende zu. Selbst Handwerker fragen nicht mehr nach der Steckdose. Mehr