Autos sind doch längst eine Illusion. Denn man ist schon eine kleine Weile nur noch in Grundzügen mit dem unterwegs, was die Gründerväter der Branche Ende des 19. Jahrhunderts erfanden. Den nicht geringen Rest vollbringen elektronische Schaltungen, für welche die Person am Volant nur noch ein Eingabegerät ist. Und wie das mit Computern so ist: Auf dem Weg zur Reife erhalten sie manche Softwareaktualisierung eingeflößt, Update genannt, die meist dann hurtig auf den Weg gebracht wird, wenn damit ein Problem gerichtet werden muss. Ein simples Beispiel aus der Werkstattwelt: Da rollt ein Diesel-Kompaktwagen herein, neueste Bauart, dessen Partikelfilter dicht ist und dessen Poren sich mit einer Reinigungsfahrt auch nicht mehr befreien lassen.
Die Diagnose ergibt eine schlechte Verbrennung. Die wiederum führt der Experte an der Hebebühne zurück auf ein Motorsteuerprogramm, das im Sinne eines rekordverdächtig geringen Verbrauchs zu sehr Spitz auf Knopf ausgeführt ist, in diesem Fall eben auf Kosten einer optimalen Verbrennung. Der Hersteller kennt das Problem längst und hält etwas bereit, das Abhilfe bringt: ein Update. Das Fahrzeug kriegt es verpasst, fortan läuft der Motor runder, das Abgas ist sauberer, und der Partikelfilter behält seine Funktionstüchtigkeit. Reparatur gelungen dank Datenleitung.